Ums Ganze geht es in der Januarnummer von Forum, genauer gesagt, um die Commons. Der Begriff – wörtlich „Gemeingüter“ – wird definiert als „Eigentums- und Organisationsformen, die auf kooperativen, transparenten und weitgehend demokratischen Prinzipien beruhen“, und dann noch ausgeweitet auf „den gesamten gesellschaftlichen und ökonomischen Raum, der weder dem Privatbesitz noch dem Zugriff des Staates untersteht“. So viel Gefräßigkeit passt eigentlich schlecht zu einem die Kooperation fördernden Paradigma – und deckt sich mit der Definition der „économie sociale“. Dabei wäre es interessant, gerade die Beziehungen zwischen Gemeingütern, Staat und Privatwirtschaft zu untersuchen. Das Forum-Dossier, das sich auf den Commons wohlgesinnte Initiativen beschränkt, hat trotzdem viel zu bieten: Von der Transition-Bewegung über das Grundeinkommen bis hin zu den „Creative Commons“ bekommt man einen Überblick über den Umgang der hiesigen alternativen Zirkel mit dem Thema. Hervorzuheben in der soeben erschienenen Nummer sind außerdem ein Mini-Dossier zum öffentlichen Dienst (kein Commons?), eine kritische Auseinandersetzung mit Burka-Verboten und ein ungewohnt technophiles Editorial über „die nächste Transformation“.
Halb voll oder halb leer?
Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen?

