(rg) – Nicht nur wegen seiner Pannenstatistik macht der in die Jahre gekommene Atommeiler in Cattenom von sich reden. Laut Informationen von Déi Gréng plant der Betreiber EDF klammheimlich eine Aufweichung der Abgabe-Grenzwerte durch die Zentrale, sowohl in die Luft als auch in das Wasser. Bislang seien diese Informationen vom ansonsten sehr gesprächigen Cattenom-Direktor Guy Catrix (siehe auch woxx 1219) zurückbehalten worden. Deshalb haben die Grünen jetzt beantragt, den Gesundheitsminister in eine nächste Sitzung des Gesundheitsausschusses zu bestellen, um dessen Position in dieser Frage zu erfahren. In einer Stellungnahme wundern sie sich, weshalb auch der Gesundheitsminister bislang dazu keine Informationen preis gegeben hat, obwohl er über genauere Details dazu verfügen müsste. Die französische Aufsichtsbehörde ASN habe bereits ein positives Gutachten abgegeben, und auch die öffentlichen Anhörungen zu den neuen Messwerten seien bereits Anfang dieser Woche abgeschlossen worden. Noch am Dienstag hatte Mars Di Bartolomeo auf eine Frage des grünen Abgeordneten Henri Kox erklärt, jedes Treffen dazu zu nutzen, die französischen, aber auch die belgischen „Kollegen“ auf die Probleme, die unser Land mit den Atomzentralen im Grenzgebiet hat, hinzuweisen. Am heutigen Freitag bietet sich erneut die Gelegenheit, auf die Besorgnis der Luxemburger Bevölkerung hinzuweisen: Es findet ein gemeinsames Debriefing der Behörden aus beiden Ländern statt, die jüngst eine Notfallsituation simuliert hatten.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

