Stromzähler: intelligent und gefährlich?

von | 30.11.2017

In einer parlamentarischen Anfrage wollten déi Lenk-Abgeordnete Marc Baum und David Wagner wissen, wie die Regierung die gesundheitsgefährdenden Auswirkungen „intelligenter“ Stromzähler einschätzt. Sogenannte „smart meters“ kommunizieren mittels Trägerfrequenztechnik (frz. „courants porteurs en ligne“) über die Stromleitung mit der Stromzentrale. Bei dem Verfahren wird elektromagnetische Strahlung an die Umwelt abgegeben – diese Strahlung kann funktechnische Anlagen stören. Außerdem steht sie im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein. In Luxemburg sollen bis 2020 alle Haushalte mit solchen intelligenten Stromzählern ausgestattet sein, die im Viertelstundentakt den Stromverbrauch übermitteln. Wie die jeweiligen MinisterInnen des Staats-, Gesundheits- und Wirtschaftsministeriums in ihrer Antwort mitteilten, soll dadurch eine bessere Auslastung des Stromnetzes erreicht werden, ein Effekt, der auch der Nutzung erneuerbarer Energien zugutekommt. Darüber hinaus könnten EndverbraucherInnen mittels App überprüfen, welche Geräte wieviel Strom verbrauchen. Gefährdung für die Gesundheit sieht die Regierung nach der Auswertung von Messergebnissen aus Frankreich nicht. Dort werden ähnliche Geräte wie in Luxemburg eingesetzt. Dennoch will das Gesundheitsministerium Anfang 2018 diese Annahme in Ein- und Mehrfamillienhäusern mit eigenen Messungen überprüfen.

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