Podcast-Tipp: Handsome

von | 04.04.2024

Ein Laberpodcast, aber queer, frauendominiert und richtig lustig: Das alles hat „Handsome“ zu bieten; ein Podcast, der vergangenen Sommer von den Komiker*innen Mae Martin, Tig Notaro und Fortune Feimster ins Leben gerufen wurde. Einmal wöchentlich quatschen die drei, die auch privat gut befreundet sind, eine Stunde lang über alles, was ihnen in den Sinn kommt. Ein wenig Struktur gibt es aber dennoch: In jeder Folge stellt eine mehr oder weniger bekannte Persönlichkeit – Eliot Page, Bella Ramsey oder die Indigo Girls, um nur einige zu nennen – den drei Podcaster*innen eine Frage. Auch hier wird ein breites Spektrum an Themen abgedeckt: Es geht um Hellseherei, Intimhygiene, nächtliche Träume und Kreativität. Inwiefern man sich dafür interessiert, was Martin, Notaro und Feimster zu erzählen haben, ist dabei zweitrangig: Ausschlaggebend ist, dass man den Humor und die Gesprächsdynamik der drei zu schätzen weiß. Dann kann man es kaum erwarten bis mit dem Jingle „Haaaaaaandsome Pod. Chatting with friends on the Handsome Pod, chatting with friends on the Handsome Poooood!“ wieder eine weitere Folge eingeleitet wird.

Überall wo es Podcasts gibt.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Wenn die Welt brennt

Fiona Sironics Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ ist in einer Zukunft angesiedelt, die unserer Gegenwart vielleicht näher ist, als wir es wahrhaben wollen.

EDITO

LGBTIQA in Schulen: Viel zu kleine Schritte

Vor einem Jahr befasste sich die Chamber mit zwei Petitionen zu LGBTIQA-Themen im schulischen Bereich. Nun zog sie Bilanz – eine Aufarbeitung der gesellschaftlichen Debatte fand jedoch nicht statt. Für viele queere Menschen in Luxemburg war es ein belastendes Erlebnis: Im Juli 2024 ging die Petition von Hélder Rui de Almeida Neves, die jede...

KULTURTIPP

Expotipp: Theatre of Cruelty

Das monotone, disharmonische Klaviergeklimper im Treppenaufgang zu den Ausstellungsräumen signalisiert den Besucher*innen bereits: Das hier wird unangenehm. Der durch dunkle Vorhänge abgetrennte Hauptsaal führt in die Welt der Grausamkeit des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896–1948), der in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine...

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...