Ohrfeige für Contergan-Geschädigte

von | 07.09.2012

„Unschädlich wie Zuckerplätzchen“ – so hatte der deutsche Arzneimittelhersteller Grünenthal sein Medikament Contergan beworben. Von 1957 bis 1961 galt der Wirkstoff Thalidomit als harmlos und wurde vor allem bei Schwangerschaftsübelkeit empfohlen. Tausende hatten das Medikament eingenommen. Mit verheerenden Folgen: In schätzungsweise 10.000 Fällen weltweit kam es zu schweren Missbildungen an Embryonen. Lange wies der Pharmakonzern jede Schuld von sich, nach über 50 Jahren hat er sich nun erstmals bei den Opfern entschuldigt und eine Bronze-Skulptur – ein auf einem Stuhl sitzendes Mädchen ohne Arme und mit fehlgebildeten Füßen – gestiftet. Finanzielle Zugeständnisse gab es nicht – das Unternehmen hat in der Vergangenheit Entschädigungsforderungen stets zurückgewiesen. Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie legt offen, dass die bislang durch Steuermittel finanzierte maximale Rente für Geschädigte von 1.100 Euro viel zu niedrig ist, um die Folgeschäden aufzufangen. So ist die lauwarme Entschuldigung von Grünenthal ein Zugeständnis an die Öffentlichkeit, gegenüber den Geschädigten aber in ihrer Folgenlosigkeit eine Ohrfeige.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSTRANSPORT

Transports : Quand les trains arriveront à l’heure

En raison de travaux de maintenance et de modernisation des infrastructures, la circulation des trains entre le Luxembourg et ses trois pays voisins a été et continue d’être fortement perturbée cet été. Au grand dam des frontaliers et frontalières, qui ont le sentiment de revivre le même scénario chaque année.

NEWS

Wegen der Dürre: Flexiblere Regeln für Betriebe

Am vergangenen Mittwoch hat Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) Entlastungen für landwirtschaftliche Betriebe angekündigt. Die anhaltende Dürre sei eine „außergewöhnliche Wetterbedingung“, so das Ministerium nach einem Treffen mit der Landwirtschaftskammer. Deshalb sollen nun flexiblere Regeln gelten, damit Landwirt*innen eine...

NEWS

FORUM 451 : des pistes pour surmonter la crise climatique

Après une édition portée sur la canicule et sur les conséquences tragiques du changement climatique en général, Forum transmet, dans son numéro de septembre, un peu d’espoir. Sur la une, les nervures d’une feuille bien verte sont autant de chemins pour sortir de la crise. Face au « feu qui couve et qu’il est difficile d’éteindre », des...