Sucht und Drogen: Progressiver Plan

Die luxemburgische Drogenpolitik der nächsten fünf Jahre liest sich erstaunlich progressiv. Einige Problemfelder werden jedoch nicht beackert.

Der Konsum von Kokain steigt in Europa und auch in Luxemburg stark an. Eine besondere Maßnahme ist im Drogenaktionsplan jedoch nicht vorgesehen. (Foto: CC-BY Marco Verch)

Die angekündigte Legalisierung von Cannabis zu rekreativem Zweck ist jener Punkt der luxemburgischen Drogenpolitik, der die meiste Aufmerksamkeit erhält. Allerdings gibt es viele andere Maßnahmen, mit denen versucht wird, sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach illegalen Drogen dann immer noch einzudämmen. Am vergangenen Montag stellte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) den fünften Drogenaktionsplan vor, in dem die drogenpolitischen Schritte bis 2025 vorgezeichnet werden. mehr lesen / lire plus

Rapport européen sur les drogues : Reine coca !

Photo : EMCDDA

Le rapport européen sur les drogues 2020 vient de tomber – mais avec un bémol. Les auteur-e-s expliquent dans leur introduction qu’à cause des effets de la pandémie, comme les restrictions de voyager ou les interdictions de se rassembler, les habitudes de consommation ont profondément changé : il faudra en tenir compte dans les années qui viennent – et voir les leçons à en tirer. En ce qui concerne l’année 2019, on constate en Europe une augmentation graduelle de la consommation de cocaïne, dont la pureté ne cesse de monter aussi – le rapport note aussi que le « marché de la cocaïne apparaît (…) comme un facteur important dans la violence liée aux drogues ». mehr lesen / lire plus

Notre conseil de série : Breaking Bad

Série devenue culte pour son portrait d’une Amérique méconnue, le succès de Breaking Bad est aussi dû à des heureux hasards.

Le plongeon dans le monde de « Breaking Bad » vaut le coup – même sept ans après que le dernier épisode a été diffusé. (© Netflix)

Pour beaucoup, Breaking Bad a été la drogue d’entrée vers le binge watching. Cette série devenue classique n’était pourtant pas partie au début pour devenir un succès. La première saison a presque été victime de la grève des scénaristes de 2007 à 2008 – les neuf épisodes prévus en ont été réduits à sept. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlungen: „The Midnight Gospel“ und „The Leftovers“

Diese Woche präsentiert die woxx zwei Fantasy-Serien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jede ist auf ihre Weise visuell beeindruckend und regt zu tiefgründiger Reflexion an.

Clancy besucht virtuelle Universen, um anschließend Spacecasts darüber aufzunehmen. (Quelle: Netflix)

The Midnight Gospel (2020-)

(ja) – Wenn am 20. April, dem inoffiziellen Cannabisfeiertag, eine neue Animationsserie in einem äußerst bunten und psychedelischen Stil auf Netflix startet, erwarten die meisten Zuschauer*innen vermutlich eher lustige und leichte Unterhaltung. Auf den ersten Blick stimmt das sogar: Der Protagonist der Serie, Clancy, ist ein Podcaster, der für seine „Spacecasts“ virtuelle Universen besucht und die Bewohner*innen dieser Welten interviewt. In der ersten Folge unterhält sich Clancy mit dem US-Präsidenten, während beide einen Zombie-Angriff auf das Weiße Haus abwehren. mehr lesen / lire plus

Mentale Gesundheit: „Jede Option ist zurzeit suboptimal“

Kontaktverbote sind eine große Belastung für die mentale Gesundheit. Vor allem psychisch Vorerkrankte und Senior*innen haben es zurzeit schwer. Wir haben mit dem Psychotherapeuten Sacha Bachim über die gegenwärtigen Herausforderungen gesprochen.

„Jetzt eine Lockerung anzukündigen, die immer wieder hinausgezögert wird, würde sowohl der psychischen Verfassung der Bevölkerung als auch dem Vertrauen in die Regierung schaden“: Sacha Bachim ist als kognitiver Verhaltenstherapeut auf Ängste und Trauer spezialisiert. (Quelle: privat)

woxx: Die Regierung kommuniziert zurzeit hauptsächlich bezüglich organisatorischer Vorkehrungen. Haben Sie das Gefühl, dass die psychische Gesundheit ausreichend mitbedacht wird?


Sacha Bachim: Es wird in der Tat vor allem über Organisatorisches kommuniziert. Aus den wenigen existierenden Studien über Ausgangssperren geht hervor, dass die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit wesentlich durch die Kommunikation beeinflusst werden. mehr lesen / lire plus

Drogues et coronavirus : Pandémie disruptive

L’état de crise actuel se distingue aussi par le fait qu’il concerne tout le monde, même les plus marginales et marginaux. Pour les toxicomanes, les mesures prises en urgence peuvent paradoxalement être profitables, surtout dans l’après-Covid-19. Et pour les utilisatrices et utilisateurs de drogues plus douces, le confinement peut mener à l’introspection.

Des sachets pleins de brune: une vue devenue rare dans le quartier de la gare. (© Customs Border Protection – Wikipedia)

A priori, c’est un cauchemar. Les frontières fermées, les contrôles de police amplifiés, les dealers et les client-e-s confiné-e-s ont mis un arrêt brutal au trafic de la drogue et aux marchandages dans le quartier de la gare de Luxembourg-ville et autres hot spots de la drogue au grand-duché. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #078 – Liberaliséierung vu liichten Drogen?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Nieft dem Cannabis ginn et nach eng ganz Rëtsch aner liicht Drogen, bei deenen et sech loune géif, iwwert eng Liberaliséierung nozedenken. D‘Isabel Spigarelli schwätzt dës Woch mam Joël Adami doriwwer, wéi eng dat sinn a wat fir eng Liberaliséierung schwätzt. Nieft den Auswierkungen op de Kierper an dem Suchtpotenzial sinn déi psychologesch Auswierkungen natierlech och net ze vernoléissegen.

Dowéinst diskutéieren d‘woxx-Journalist*innen och doriwwer, wat fir Moossnamen eng Regierung kéint huelen, fir ee méiglechst séchere Konsum ze garantéieren. Eng aner Fro, déi si diskutéieren, ass déi, wéi wäit Lëtzebuerg elo schonn ee gudden Ëmgang mat Drogen huet. mehr lesen / lire plus

Drogenpolitik: Mehr als nur Cannabis

Über die bevorstehende Liberalisierung von Cannabis wird viel geredet, über andere Drogen hingegen gar nicht. Dabei gäbe es gute Gründe, das zu ändern.

Psilocybinhaltige Pilze wie diese Exemplare des Psilocybe tampanensis sind in den meisten Ländern illegal. Dabei gehören sie zu den ungefährlicheren Drogen. (Foto: CC-BY-SA Workman/Wikimedia Commons)

Neben Cannabis gibt es viele andere sogenannte „leichte“ oder „sanfte“ Drogen, die weder gesundheitlich noch gesellschaftlich große Gefahren bergen. Luxemburg könnte hier – wie auch bei Cannabis und dem kostenlosen öffentlichen Transport – eine Vorreiterrolle für einen großen Teil der Welt spielen. Gerade im Bereich der psychedelischen Drogen wie LSD und Psilocybin (der Wirkstoff in sogenannten „Magic Mushrooms“) könnte auch die medizinische Forschung profitieren. mehr lesen / lire plus

Die erste App für sichereren Drogenkonsum

Ob zu Silvester oder in der Festivalsaison – psychoaktive Substanzen gehören für viele zum Feiern dazu. Ohne vorherigen Test der Drogen ist man dabei jedoch oft einem hohen Risiko ausgesetzt. Eine neue App soll Abhilfe schaffen.

Informationsmaterial, Sticker und Quietscheentchen: Ein typischer Stand von Pipapo. Wenn auf der nächsten Party keiner zu finden ist, hilft die TripApp.

TripApp nennt sich die App, die vielfältige Dienste anbietet, um einen sichereren Drogenkonsum zu ermöglichen. Entwickelt wurde sie von einem Zusammenschluss mehrerer europäischer Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, auf Aufklärung statt Prohibition zu setzen. In Luxemburg ist das der Verein 4Motion, zu dem auch das Projekt Pipapo gehört, mit dem die woxx bereits ausgiebig über Drogenkonsum und Cannabislegalisierung geredet hat. mehr lesen / lire plus

Pipapo-Umfrage: Auf welchen Drogen Luxemburg feiert

Alkohol ist wenig überraschend die beliebteste Partydroge unter Luxemburgs Feierenden. Das hat Pipapo in einer groß angelegten Umfrage herausgefunden. Aber das ist nicht die einzige Substanz, die zum Einsatz kommt.

Informationsmaterial, Sticker und Quietscheentchen: Ein typischer Stand von Pipapo.

Zwischen Januar und November 2018 waren die Feierkultur-Expert*innen von Pipapo auf 27 verschiedenen Events wie Konzerten und Festivals und haben insgesamt 2.079 Feierende zu ihrem Drogenkonsum befragt. Wenig überraschend steht Alkohol an erster Stelle: 86 Prozent der Befragten gaben an, in den zwei Wochen vor der Befragung Alkohol konsumiert zu haben.

An zweiter Stelle kommt Tabak (46 Prozent), dicht gefolgt von Cannabis (44 Prozent). mehr lesen / lire plus

Drogen und Feiern: Den Rausch planen

Drogenkonsum gehört für viele zum Feiern dazu. Die Initiative Pipapo setzt sich dabei für einen bewussteren Konsum ein. Ein Interview mit Carlos Paulos, der für eine andere Feierkultur plädiert.

Carlos Paulos leitet das Projekt Pipapo und tritt für eine bewusstere Feierkultur ein. (Foto: Pipapo)

woxx: Das Motto von Pipapo ist „Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll“, aber Drogenkonsum ist dennoch euer Hauptaugenmerk. Warum ist das so?


Carlos Paulos: Drogenkonsum ist oft der Aufhänger, der die meisten Menschen anzieht und sie mit uns ins Gespräch bringt. Wenn es ums Feiern geht, geht es halt immer irgendwie um Drogen und Sex. Und Drogen sind der Hauptfokus unseres Projektes, auch weil wir den Substanzanalyse-Service anbieten. mehr lesen / lire plus

Cannabis-Legalisierung: „Cannabis ist schon längst verfügbar“

Luxemburg überlegt sich ein Modell zur Legalisierung von Cannabis. Die woxx hat sich mit Carlos Paulos vom Projekt Pipapo über die wichtigsten Ratschläge an die Regierung, CBD-Hype und das Reizthema THC-Gehalt.

woxx: Drogenpolitisch dürfte das größte Projekt der blau-rot-grünen Koalition die Cannabis-Legalisierung sein. Wenn ihr der Regierung Dinge mit auf den Weg geben dürftet, was wären eure Ratschläge?
Carlos Paulos: Ich hoffe doch, dass ich an dieser Arbeitsgruppe teilnehmen darf! (lacht) Ich denke aber, eine Legalisierung und Reglementierung durch den Staat würde viele Vorteile mit sich bringen. Zum Beispiel, um eine gewisse Qualität zu garantieren, aber auch um die Situation am Markt zu überwachen. mehr lesen / lire plus

Cannabis : Lëtz make it legal !

Si le nouveau gouvernement tient sa promesse et légalise le cannabis, la question épineuse sera : comment va-t-il s’y prendre ?

Photo : Pixabay

Il aura suffi d’une pétition à succès pour mettre le cannabis dans les programmes électoraux et aussi – comme différents médias l’ont rapporté – dans l’accord de la nouvelle coalition. Ce qui est en somme une bonne nouvelle, vu que le dossier traînait depuis bien trop longtemps et que le gouvernement précédent n’était pas trop connu pour son zèle en ce qui concerne la légalisation, qui forcément ne mettra pas tout le monde d’accord. Gageons que pendant les mois, voire les années à venir, nous aurons droit au retour de toutes sortes d’argumentaires vieillots contre la légalisation. mehr lesen / lire plus

Lachgas als Modedroge unter Jugendlichen?

DP-Abgeordneter Gusty Graas macht sich Sorgen um Jugendliche, die Lachgas inhalieren. Die Gesundheitsministerin sieht die Sache eher gelassen.

Spuren von Lachgas-Drogennutzung nahe einer Schule in Utrecht (NL): Patronen und Luftballons. Foto: CC-BY-SA Hansmuller/Wikimedia.

DP-Abgeordneter Gusty Graas wollte im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch wissen, ob Lachgas eine Modedroge unter luxemburgischen Jugendlichen sei, und wie gefährlich dieser Konsum ist. Das Phänomen ist nicht neu: Bereits im 19. Jahrhundert wurde Lachgas auf Jahrmärkten als Droge zu Vergnügungszwecken benutzt. So kam auch der amerikanische Zahnarzt Horace Wells auf die Idee, das Gas als Narkosemittel bei Zahnoperationen zu nutzen. Die betäubende und schmerzstillende Wirkung war schon bekannt, Wells war jedoch der erste, der Lachgas (im Selbstversuch) als Narkosemittel benutzte. mehr lesen / lire plus

Cannabis : Courage, fumons !

Après le succès inattendu d’une pétition pour la légalisation du cannabis, les partis ont dû faire face à cette demande – et personne ne semble avoir ou vouloir un plan concret pour réaliser une légalisation.

(Wikimedia Commons)

Qui dit que le législateur luxembourgeois ne s’est encore jamais préoccupé de la légalisation du cannabis se trompe. Le 11 janvier 2001, Renée Wagener, alors députée des Verts, déposa la « proposition de loi 4747/00 visant à réglementer la production, la distribution et la vente du cannabis ». Celle-ci prévoyait entre autres la création d’un « Office national du cannabis chargé de délivrer des autorisations légales de production, d’acheter la récolte aux agriculteurs du Grand-Duché qui opteraient pour cette culture et de contrôler la qualité, la quantité et le prix des produits, au niveau de ces producteurs comme des officines publiques décentralisées de revente de cannabis au détail ». mehr lesen / lire plus

Sucht
: „Trinken gehört zum 
guten Ton“

Ob in der Werbung, im Freundeskreis oder beim Familienfest: Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Bis irgendwann wirklich nichts mehr geht. Die woxx hat mit Michèle Pisani, Präsidentin der asbl „Alcool Médicaments Addiction“ (Ama) über Suchttherapie und den Stellenwert des Alkohols gesprochen.

woxx: Die meisten Menschen suchen Ama auf, weil sie alkoholabhängig sind. Ist Alkoholismus tatsächlich stärker verbreitet oder wird er einfach nur weniger tabuisiert als Medikamentenabhängigkeit?


Michèle Pisani: Ich bin mir nicht sicher, ob es ein kleineres Tabu ist. Da man jedoch Medikamente oft auf Rezept erhält, wird eine Abhängigkeit meist erst später als solche erkannt. Wenn jemand regelmäßig Schlafpillen einnimmt, bekommt das niemand mit. mehr lesen / lire plus

Spliffs vom Staatsbeamten?

Die niederländische Regierung will einen Konstruktionsfehler bei der Duldungspolitik der Coffee-Shops beheben. Bislang darf Gras straffrei verkauft, aber nicht angebaut werden. Die Ladenbetreiber*innen müssen also auf dem Schwarzmarkt kaufen. Hier soll der Staat nun selbst in die Bresche springen. Doch Gras vom Gewaltmonopolisten finden längst nicht alle eine gute Idee.

Spliffs aus Staatsanbau? Klingt für manche nach einem Horrortrip. (Foto: pixabay)

Seit Langem gibt es in den Niederlanden ein politisches Tauziehen um die „illegale Hintertür“ der Coffee-Shops. Durch die kommt die Ware herein, die die Geschäfte dann ganz offen verkaufen. Nicht legal, sondern, wie man das dort seit 1977 nennt, „geduldet“. mehr lesen / lire plus

FIXERSTUFF: Les bonnes voix

Les polémiques autour de la « Fixerstuff » de Bonnevoie font rage dans la presse – après les habitan-t-e-s du quartier, c’est au tour des sans-abris de s’exprimer.

Il n’était pas difficile d’anticiper la thématique du nouveau numéro du magazine « Stëmm vun der Strooss » – édité par l’ONG du même nom qui siège à Bonnevoie : la polémique autour de la nouvelle « Fixerstuff ». Ce sujet concerne l’ONG au premier rang. Et ce que ni la presse, ni la « Stëmm vu Bouneweeg » n’ont fait – écouter les soi-disant « fauteurs de trouble – c’est elle qui s’en charge. mehr lesen / lire plus