(avt) – „Wir stellen fest, dass die Regierung eine ganze Reihe von Maßnahmen angeleiert, aber nicht zu Ende gebracht hat“, so der Präsident der Patientenvertretung René Pizzaferri anlässlich einer Pressekonferenz. Die Neuregelung über Zusatztarife habe bereits 2009 auf der Agenda des Gesundheitsministers gestanden, doch bis heute hat sich in dem Bereich nichts getan. Insgesamt 28 Forderungen hat die Patientenvertretung nun vorgelegt. Allen voran fordert sie die Einrichtung einer neutralen und unabhängigen Beratungsstelle anstelle einer dem Gesundheitsministerium untergeordneten Instanz, wie im Gesetzesprojekt über Patientenrechte vorgesehen. Im Vordergrund ihrer Überlegungen stehen immer der Patient und seine Rechte. Damit kein Zwei-Klassen-System wie in Deutschland entsteht, fordert die Patientenvertretung eine adäquate medizinische Versorgung für alle Patienten – unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Aber auch gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Medikamente spricht sich die unabhängige asbl aus. „Medikamente sind kein Luxusgut“, sagte Michèle Wennmacher. Unabhängigkeit und Transparenz werden bei der Patientenvertretung weiterhin groß geschrieben. „Uns ist wichtig, dass die Regierung uns stärkt und dass wir unsere Unabhängigkeit bewahren,“ brachte Pizzaferri seinen Zukunftswunsch auf den Punkt.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

