Viel Lärm um einen Esel

(avt) – Gibt es nicht schon genug Esel in
Luxemburg? Zumal in Diekirch, wo das Wahrzeichen der Stadt einem an
allen Ecken entgegenspringt? Ein Esel ist immerhin ästhetischer als ein
Elefant und der ist in der Hauptstadt gerade als Kunst im öffentlichen
Raum angesagt. Obwohl das natürlich Geschmackssache ist. Nun ist
Sommerloch und es wird über alles und nichts diskutiert. Wieso nicht
auch über einen Esel auf einer Kirchturmspitze? Mitte Mai hatte die
Gemeindeverwaltung Diekirch den Wetterhahn an der alten Turmspitze
kurzerhand durch einen Esel ausgetauscht, – ohne Genehmigung. Nun hat
sich Octavie Modert zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die
Laurentiuskirche seit 1978 „Monument national“ sei und demnach
Änderungen an dem Gebäude einer Genehmigung durch ihr Ministerium
bedürfen. Nebenbei weist die Kulturministerin darauf hin, dass weltweit
Hähne oder Kreuze die katholischen Kirchen zieren. Das sei nun mal so
Tradition meint Modert, die sich den klerikalen Aufschrei nach
Blasphemie zu Herzen nimmt und als Wertkonservative in den Wahlkampf
wirft. In einem Brief an Bürgermeister Haagen hatte sie entschieden dazu
aufgerufen, den Esel zu entfernen und wieder durch einen Hahn zu
ersetzen. Fortsetzung folgt..


Kriteschen an onofhängege Journalismus kascht Geld - och online. Ënnerstëtzt eis! Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld - auch online. Unterstützt uns! Le journalisme critique et indépendant coûte de l’argent - en ligne également. Soutenez-nous !
Tagged . Bookmark the permalink.

Comments are closed.