FOTOGRAFIE: Bunt die Welt, Luxemburg lustlos

Die Galerie Am Tunnel zeigt die Retrospektive „Bernd Schuler: Portraits and Landscapes 1973-2013“.

Uschi Obermeier – Munich 1973

Liest der Besucher das bedeutungsvolle Wort „Retrospektive“ im Titel der Ausstellung, ist er geneigt anzunehmen, eine besondere Berühmtheit sei auf dem Boden, oder besser im Untergeschoss, der verschlafenen Hauptstadt Luxemburg gelandet. Doch dem ist keineswegs so. Bernd Schuler entpuppt sich nach einer erfolglosen Google-Suche als ein Nobody, als Jemand ohne Wikipedia-Eintrag. Trotzdem gönnt die BCEE dem Fotografen aus Gemersheim eine Retrospektive. Das ist mutig, ja fast verwegen.

Viele von Schulers Fotos sind bunt, quietschig und schick. Besonders „Galli Domestici“ und „Recreation II“ veranschaulichen Absurditäten des alltäglichen Lebens. mehr lesen / lire plus

REBECCA ZLOTOWSKI: Amour nucléaire

« Grand Central » marque le retour du réalisme social dans le cinéma. Rebecca Zlotowski réussit le pari de renouveler le genre sans pourtant le trahir.

Une histoire d’amour qui ne sert que de prétexte pour mieux montrer les conditions de travail abominables dans lesquelles doivent travailler et survivre les ouvriers précaires du nucléaire.

L’entretien d’embauche se fait, en passant, dans un couloir. « Tu comprends l’anglais ? » « Non », répond Gary. Mais peu importe, on le console d’un « Ça ira » lapidaire. Le désintérêt du recruteur en dit long sur l’attractivité du job : assurer des petits travaux d’entretien dans une centrale nucléaire. Sans diplôme, Gary (Tahar Rahim) accepte de travailler dans un contexte à haut risque. mehr lesen / lire plus

KUNSTAKTION: Kunst oder Kommerz?

„Good Bye Monopol“ ist nichts völlig Neues. Will Kreutz hat das Konzept schon vergangenes Jahr in Differdingen mit Erfolg umgesetzt: die Transformation einer Gewerbefläche in eine Kunstplattform. Damit das Projekt sich trägt, bedarf es allerdings wieder kommerzieller Werber …

„Transformation before demolition“ lautet das Motto. Das klingt cool, ein bisschen nach Großstadt und Abriss und nach alternativer Nutzung. Dahinter verbirgt sich das erfolgreiche Konzept von Will Kreutz, in einem alten Monopol-Supermarkt ein Kunst-Happening zu veranstalten – eine Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz, die allerdings schon einmal gut funktioniert hat. „Wir dachten uns, es wäre interessant, wenn wir uns das Gebäude vornehmen könnten, bevor es abgerissen wird, um damit diese doch sehr bekannte und auch sentimental belegte Marke Monopol, die vor einigen Jahren verschwand, noch einmal aufleben zu lassen. mehr lesen / lire plus

GRIECHENLAND: Der endlose Albtraum

Angesichts des fortdauernden wirtschaftlichen Desasters in Griechenland flankiert die Regierung ihre Sparmaßnahmen mit zunehmender Repression. Derweil setzt die linke Partei Syriza auf einen Wechsel der Strategie.

Hat keine Idee, wie seine Partei auf die Krise antworten könnte:
Alexis Tsipras, Vorsitzender der linken Syriza.

Die wirtschaftliche Lage ist finster. Die griechischen Staatsschulden sind auf über 190 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gewachsen, das um 6,5 Prozent geschrumpft ist. Allein für die 2012 fälligen Zinszahlungen benötigte die Regierung 100 Millionen Euro, zugleich bleiben die Erlöse aus Privatisierungen weit hinter den Erwartungen zurück. Bereits im Juni scheiterte der erhoffte Verkauf des staatlichen Erdgas-Unternehmens Depa für 900 Millionen Euro an den russischen Konzern Gazprom. mehr lesen / lire plus

LINKE IN DER LSAP: Harte Zeiten

Fast alle Parteien versuchen, die Mitte des politischen Spektrums zu besetzen. Dabei entferne sich die LSAP von ihrer Basis und könne nur verlieren, mahnen linke Kritiker. Derzeit stehen sie auf verlorenem Posten.

Spitzenkandidat ohne Alternative? Auch Danton, Marat und Robespierre sind leider tot. (FOTO: SIREN-COM / WIKIMEDIA)

„Ich werde Premierminister“, hatte Etienne Schneider vor einem Monat selbstsicher verkündet. Wie das gehen soll, weiß allerdings niemand. Derzeit wird die Option einer rot-blau-grünen „Anti-CSV-Koalition“ (woxx 923) von keiner Partei offensiv vertreten – dass sie realisiert wird, ist damit recht unwahrscheinlich. Sollte es dagegen zu einer Neuauflage der großen Koalition kommen, so könnte die LSAP kaum den Anspruch auf den Posten des Premiers erheben. mehr lesen / lire plus

SYNDICALISME: Le droit au désaccord

En automne 2013 n’auront pas seulement lieu les élections parlementaires anticipées, mais aussi les élections sociales. Mais ce n’est pas la seule raison pour laquelle le travail syndical reste d’actualité, trouve Jean-Claude Bernardini.

A l’OGBL. Jean-Claude Bernardini est à la fois un des vice-présidents et sécrétaire central du syndicat sidérurgie et mines. (Photo: OGBL)

woxx : Vous venez ce matin d’une nouvelle réunion avec les responsables d’Arcelormittal, avant de vous revoir devant le conciliateur le 17 septembre. Avez-vous obtenu quelques avancées ?

Jean-Claude Bernardini : Oui et non. Sans aller dans les détails, nous avons fait une contreproposition à leur position. Une position qui consistait en une dégradation – qu’ils appellent ?modernisation` mehr lesen / lire plus

MECO UND WAHLEN: 64 Seiten Nachhaltigkeit

Mit einem umfassenden Forderungskatalog und konkreten Vorschlägen zur Regierungs(um)bildung meldet sich die Umweltgewerkschaft zu Wort.

Der um ein halbes Jahr vorverlegte Wahltermin verlangt auch der Zivilgesellschaft einiges ab: Während sonst die Diskussionen mit den Parteien zu ihren inhaltlichen Vorstellungen über Monate im voraus geplant und vorbereitet werden, musste es diesmal ganz schnell gehen. Schon im Juli hatte der Mouvement Ecologique die internen Beratungen über seine Forderungen abgeschlossen und diese in großen Zügen den Parteien – vor deren Programmdebatten – unterbreitet. Jetzt liegt die umweltpolitische Fleißarbeit in Form einer 64-seitigen Broschüre vor – vorläufig nur auf Deutsch. An einer französischen Ausgabe wird fieberhaft gearbeitet. mehr lesen / lire plus

CATTENOM: Demo am 14. September

Nach zahlreichen Pannen und Zwischenfällen im AKW Cattenom rufen das Internationale Aktionsbündnis gegen Cattenom (IAC) und Sortons Du Nucléaire Moselle auch in diesem Jahr wieder zur Demo „CATTENOM NON MERCI“ auf.

Der Demozug versammelt sich am Samstag, den 14. September um 14 Uhr in Metz auf der Place de la République und zieht nach einer Eröffnungskundgebung mit RednerInnen aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland durch die Metzer Innenstadt.

Nach dem Brand im Juni und den rund 60.000 ausgelaufenen Litern Salzsäure verstärkt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern der Großregion der Eindruck, dass die Sicherheit von Leib und Leben nicht mehr ausreichend gewährleistet ist. mehr lesen / lire plus

WAHLEN UND SREL-AFFÄRE: Geheim? Gewurstelt!

Was sind die wichtigsten Themen des Wahlkampfes? Die Srel-Affäre gehört jedenfalls dazu, weil sie entlarvt, wie in Luxemburg Politik gemacht wird.

„Alles nur Wahltaktik! Gibt’s nichts Wichtigeres?“ – wer derzeit eine weitere Aufklärung der Srel-Affäre fordert, muss mit solchen Einwänden rechnen. Und sie sind begründet. Politisch engagierte Zeitgenossen, die das Thema so knapp vor den Wahlen anschneiden, versprechen sich davon häufig eine in ihrem Sinne vorteilhafte Wirkung auf das Ergebnis. Aber zu enthüllen, mit welcher Uhr das ominöse Juncker-Mille-Gespräch seinerzeit aufgenommen wurde, ist nicht wirklich relevant. Eine Diskussion über Luxemburgs Zukunftschancen in einer von der Finanz- und Wirtschaftskrise erschütterten Welt wäre tatsächlich wichtiger. mehr lesen / lire plus

Forum Nr. 332

(Stephanie Majerus) – „Jenseits der Nischenpolitik“ oder „Demokratische Teilhabe“ lauten die Titel zweier Beiträge zum public forum, das von der Zeitschrift Forum am 8. Juli im Exit07 organisiert wurde. Anknüpfend an die dort vorgenommene Erörterung des verbreiteten Vertrauensverlusts in den luxemburgischen Rechtsstaat – zu dem es kam, nachdem im Frühling die dunkleren Aspekte der informellen Polit-Klüngeleien aufgedeckt worden waren -, entstand das Dossier der neuen Ausgabe zur „politischen Kultur“. Michel Pauly eruiert in seinem Artikel „In der demokratischen Realität angekommen“ rückblickend die Skandale um die Geheimdienstaffäre und gibt eine Prognose zum Wahlverlauf am 20. Oktober ab. Auch Ben Fayot zieht Bilanz, wie der Titel  „Rares Ruptures – Les six crises gouvernementales du Grand-Duché du Luxemboug (1919-2013)“ nahelegt. mehr lesen / lire plus

Steuerflucht: Mein Name ist Lampe

(lm) – „Durch einen Seiteneingang, der durch einen kleinen Laden führt, betreten die Männer das gediegene Bankhaus. ‚Man hätte von Weitem erstmal gedacht, wir sind einkaufen gegangen.‘“ Kein Finanz-Thriller, sondern ein Bericht des NDR mit dem Titel „Bankhaus hilft Göttinger Steuerhinterziehern“ vom vergangenem Donnerstag. Die Szene erzählt von einem der beteiligten Geschäftsleute, spielt 2003 in Luxemburg, wo das Bankhaus Lampe einen Einzelhandelsladen als Schutz vor dem deutschen Fiskus benutzte. Doch die Bank mit dem Motto „Für Wenige Besonderes leisten“ hatte noch mehr zu bieten: Die Geschäftsleute, so berichtet der NDR, konnten aus dem Sortiment von auf Vorrat angelegten Briefkastenfirmen die Offshore-Firma „Armadale“ auf Mauritius auswählen. mehr lesen / lire plus

Nuqudy.com : le scandale continue

(lc) – On n’est pas encore sorti de l’auberge en matière de scandales entourant le Srel, voire Cargolux. La piqûre de rappel provient de « nuqudy.com », un site d’information basé au Moyen-Orient, et qui se dit fournisseur des « trois choses dont les investisseurs arabes ont vraiment besoin : l’information, la communauté et la culture ». Certes, l’article sur la corruption au grand-duché, soupçonnant entre autres un trafic de cigarettes à destination de l’Iran couvert par les plus hautes instances, contient tous les ingrédients du mauvais journalisme – pas de nom d’auteur, ni d’indication d’où les informations pourraient provenir. Il a néanmoins réussi à semer la panique dans les couloirs des ministères, ne serait-ce que pour des questions d’image. mehr lesen / lire plus

PIRATES: Opération Strasbourg

Les pirates européens montent à l’abordage du Parlement européen, le premier d’ailleurs dans lequel ils avaient réussi à infiltrer un des leurs. La fondation du parti des pirates européen au Luxembourg est aussi un signe de l’importance de la branche locale.

Vote à main levée : les pirates européens rendent hommage à la démocratie de base.

On s’était attendu à du champagne et des huîtres, mais, finalement, devant la petite salle du premier étage à l’abbaye de Neumünster ne traînaient que quelques bouteilles d’eau plate entamées, et visiblement réservées aux membres des partis réunis ici pour décider du manifeste pour un parti pirate européen. mehr lesen / lire plus

Maison de l’orientation en construction

(Max Doerner) – Au Luxembourg le taux de jeunes au chômage dépasse ce mois les 19 pour cent ! La « maison de l’orientation » censée pallier ce problème est le sujet d’une question du député libéral André Bauler, qui demande aux ministres concernés de tirer un premier bilan de la structure. Derrière la façade de l’immeuble sur la place de l’Etoile se cachent cinq services, spécialisés dans la consultation et l’accompagnement des jeunes, autrefois séparés. Les jeunes y sont encadré, entre autres par l’Action locale pour jeunes, le service d’orientation professionnelle de l’Adem et le SNJ en matière d’orientation professionnelle. Cependant, sans direction et sans projet de loi, la maison reste à la recherche d’une politique commune, et la structure actuelle peut donner lieu à des rivalités entre services. mehr lesen / lire plus

Portes ouvertes à l’ADR

(lc) – En psychologie, on appellerait cela déni de la réalité. L’ADR, qui est certainement le parti le plus mal en point pour les élections législatives d’octobre, semble vouloir opérer un retour aux sources tout en s’ouvrant à toutes les coalitions possibles. Ainsi, les anciens « Kompetent a konsequent » se veulent maintenant « Eierlech, sozial, lëtzebuergesch » selon le nouveau slogan présenté cette semaine. Ainsi jouent-ils la carte du nationalisme en se posant comme défenseurs des valeurs luxembourgeoises par excellence : la langue et l’« identité », en s’opposant diamétralement au droit de vote des étrangers. Mais ils vont aussi pêcher à gauche en refusant toute manipulation de l’index. mehr lesen / lire plus

Bourses étudiantes – L’Unel s’en mêle

(Stephanie Majerus) – Il y a deux mois, la Cour de justice de l’Union européenne est parvenue à la conclusion que l’aide financière de l’Etat pour les études supérieures – depuis 2010 sous le ministre Biltgen cette aide est constituée d’une bourse et d’un prêt – ne pouvait se limiter aux résidents du Luxembourg, mais devrait aussi être accordée aux enfants des frontaliers qui poursuivent des études. Le montant de la bourse s’élèvera environ à 3.000 euros par semestre pour 2013-2014, mais une réforme de la loi est prévue pour après les élections. Pour présenter ses propositions de réforme, l’Unel (Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg) a tenu une conférence de presse ce jeudi. mehr lesen / lire plus