(lm) – „Durch einen Seiteneingang, der durch einen kleinen Laden führt, betreten die Männer das gediegene Bankhaus. ‚Man hätte von Weitem erstmal gedacht, wir sind einkaufen gegangen.‘“ Kein Finanz-Thriller, sondern ein Bericht des NDR mit dem Titel „Bankhaus hilft Göttinger Steuerhinterziehern“ vom vergangenem Donnerstag. Die Szene erzählt von einem der beteiligten Geschäftsleute, spielt 2003 in Luxemburg, wo das Bankhaus Lampe einen Einzelhandelsladen als Schutz vor dem deutschen Fiskus benutzte. Doch die Bank mit dem Motto „Für Wenige Besonderes leisten“ hatte noch mehr zu bieten: Die Geschäftsleute, so berichtet der NDR, konnten aus dem Sortiment von auf Vorrat angelegten Briefkastenfirmen die Offshore-Firma „Armadale“ auf Mauritius auswählen. Auf deren Konten wurden in den folgenden Jahren 1,4 Milliarden Euro in bar eingezahlt und ein Bankberater kaufte sogar im Kundenauftrag eine 4.500-Euro-Uhr – laut einem vom NDR zitierten deutschen Steuerfahnder eine krasse „Beihilfe zur Steuerhinterziehung“. Dies sei Teil des Geschäftsmodells solcher Firmen, so der Steuerfahnder. Und Teil des Geschäftsmodells des Luxemburger Finanzplatzes, möchte man hinzufügen.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

