Für Aufregung sorgt der diesjährige „Doing business“-Bericht der Weltbank, eine der wichtigsten Standort-Vergleichsstudien (www.doingbusiness.org). Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB, www.ituc-csi.org) kritisiert in einer Pressemitteilung insbesondere das Kapitel zur Arbeitsmarktregulierung. Die Weltbank setze sich für weniger Arbeitnehmerschutz ein und fordere längere Arbeitszeiten, eine Senkung der Mindestlöhne und eine Vereinfachung von Entlassungen. Länder mit gravierenden gewerkschafts- und menschenrechtlichen Problemen wie Kolumbien, Saudi-Arabien und China werden als „Top-Reformer“ angepriesen. Der IGB empfiehlt der Weltbank, das Kapitel einfach zu streichen.
Halb voll oder halb leer?
Nicht nur der deutsche Bundeskanzler hat seine Probleme mit dem berühmten Glas, das Optimist*innen von jener Gattung Mensch, die immer Trübsal bläst, unterscheiden soll. Da gibt es die schöne Pressehilfe 2.0, und dann soll sie nicht reichen?

