Asti: Ungerechtigkeit mit Wissen bekämpfen

von | 15.12.2022

„Pour l’Asti, il est fondamental que les différents partis politiques se prononcent sur la question des personnes en situation de séjour irrégulier vivant au Luxembourg et sur une éventuelle régularisation.“ Mit dieser Begründung kündigte die Association de soutien aux travailleurs immigrés diese Woche eine Kampagne an. Das Ziel: Personen mit irregulärem Status aus ihrer administrativen, finanziellen und sozial prekären Lage heraushelfen. Damit die Parteien sich nicht mit der Ausrede herauswinden können, nicht ausreichend über die Problematik informiert zu sein, werden sie demnächst eine kleine Hilfestellung in ihrem Briefkasten vorfinden: die zu diesem Anlass von der Asti ausgearbeitete Broschüre „Les sans-papiers au Luxembourg: au-delà des préjugés et des fantasmes“. Neben Begriffserklärungen und offiziellen Zahlen finden sich in dieser auch Comics, die den Leser*innen die Lebensrealität einzelner Betroffener näherbringen sollen. In der zweiten Hälfte der Broschüre wird es dann politischer. Hier wird erst kurz dargelegt, woran es in den Augen der Asti fehlt. Daraus leitet sie zwei Forderungen ab: Einerseits Langzeitmigrant*innen zu regularisieren – die Asti liefert die Argumente dafür sogar gleich mit – und andererseits das Immigrationsgesetz so umzuändern, dass Menschen gar nicht erst in eine irreguläre Situation geraten können. Im Rahmen ihrer Kampagne plant die Asti zudem Unterredungen mit den einzelnen Parteien. Weitere Aktionen, so heißt es im Presseschreiben, würden noch angekündigt.

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