(lm) – Selber schuld ist sie, die katholische Kirche, wenn sie im jüngsten Pressekommuniqué von Aha verspottet wird. Die laizistische Organisation hat das Motto der diesjährigen Oktav aufgegriffen: „Maacht dat, wat Hien iech seet!“ Demgegenüber fordert Aha provozierend dazu auf, das zu tun, „was dein Gehirn dir sagt“. Wissenschaft und Kultur gründeten nämlich auf „eigenständigem Denken“. Stattdessen verteidige die Kirche den Fortbestand des Religionsunterrichts und verweigere jungen Menschen die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Religionen und Weltanschauungen objektiv zu vergleichen. Etwas unfair reduziert Aha die religiösen Überlieferungen auf „Befehle und Gebote von imaginären Fabelwesen“ – dabei frönt die Organisation selbst einem Kult der Ratio, der nicht mehr viel mit kritischem Denken zu tun hat. So wird der Philosoph Demokrit zum Pionier der modernen Atomtheorie stilisiert und dies als Beweis für die Macht des Denkens angeführt – eine Argumentationskette der Laizisten, die in etwa so schlüssig ist wie jene der von ihnen bekämpften Kreationisten. Außerdem: Selbständiges Denken hat in der Entwicklung der Religionen durchaus eine wichtige Rolle gespielt und viele Orte, an denen es unerwünscht ist, haben nichts mit Religion zu tun. Zum Beispiel das Briefing in der Chefetage, Nordkorea und das Luxemburger Schulsystem.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

