Forderungskatalog der Patientenvertretung

von | 20.09.2013

(avt) – „Wir stellen fest, dass die Regierung eine ganze Reihe von Maßnahmen angeleiert, aber nicht zu Ende gebracht hat“, so der Präsident der Patientenvertretung René Pizzaferri anlässlich einer Pressekonferenz. Die Neuregelung über Zusatztarife habe bereits 2009 auf der Agenda des Gesundheitsministers gestanden, doch bis heute hat sich in dem Bereich nichts getan. Insgesamt 28 Forderungen hat die Patientenvertretung nun vorgelegt. Allen voran fordert sie die Einrichtung einer neutralen und unabhängigen Beratungsstelle anstelle einer dem Gesundheitsministerium untergeordneten Instanz, wie im Gesetzesprojekt über Patientenrechte vorgesehen. Im Vordergrund ihrer Überlegungen stehen immer der Patient und seine Rechte. Damit kein Zwei-Klassen-System wie in Deutschland entsteht, fordert die Patientenvertretung eine adäquate medizinische Versorgung für alle Patienten – unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Aber auch gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Medikamente spricht sich die unabhängige asbl aus. „Medikamente sind kein Luxusgut“, sagte Michèle Wennmacher. Unabhängigkeit und Transparenz werden bei der Patientenvertretung weiterhin groß geschrieben. „Uns ist wichtig, dass die Regierung uns stärkt und dass wir unsere Unabhängigkeit bewahren,“ brachte Pizzaferri seinen Zukunftswunsch auf den Punkt.

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