JAPAN: Rauch über dem Reaktor

Noch immer wissen die Manager des Energiekonzerns Tepco und die japanische Regierung nicht, was in den beschädigten Atomkraftwerken von Fukushima geschieht. Eine Katastrophe aber ist bereits eingetreten.

Muss wohl neu geschrieben werden: Der Tepco-Wachstumsplan von September 2010. Der Bericht steht auf der Internetpräsenz des Energiekonzerns zum Download bereit.

Liquidatoren nannte man in der Sowjetunion die Menschen, die in der Nähe des Reaktors von Tschernobyl arbeiten mussten. In Japan werden die Arbeiter, Soldaten und Feuerwehrleute, die eine Kernschmelze in den Reaktoren von Fukushima verhindern und für einen ausreichenden Wasserstand in den Abklingbecken sorgen sollen, nun als „nukleare Samurai“ bezeichnet. Doch an der Freiwilligkeit ihres Einsatzes sind Zweifel aufgekommen, seit am Dienstag bekannt wurde, dass Wirtschaftsminister Banri Kaieda den Feuerwehrleuten von Tokyo eine „Bestrafung“ angedroht hat, falls sie sich weigern sollten, in der Nähe der Reaktoren zu arbeiten. mehr lesen / lire plus

MALEREI: Gevatter Tod

„C’era una volta il West“ gilt vielen als ernst zu nehmender Höhepunkt der Italo-Western-Welle und als Sergio Leones Meisterwerk. Besondere Berühmtheit erlangte das „Lied vom Tod“, mit dem Ennio Morricone eines der bekanntesten Stücke Filmmusik schuf und dem der Film auch seinen deutschen Titel verdankt. Gespielt wird es vom Mann mit der Mundharmonika und kommt im Grunde nur durch schlichtes Ein- und Ausatmen durch die Harmonika zustande. Obwohl der ein oder andere den Film kompliziert und schwer zu verstehen findet ist er doch denkbar einfach aufgebaut, denn Sergio Leone hat nicht nur mit Versatzstücken und Zitaten aus berühmten Vorgängern gearbeitet, sondern auch mit fast allen möglichen Klischees, die einem zum Thema Western einfallen können. mehr lesen / lire plus

CEDRIC KLAPISCH: Une trame peut en cacher une autre

Dans « Ma part du gâteau », Cédric Klapisch raconte l’histoire du fossé de haine qui se creuse entre gagnants et perdants de la mondialisation.

Le trader : ogre ou victime du système qu’il contribue à entretenir ?

Après la fermeture de l’usine dans laquelle elle travaillait depuis près de vingt ans, France (Karin Viard) se retrouve brutalement sans revenus. Lasse d’attendre des indemnités que ses anciens patrons rechignent à reverser, cette quadragénaire divorcée, mère de trois enfants, décide de repartir à zéro. Quittant Dunkerque pour la région parisienne, elle est engagée comme femme de ménage par Steve (Gilles Lelouch), un trader français qui a fait carrière et fortune à la City. mehr lesen / lire plus

AVANT-GARDE: Plus près de toi mon seigneur?

Une fois de plus, des légendes de l’avant-garde vont frôler nos latitudes : « The Young Gods », les pionniers suisses, vont débarquer au 112 de Terville.

Les seigneurs des sampleurs :
The Young Gods.

Pour un projet ambitieux, il faut un nom qui colle et « The Young Gods » semble parfait pour le groupe lancé vers le milieu des années 80 à Genève par trois amoureux de la musique qui se sentaient un peu seuls dans le désert musical que fut l’Europe à ce moment de l’histoire. En empruntant leur nom à une chanson du groupe no-wave – aussi légendaire qu’eux – « The Swans », ils donnent d’emblée la direction du projet : vers de nouvelles rives musicales. mehr lesen / lire plus

GOUVERNANCE MONDIALE: « La démocratisation ne suffit pas. »

Philippe Poirier, 39 ans, enseignant-chercheur en science politique à l’Université du Luxembourg, ne croit pas en un gouvernement mondial. Mais une gouvernance mondiale lui semble indispensable afin de contrôler des évolutions dangereuses pour la démocratie.

woxx : Ce début de siècle est marqué par la mondialisation. Y a-t-il également un renforcement de la coopération internationale, comme le suggère le titre du colloque que vous coorganisez, « Gouvernance mondiale et éthique au 21e siècle » ?

Philippe Poirier : Il y a en tout cas renforcement du multilatéralisme. De 1945 à 1989, on a vécu dans un monde bipolaire. Après la chute du Mur en 89, Francis Fukuyama a même publié le livre « La fin de l’histoire », qui avançait l’idée d’un monde unique. mehr lesen / lire plus

FILM: 3 x Grand

Cette semaine les trois derniers bébés du cerf bleu ont été présentés: des films documentaires sur la Grande Région et son « épopée ».

Le miroir de la Grande-Région est une chose bien complexe, ici dans « Blà, blä, blá ».

Chassez le cerf bleu et il revient au galop. C’est ce que penseront peut-être quelques-un-e-s de celles et de ceux qui iront voir « L’épopée de la Grande Région » au cinéma ces prochaines semaines. Mais qu’est-ce qui se cache derrière ce titre ? L’épopée du preux chevalier qui abattit le cerf bleu pour le manger tout cru ? Non, en fait il s’agit de trois films documentaires qui ont été financés par le budget de l’année culturelle 2007 et qui viennent enfin d’être finalisés. mehr lesen / lire plus

The United States of America – The United States of America

Wir erinnern uns: Vor zwei Monaten verstarb Trish Keenan, Frontfrau der britischen Band Broadcast. In den zahlreichen Nachrufen in der Presse wurde oftmals von Dorothy Moskowitz gesprochen, deren kindlich naiven Gesang sich Keenan angeeignet hatte. Moskowitz war die Sängerin der Band United States of America. Joseph Byrd hatte diese Truppe 1967 mit Filmstudenten (u.a. Moskowitz) gegründet. Byrd studierte Akustik und Psychologie, fühlte sich aber zur psychedelischen und avant-gardistischen Musik hingezogen. Das Leben in einer Kommune und halluzinogene Drogen gehörten auch dazu.
The American Metaphysical Circus, der Titel des ersten Stückes, ist programmatisch für das Album: Infantiler Wahnsinn trifft auf Burleske und das auf allen Ebenen. mehr lesen / lire plus

Traces

Pour fêter ses quinze années d’existence le Casino – Forum d’art contemporain se fait un plaisir mignon et s’offre un magazine. Baptisé Traces, il retrace les activités des dernières années en mettant l’accent sur certains projets et surtout sur l’impact qu’ils ont pu avoir à l’extérieur de notre pays. Que ce soit à la Biennale de Venise ou par des émission sur la Arte TV la réputation du Casino s’est bien répandue en Europe et ailleurs. Le matériel est varié allant d’entretiens entre artistes et curateurs à l’essai en passant par le reportage. De plus « Traces » n’est pas un « one-shot » mais il est prévu d’en faire une édition par an. mehr lesen / lire plus

BILDUNG: Sackgasse Industrie?

Eine „Industrie auf Topniveau“ erfordert qualifiziertes Personal. Um SchülerInnen mit geringer Ausbildung dennoch Möglichkeiten zu eröffnen, muss vor allem die Schule Anstrengungen unternehmen.

Damit Arbeitsplätze in der Industrie besetzt werden können, ist auch die Schule gefordert.

„Ich stehe hier, um Werbung für Industrieberufe zu machen“, stellt die Erziehungsministerin Mady Delvaux-Stehres klar. „Viele junge Menschen und ihre Eltern wissen überhaupt nicht, wie vielfältig die Ausbildungsgänge sind und welche tollen Perspektivien es hier gibt.“

Anlass zu diesen großen Worten gab die Studie „Les qualifications de demain dans l’industrie“ der „Business Federation Luxembourg“ (Fedil), die diese Woche vorgestellt wurde. Diese Untersuchung, die 2010 in Zusammenarbeit mit dem Erziehungs- und dem Arbeitsministerium, der Luxembourg School for Commerce und der Adem durchgeführt wurde, sollte den Bedarf der Unternehmen in puncto Jobprofil ermitteln, um sicherzustellen, dass die SchülerInnen in der Berufsausbildung künftig über die notwendigen Qualifikationen für den Arbeitsmarkt verfügen. mehr lesen / lire plus

LIBYEN: Krieg dem Despoten

„Einrichtung einer Flugverbotszone“ – das Mandat des UN-Sicherheitsrats sagt nichts von einer Ablösung Gaddafis. Und doch will die internationale Koalition daran ihren Erfolg gemessen sehen.

Als Muammar Abu Minyar al-Gaddafi im Dezember 2007 dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy einen Besuch abstattete, hatte er in seinem Handgepäck nicht nur sein eigenes Beduinenzelt, das er neben dem Elysée-Palast aufschlagen ließ, sondern auch eine Bestellung für 10 bis 14 Rafale-Jagdflugzeuge des französischen Herstellers Dassault. Das vielgelobte, aber schwer verkäufliche, weil teure Kriegsspielzeug fehlte bis dato in Gaddafis Sammlung. Sein Erwerb sollte der krönende Abschluss eines mehr als bizarren Staatsbesuches sein.

Der Deal kam zwar in der Folge nicht zustande, doch flogen am vergangenen Samstag trotzdem Rafale-Jäger zu Gaddafi nach Tripolis – allerdings weniger in geschäftlicher denn in „friedensstiftender“ Absicht. mehr lesen / lire plus

FORTBEWEGUNG: Talk talk

Moderne Formen urbaner Mobilität waren das Thema der jüngsten „Cité Talks“-Gesprächsrunde. Doch eine heiße Debatte zu dem interessanten Thema fand nicht statt.

Keinen einzigen Meter Schiene mehr als in den 70er Jahren: Ein modernes schienengebundenes Verkehrsystem lässt immer noch auf sich warten.

Es hätte ein spannender Abend werden können. Die Organisatoren von „Cité Talks“, die Stadt Luxemburg und die Fondation de l’Architecture et de l’Ingénierie, hatten für die Veranstaltung am vorigen Donnerstag das Thema Fortbewegung gewählt. Um eine „neue Kultur der urbanen Mobilität“ sollte es gehen, um Carsharing, autoloses Wohnen in der Stadt, um neue Infrastrukturprojekte im Transportbereich u. a. m. mehr lesen / lire plus

Radfahren gegen das Autofahren

Dass Radfahren Aggressionen hervorrufen kann – zumindest bei Autofahrern, das dokumentieren einige Aufnahmen auf Youtube. Um Konfrontation, Manifestation und Spaß geht es der Bewegung, die sich schlicht „Critical Mass“ nennt, bei der sich Radfahrer treffen, um gemeinsam mit anderen unhierarchisierte Protestfahrten durch die Innenstädte zu tätigen und dabei auf ihre Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen. Die erste Fahrraddemo dieser Art fand vor rund zwanzig Jahren in San Francisco statt. Seitdem treffen sich Radfahrer weltweit, mehr oder weniger regelmäßig (oft am letzten Freitag im Monat) zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Und auch in Luxemburg ist es nun endlich wieder so weit: An diesem Freitag, den 25. mehr lesen / lire plus

Unsere Zukunft ohne Öl

Als Mitte der 90er Jahre die Grünen einen Ölpreis von 100 Franken pro Liter in den Raum stellten, wurden sie von den politischen GegnerInnen in die Mangel genommen und teilweise elektoral arg gebeutelt. Heute kostet der Sprit zwar immer noch keine zweieinhalb Euro, aber die Einsicht, dass ein Ausstieg aus den fossilen Energieträgern auch wegen des Erreichen des „Peak-Oil“ unausweichlich ist, reicht mittlerweile bis in die Chefetagen der Industrie. Um konkrete Strategien zum Ausstieg aufzuzeigen laden deshalb der grüne Europaabgeordnete Claude Turmes und die grüne Chamberfraktion am Donnerstag den 31. März um 18.15 Uhr zu einem Streitgespräch in die Chambre de Commerce. mehr lesen / lire plus

Einknicken vor den Gewerkschaften?

„Le ministère de l’Eduction nationale décide de suspendre le projet d’introduction de semestres scolaires“ hieß es diese Woche knapp in einem Communiqué des Erziehungsministeriums. Und das obwohl der Vorschlag der Semester – statt der jetzigen Trimester – bei vielen Schulvertretern Anklang fand, so etwa beim Conseil supérieur de l’Education nationale, dem Collège des directeurs oder den Inspektoren. Grund für die Umgestaltung, war der Zeitdruck, der gerade im trimestriellen Kalender entsteht. Um diesen zu senken und um Schüler und Lehrer zu entlasten, wollte das Erziehungsministerium das Schuljahr nur noch in zwei gleich lange Perioden aufteilen. Als Begründung für den schnellen Sinneswandel wird das Treffen mit den Gewerkschaften APESS, FEDUSE, SEW und SNE angegeben, die nicht einverstanden
waren mit der Umänderung aufgrund der damit einhergehenden Umschichtung der Schulferien. mehr lesen / lire plus

POLICE: Souffre-douleurs ?

Comme chaque année, l’assemblée générale du syndicat de la police grand-ducale reflète les doléances des forces de sécurité : eux aussi se sentent victimes.

Depuis jeudi matin un message d’excuse s’affiche sur la première page du site du syndicat de la police (SNPGL). En effet, les syndicalistes expriment leurs regrets aux quelques 200 collègues qui ont du faire marche arrière devant la salle comble à Hesperange où s’est tenue la réunion annuelle. Un tel intérêt reflète bien l’inquiétude des forces de police face à leur situation et leur futur.

Comme toujours la police se sent mal-aimée et pas assez valorisée. « Nous ne sommes pas les idiots de la nation », a précisé le président du syndicat Aly Ressel. mehr lesen / lire plus

Kontrolle der Selbstkontrolle

Langsam aber sicher bereitet Ombudsman Marc Fischbach seinen Abgang vor. Die jüngste „recommandation“ an Regierung und Gesetzgeber überschreitet in einem gewissen Sinn den Kompetenzbereich des Luxemburger Ombudsman. Der soll eigentlich nur Beschwerden, die die öffentlichen Dienste betreffen, bearbeiten. Weil Fischbach im Alltag aber mit zahlreichen Anfragen bezüglich bestimmter liberaler Berufszweige – es geht um Anwälte, Gerichtsvollzieher, Notare und Ärzte – konfrontiert wird, bei denen ersichtlich ist, dass die Selbstkontrolle unzureichend funktioniert, soll eine öffentliche Instanz geschaffen werden, die jährlich das Funktionieren der Selbstkontrollmechanismen der freien Berufe überwacht. Dieses Gremium darf dabei nicht in einzelne Fälle eingreifen sondern soll dokumentieren inwiefern die BürgerInnen in einem Beschwerdefall überhaupt Gehör finden, und ihre Anträge in einem akzeptablen Zeitraum bearbeitet und beantwortet werden. mehr lesen / lire plus

Attention et préoccupation

Comme un peu partout dans le monde arabe en ce moment, la situation au Bahreïn a de quoi inquiéter. Enfin, surtout pour le pouvoir en place la situation se dégrade et la minorité sunnite qui gouverne ce petit émirat a peur de la grogne de son peuple, majoritairement chiite. Même l’apport du « savoir-faire » français que leur avait proposé l’ex-ministre des affaires étrangères Michèle Alliot-Marie n’a pas réussi à calmer ses éminences. Finalement, ils ont préféré faire appel à leurs voisins saoudiens, dont les troupes ont tiré à balles réelles sur les manifestants causant de nombreux morts. Or, le Bahreïn ne possède pas uniquement un circuit de formule 1 – resté vide en 2011 -, mais il entretient aussi d’excellentes relations commerciales avec le Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Bordel énergétique

Avec la catastrophe de Fukushima, la question de l’énergie verte est redevenue une triste actualité. Aussi au Luxembourg, où le ministre de l’économie Jeannot Krecké s’est empressé de faire la pub pour l’énergie verte d’Enovos sur RTL et d’annoncer une campagne pour « une autre consommation » avec cette même firme. Une annonce qui a fait bondir les autres fournisseurs d’énergie verte comme Sudstroum et Eida qui sont déjà minoritaires par rapport à Enovos. Ainsi Paul Kauten, l’administrateur d’Eida – qui ne fournit que de l’énergie renouvelable – a rappelé lors d’une conférence de presse cette semaine les liens par trop étroits qui lient le ministère à Enovos. mehr lesen / lire plus