(avt) – In einer rezenten
Presseerklärung bekräftigt auch der Nationale Frauenrat (CNFL) die
Forderung nach Geschlechterparität in der Politik. An den Wahlen zeige
sich, dass im Bereich Gleichstellung ein eklatantes Defizit bestehe:
65,6% der Kandidaten waren Männer, 76,6% der direkt Gewählten ebenfalls.
Die aktuellen Koalitionsverhandlungen finden quasi ausschließlich unter
Männern statt. Der Frauenrat ist konsterniert angesichts dieser
Tatsachen. Luxemburg hätte sich zwar durch die Ratifizierung der
UN-Konvention zur Verhinderung von Diskriminierungen von Frauen (CEDAW)
im Februar 1989 öffentlich dazu bekannt diesen Zuständen
entgegenzuwirken, hinke jedoch in der Realität noch immer hinterher. Im
Nachklang zu den Wahlen wendet sich der Frauenrat an den Formateur und
pocht darauf, der Chancengleichheit eine Priorität einzuräumen. Der CNFL
beharrt zudem auf der Schaffung eines eigenständigen Ministeriums, das
Gleichstellung exklusiv zum Ziel hat. Er fordert, dass hierzu eigens
eine parlamentarische Kommission ins Leben gerufen wird.
Arbeiten in Luxemburg
Anlässlich zum Tag der Arbeit am 1. Mai hat der Statec am Dienstag einige aktualisierte Kernzahlen zu Arbeit und Arbeitnehmenden in Luxemburg veröffentlicht. So waren Ende 2025 von den 494.000 beschäftigten Arbeitnehmer*innen knapp die Hälfte (47 Prozent) aus dem Grenzgebiet. Auch zeigte sich, dass das „klassische“ Arbeitsmodell, ein...

