Buchtipp: Elliot Page – Pageboy

von | 01.08.2024

(© S. Fischer Verlag)

In seinen Memoiren erzählt Elliot Page seine Kindheitsgeschichte, seine Jugend und seinen Werdegang in Hollywood bis zu seinem Outing als trans Mann. Er erzählt, wie er in der kanadischen Hafenstadt Halifax aufgewachsen ist, schon früh gemerkt hat, dass er anders ist als andere Kinder, und wie die ersten Schauspielrollen sein junges Leben verändert haben. Besonderen Stellenwert nehmen dabei seine Erlebnisse in Hollywood ein. Dort nehmen starre Geschlechterrollen und Heteronormativität mehr Raum ein, als man glauben könnte. Der Schauspieler berichtet auch von mehreren Situationen, in denen Produzenten oder ältere Schauspieler sexuell übergriffig oder homofeindlich waren. Page geht dabei nicht chronologisch vor, sondern springt immer wieder zwischen Kindheit, Erwachsenenalter und Jugend hin und her. So wechseln sich oft traumatische Erlebnisse, die nur schwer zu verdauen sind, mit freudvollen Erlebnissen wie dem ersten Kuss ab. Pages queere Selbstfindung ist jedoch immer zentral. Auch wenn diese angesichts seiner Berühmtheit sicherlich nicht typisch verlaufen ist, kann daraus einiges gelernt werden. Dazu muss sich der*die Leser*in jedoch auf die etwas chaotische Struktur der Memoiren einlassen können.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Februar 2026: Willis Tipps

Apulische Emotionen Das neue Album San Paolo di Galatina von Maria Mazzotta ist das fünfte seit 2015. Die produktive Künstlerin stammt aus Lecce in Apulien und ist eine ganz große Interpretin des süditalienischen Liedes. Nach ihrer 15-jährigen Zugehörigkeit zur berühmten Gruppe „Canzoniere Grecanico Salentino“ entschloss sie sich, eine...

KULTURTIPP

Expotipp: « La Grande Expo » de MSF

À l’occasion des quarante ans de son implantation au grand-duché, Médecins sans frontières Luxembourg (MSF) convie le public à découvrir « La Grande Expo », à l’abbaye de Neumünster. Cette expo immersive transporte le public au cœur des crises humanitaires et dans le quotidien des équipes de MSF. Accès aux médicaments, migration, zones de...

KULTURTIPP

Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran

„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.