„Bereits jetzt sind die ersten Auswirkungen der Krise zu spüren: Bankrotte, Ladenschließungen und Entlassungen.“ Das Syndikat Handel des OGBL machte am Donnerstag auf die Krise im Handelssektor aufmerksam, die durch die Pandemie noch verschärft wurde. Vor allem kleinere Geschäfte kämpfen schon lange mit starkem Konkurrenzdruck und hohen Mieten, die durch Spekulation noch stärker steigen. Der OGBL will sich mit Regierung und Arbeitgeber*innen an einen „Zukunftsdësch“ setzen, hat daneben aber auch sechs Forderungen ausgearbeitet. Die 25.000 Beschäftigten des Sektors, von denen zwei Drittel Frauen sind, arbeiten zu 75 Prozent in kleinen Betrieben mit weniger als fünf Angestellten. Für diese will die Gewerkschaft einen Kollektivvertrag erstreiten, um Arbeitsbedingungen zu harmonisieren und Sozialdumping zu vermeiden. Außerdem will der OGBL ein Moratorium für Shoppingcenter, ein Einfrieren der Mieten für drei Jahre, Konsumgutscheine, um den lokalen Handel zu stärken, sowie einen sektoralen Jobbindungsplan und klar geregelte Arbeitszeiten. Für die Vorweihnachtszeit kündigt die Gewerkschaft weitere Aktionen an.
Europäische Chemikalienpolitik: Giftige Prokrastination
2022 verkündete die EU-Kommission das Ziel „Null Verschmutzung“ und sagte damit giftigen Chemikalien, die Mensch und Umwelt belasten, den Kampf an. Passiert ist seitdem wenig, denn: Die Kommission steht sich selbst im Weg.

