Einknicken vor den Gewerkschaften?

von | 24.03.2011

„Le ministère de l’Eduction nationale décide de suspendre le projet d’introduction de semestres scolaires“ hieß es diese Woche knapp in einem Communiqué des Erziehungsministeriums. Und das obwohl der Vorschlag der Semester – statt der jetzigen Trimester – bei vielen Schulvertretern Anklang fand, so etwa beim Conseil supérieur de l’Education nationale, dem Collège des directeurs oder den Inspektoren. Grund für die Umgestaltung, war der Zeitdruck, der gerade im trimestriellen Kalender entsteht. Um diesen zu senken und um Schüler und Lehrer zu entlasten, wollte das Erziehungsministerium das Schuljahr nur noch in zwei gleich lange Perioden aufteilen. Als Begründung für den schnellen Sinneswandel wird das Treffen mit den Gewerkschaften APESS, FEDUSE, SEW und SNE angegeben, die nicht einverstanden
waren mit der Umänderung aufgrund der damit einhergehenden Umschichtung der Schulferien. Mit der Frage „Wo bleibt das Wohl der Kinder?“ zeigen sich Déi Gréng in ihrer Stellungsnahme erstaunt über die ersatzlose Streichung des Vorhabens – das beweise „dass die Ministerin Mady Delvaux-Stehres (…) nicht die Kraft und den Willen besitzt eine Reform im Sinne des Wohles der Kinder durchzusetzen.“ Die Ministerin lasse sich ihre Reformschritte diktieren, so Déi Gréng, die zudem fordern, dass der ursprüngliche Umänderungsvorschlag dem Parlament zur Abstimmung vorglegt wird. Daneben versteht auch die DP den Rückzieher nicht. Statt die Schuld den Gewerkschaften zuzuschieben, läge das Problem eher darin, dass der Reformvorschlag unausgegoren sei.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Demokratie durch die Gender-Brille

Frauen fühlen sich politisch weniger gut vertreten, bewerten Gleichstellung skeptischer und fordern häufiger gezielte Maßnahmen, während Männer sich stärker für Politik interessieren und dem politischen System insgesamt mehr Vertrauen entgegenbringen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Polindex-Studie 2025, in deren Rahmen zwischen Mai...

NEWS

Les milliardaires nuisent à la démocratie

À l’occasion du Forum économique mondial de Davos, Oxfam publie, comme chaque année, un rapport sur les ultrariches dans le monde. « La fortune des milliardaires a bondi de plus de 16 % en 2025, soit trois fois plus vite que la moyenne des cinq années précédentes, pour atteindre 18.300 milliards de dollars, son plus haut niveau historique »,...

NEWS

Femizid weiterhin kein Straftatbestand

Luxemburgs Regierung sieht weiterhin nicht vor, den Begriff „Femizid“ als eigenständige Straftat ins Strafgesetzbuch aufzunehmen. Dies erklärte Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) vergangenen Dienstag in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Nathalie Morgenthaler. Zur Begründung verweist das...

NEWS

Social : L’accalmie… pour l’instant

Le climat social s’est apaisé avec la nomination de Marc Spautz au ministère du Travail. Représentant l’aile sociale du CSV, il veut restaurer le dialogue entre partenaires sociaux. Mais le thermomètre pourrait grimper sur la question du salaire minimum et surtout sur l’organisation du temps de travail, syndicats et patronat défendant des...