„Mini-Crèchen“ zur Bedarfsabdeckung

von | 08.03.2018

„Wir brauchen überschaubarere Strukturen.“ Mit diesen Worten begründete Bildungsminister Claude Meisch am vergangenen Mittwoch die Einführung einer neuen Art von Kindertagesstätten in Luxemburg. Bisher hatten Eltern bei der Kinderbetreuung nur die Wahl zwischen dem Modell der „Tageseltern“, wo bis zu fünf Kinder unterkommen können, und großen Kitas und Maisons Relais, in denen bis zu 200 Kinder betreut werden können. Um das Angebot zu erweitern führt Meisch nun die „Mini-Crèchen“ ein, die durch zwei betreuende Personen betrieben werden können. Diese dürfen maximal elf Kinder zugleich bis zum Alter von zwölf Jahren aufnehmen und zwischen 5 Uhr morgens und 11 Uhr abends geöffnet haben. Vorgesehen sind Programme zur Förderung der Mehrsprachigkeit bei Kindern von ein bis vier Jahren. Zu diesem Zweck muss mindestens eine der beiden betreuenden Personen die luxemburgische Sprache auf C1-Niveau beherrschen. Die Betreuer*innen sind zudem verpflichtet, Weiterbildungskurse im Bereich der sprachlichen Förderung zu absolvieren. Das neue Konzept soll die Implementierung neuer Kitas vereinfachen. Das Bildungsministerium hofft, so dem starken Bedarf an Kinderbetreuung besser gerecht werden zu können.

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