Jonk Lénk fordert Ausweisung des türkischen Botschafters

von | 24.01.2018

In einer Stellungnahme zum Einmarsch türkischer Streitkräfte in Nordsyrien fordert die Jugendorganisation unter anderem die Einstellung der diplomatischen Beziehungen zur Türkei.

„Luxemburg muss Stellung beziehen“ heißt es in der Pressemitteilung von Jonk Lénk zu den Attacken der Türkei auf kurdische Positionen in der Gegend um Afrin im Nordwesten Syriens. Dass die Welt, und allen voran Europa, so verhalten auf die Angriffe reagierten, sei ein Armutszeugnis. Auch die Position der luxemburgischen Regierung sei „lamentabel“: von Außenminister Jean Asselborn, der sich gerne als Freund der Kurd*innen inszeniere, sei bisher nicht viel zu hören gewesen.

Die Jugendorganisation, die die Leistungen der kurdischen Miliz YPG und ihrer Fraueneinheiten YPJ im Kampf gegen den IS hervorhebt und auf gesellschaftliche Errungenschaften in den von kurdischen Kräften verwalteten Gebieten verweist, fordert ebenfalls eine Reaktion der luxemburgischen Regierung.

Nicht nur sollen, geht es nach Jonk Lénk, die diplomatischen Beziehungen zur Türkei eingestellt werden, sondern auch der türkische Botschafter in Luxemburg des Landes verwiesen werden. Luxemburg solle sich „offen und ohne zu zögern“ an die Seite der kurdischen Kräfte stellen.

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