Mehr Babys und Sterbefälle, weniger Migration

von | 01.04.2021

Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 ist die luxemburgische Bevölkerung um 1,4 Prozent, also 8.622 Personen, gewachsen. Das ist auffällig weniger als in den Jahren zuvor, wo der Anstieg sich im Durchschnitt auf 2 bis 2,5 Prozent belief. Zwar kamen 2020 3,7 Prozent mehr Babys zur Welt als noch im Jahr zuvor, parallel ist die Sterblichkeit jedoch um 7,6 Prozent gestiegen. 11 Prozent der Sterbefälle im letzten Jahr waren auf Covid-19 zurückzuführen. Wie das Statec am Donnerstag mitteilte, geht mit 88 Prozent der größte Anteil des Bevölkerungswachstums auf Immigration zurück – auch wenn diese insgesamt niedriger war als in den Jahren zuvor. „Les incertitudes sur le marché du travail et les restrictions de déplacement suite au Coronavirus font que moins de personnes se sont installées sur le territoire luxembourgeois“, so die Einschätzung des Statistikamts. Wenig überraschend ist die Zahl der Eheschließungen 2020 um 15,9 Prozent gesunken. Bei 39 der insgesamt 1.803 Eheschließungen handelte es sich um gleichgeschlechtliche Paare. Auch bei den Scheidungen war ein deutlicher Rückgang festzustellen, nämlich um 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den stärksten Anstieg an Scheidungen gab es in der Gruppe derer, die weniger als vier Jahre verheiratet waren.

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