Ombudsman: Es gibt nichts zu feiern

von | 28.10.2011

Bei der Vorstellung seines siebten und letzten Jahresberichtes verteilte Médiateur Marc Fischbach in der Chamber noch einmal schlechte Noten. Dass die Familienministerin von Familien, die ihre Kinder wegen besonderer Probleme in ausländischen Institutionen betreuen lassen müssen, eine finanziellen Beteiligung abverlange, während bei Eltern mit Kindern in Luxemburger Strukturen die Kosten ganz vom Staat übernommen werden, hält er für unannehmbar. Ähnlich streng ist sein Urteil bezüglich der Arbeitsmedizin: Arbeitsunfähig geschriebene Arbeitnehmer hätten keine Einspruchsmöglichkeit – ein Verstoß gegen geltendes Recht, der früher oder später vor dem Menschenrechtsgerichtshof in Strasbourg landen wird. Generell kritisiert Fischbach die bei Verwaltungen vorherrschende Tendenz, Bürger über Entscheide nicht, oder unverständlich zu informieren, was das Ungerechtigkeitsgefühl verstärke. Seinem Nachfolger wünscht Fischbach eine Ausweitung des Kompetenzbereiches auch auf nicht staatliche, aber öffentlich wirkende Instanzen, wie zum Beispiel die liberalen Berufe. Deren Selbstkontrolle funktioniere vielfach ungenügend, und ein Blick von außen könnte Missstände aufspüren helfen. Auf die Einladung des Chamberpräsidenten, auf Fischbachs Abschied gebührend anzustoßen, reagierte dieser mit Kopfschütteln:
Er wisse nicht, was es da zu feiern gebe.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

« Il faut assurer l’effectivité de la directive »

L’Initiative pour un devoir de vigilance et la Commission consultative des droits humains (CCDH) ont présenté dix recommandations afin d’assurer « l’effectivité » de la transposition de la directive européenne sur le devoir de vigilance. Actuellement, les victimes de violations de droits humains ou environnementaux survenues au long des...

NEWS

Klima-Aktion zur „Rentrée“ am Sonntag

Das Klimakollektiv (Kliko) ist wieder aktiv: Nach einer rund einjährigen Pause rufen die Aktivist*innen zusammen mit „Move“, der Jugendorganisation des Mouvement écologique, zu einer satirischen Aktion auf. Pünktlich zur „Rentrée politique“ organisieren die beiden Gruppen am Sonntag dem 13. September „eine Art Tafelrunde“, um auf die Folgen...

NEWS

PISA 2025 : pas seulement interdire le smartphone

Les résultats de PISA 2025, publiés le 8 septembre 2026, confirment un recul des compétences au Luxembourg, qui suit la même tendance que les autres pays de l’OCDE. En lecture, le pays chute de 470 points (2018) à 443 points, soit un retard de plus d’une année scolaire. Depuis 2015, la part des lecteur·rices en difficulté a augmenté de 13...