Postliberalisierung unter der Lupe

von | 18.01.2018

Ob die Liberalisierung der Postdienste innerhalb der EU den Kund*innen tatsächlich nur Vorteile gebracht hat, ist schwer zu sagen. Während das Telefonieren ins Ausland billiger wurde, verschwanden bei der Briefpost günstige Tarifkategorien, und gerade die Gebühren für den Auslandsversand zogen kräftig an – die Gewinne des einen Bereichs durften die Verluste des anderen nicht mehr ausgleichen. Die freie Konkurrenz sollte stattdessen dafür sorgen, dass den Kund*innen das günstigste Angebot für die gewünschte Dienstleistung gemacht wurde. Die klassische Post bleibt faktisch Monopolist bei der Briefpost, deren Volumen allerdings kontinuierlich abnimmt. Bei den Paketen, die längst nicht mehr alle nach Hause geliefert werden, sondern von den Kund*innen nicht selten in düsteren, personell unterbesetzten Shops abgeholt werden müssen, spielt die Konkurrenz freilich kräftig mit. Weil dem freien Spiel der Konkurrenz dann doch nicht so ganz getraut wird, wurden überall Kontrollorgane wie das ILR (Institut luxembourgeois de régulation) aus der Taufe gehoben. Der Postdienst funktioniere gut, die europäische Norm werde übererfüllt, heißt es dort: Mit 99 Prozent gelangen weit mehr als die vorgeschriebenen 85 Prozent der national verschickten Briefe innerhalb von zwei Tagen zu den Adressaten. Es gab allerdings Zeiten, als ein abends am Hauptpostamt am hauptstädtischen Bahnhof abgegebener Brief mit ziemlicher Sicherheit am nächsten Morgen auch im hintersten Kaff zugestellt wurde. Wie viele Briefe schon am ersten Tag den Adressaten erreichen, wird vom ILR nicht erhoben, weil die Norm das nicht vorsieht: Der 2-Tagesansatz gilt für das kleine Luxemburg genau so wie für den 80-Millionen-Staat Deutschland oder das großräumige Schweden.

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