Fifa-Sponsoren-Rendite klimaschädlicher als ganze WM

von | 17.07.2026

Die diesjährige Männer-Fußball-Weltmeisterschaft ist die klimaschädlichste überhaupt. Einem jüngsten Bericht der Organisation „New Weather“ zufolge werden die Flugreisen und der gesamte Betrieb der Stadien neun Millionen Tonnen CO2e erzeugen. Diese Zahl stellen die Hauptsponsoren der WM jedoch leicht in den Schatten: Der Bericht hat die Emissionen der vier größten Fifa-Sponsoren – dem Ölkonzern „Aramco“, der Fluggesellschaften „Qatar Airways“ und „American Airlines“ sowie des Autoherstellers „Hyundai-Kia“ – ausgerechnet, die sich aus den zusätzlichen Einnahmen durch die Werbung bei den Spielen ergeben. Insgesamt werden die Unternehmen dadurch 42 Millionen Tonnen CO2e mehr ausstoßen – also fast das Fünffache des geschätzten CO2-Fußabdrucks des gesamten Turniers. Der Großteil dieser Emissionen fällt auf Aramco, der ebenfalls Sponsor der Frauen-WM 2027 ist und dessen Vertrag mit der Fifa sich laut „Forbes“ auf 100 Millionen US-Dollar beläuft. Die Fifa sei „eine riesige Werbetafel, die genau jene Umweltverschmutzung bewirbt, die den Planeten aufheizt“, kritisiert der Bericht. Mitunter haben Mannschaften bei gefühlten Temperaturen von 44 Grad gespielt. Die Fifa hat sich dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2040 „Netto-Null“ zu erreichen. „Die Übergabe der weltweit größten Sportplattform an den weltweit größten Ölkonzern ist mit diesen Verpflichtungen unvereinbar“, so New Weather. Die Organisationen ruft Sportler*innen und Fans dazu auf, eine Kampagne zu unterzeichnen, die den Ausschluss von fossilen Sponsoren fordert. Mehr Informationen: www.cooldownclimate.org/the-fossil-free-declaration

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