Abwasseranalyse: In Luxemburg wird viel gekifft

von | 21.03.2024

Foto: CC-BY 2.0 Elsa Olofsson

Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) ihren jährlichen Bericht über die Ergebnisse einer europaweiten Abwasseranalyse. In 88 Ortschaften in 24 europäischen Ländern wurde eine Woche lang Abwasser gesammelt und auf die Spuren von sechs verschiedenen Drogen untersucht. Insgesamt leben 55,6 Millionen Menschen im Einzugsgebiet der untersuchten Kläranlagen. Luxemburg ist mit den Kläranlagen-Standorten Mersch, Mamer und Böwingen vertreten. Außerdem wurden Daten aus der ganzen Welt in die Analyse einbezogen, um auch einen internationalen Vergleich zu ermöglichen. Europaweit ist ein Trend der letzten Jahre ungebrochen: Es wird immer mehr Kokain konsumiert. Neu ist hingegen, dass der Konsum von MDMA ebenso steigt. Bei Amphetamin und bei Cannabis gibt es keine eindeutigen Trends, in der Mehrzahl der Städte sinkt der Konsum von Methamphetamin. Beim Cannabiskonsum sticht Luxemburg hevor: Sowohl Mamer als auch Mersch liegen unter den Top 20 im Pro-Kopf-Verbrauch. An der Spitze der Liste liegen australische Städte, gefolgt von europäischen Orten, in denen es eine Dekriminalisierung des Konsums gibt: Rotterdam, Barcelona, Leeuwarden und Amsterdam. Bis auf Amphetamin, das nicht in Böwingen nachgewiesen werden konnte, wurden alle untersuchten Drogen in jeder der drei untersuchten Luxemburger Kläranlagen gefunden.

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