Expotipp: Les papillons de résistance

von | 15.11.2023

(Foto: bridderhaus.lu)

Ist das Kunst, oder kann man das essen? Eine Frage, die im Zuge der kulinarischen Performance „Les papillons de résistance“ von Claudia Passeri sicherlich aufkommt: Die Künstlerin lädt im November in die Escher Künstler*innenresidenz „Bridderhaus“ zum Essen ein. Was kommt auf den Tisch? „Kollektive Mahlzeiten“, zubereitet von der Künstlerin. Die genauen Zutaten bleiben eine Überraschung. Am Ende der Performance erhalten die Teilnehmer*innen handgeschriebene Rechnungen, verziert mit einem persönlichen Slogan auf der Rückseite. Passeri ist dafür bekannt, ihre Kunst in ihre Umgebung einzuarbeiten und so befinden sich einige ihrer Arbeiten im öffentlichen Raum. „Les papillons de la résistance“ geht auf ein Projekt zurück, das sie bereits 2017 initiierte. Laut Veranstaltungstext thematisiert die Künstlerin darin den Akt der Versammlung sowie die Bedeutung politischer Slogans. Passeri bietet einen Mittagstisch (12 Uhr – 13:30 Uhr; 15 Euro) und ein Abendessen (19 Uhr – 20:30 Uhr; 25 Euro) an. Die Verfügbarkeiten variieren je nach Termin. Wer mitessen will, muss sich via bridderhaus.lu anmelden. Das nächste Zusammentreffen findet diesen Freitag, den 17. November, ab 19 Uhr statt. Über Tisch wird unter anderem luxemburgisch, französisch und englisch gesprochen.

Les papillons de résistance. Bridderhaus (21, Rue Léon Metz, L-4238 Esch-sur-Alzette). Am 17., 18. (ausverkauft), 24. und 25. November von 19 Uhr – 20:30 Uhr sowie am 21., 22., 23., 28., 29. und am 30. November von 12 Uhr – 13:30 Uhr.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Expotipp: Theatre of Cruelty

Das monotone, disharmonische Klaviergeklimper im Treppenaufgang zu den Ausstellungsräumen signalisiert den Besucher*innen bereits: Das hier wird unangenehm. Der durch dunkle Vorhänge abgetrennte Hauptsaal führt in die Welt der Grausamkeit des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896–1948), der in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine...

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...

KINOKULTURTIPP

Im Kino: The Chronology of Water

Kristen Stewart gibt mit „The Chronology of Water“ ein kompromissloses Regiedebüt. Die Adaption von Lidia Yuknavitchs Memoiren überzeugt jedoch weniger durch formale Konsequenz als durch die intensive Präsenz von Hauptdarstellerin Imogen Poots. Mit „The Chronology of Water“ legt Kristen Stewart ihr Regiedebüt vor – und zwar keines, das sich...

KULTURTIPP

Podcasttipp: Im Grunde wäre ich lieber Gedicht

Der schwelgerische Titel „Im Grunde wäre ich lieber Gedicht“ des Poesie-Podcasts des Münchner Lyrik Kabinetts setzt den Ton: Folge um Folge huldigt die Reihe der ältesten aller literarischen Gattungen, der Dichtung. Im Zwiegespräch mit dem Lyriker und Literaturvermittler Tristan Marquardt setzen die eingeladenen Poesie-Expert*innen zwar selten...