(avt) – Die Parteien verteilen fleißig Werbebroschüren, promoten aggressiv ihre KandidatInnen und trommeln zur Europa-Wahl, doch an Werbung in Leichter Sprache hat niemand gedacht. Auf dem „Einberufungsschreiben”, das eingeschriebene EU-BürgerInnen per Post erhalten, sind die Modalitäten der Wahl aufs umständlichste erklärt – selbst für Menschen ohne Lernbeeinträchtigung eine Zumutung. Auf ihren Web-Seiten bieten die Parteien weder barrierefreie Dokumente noch Vorlese-Programme an. Am Wahlsonntag erst wird sich herausstellen, welche Gemeinden überhaupt mit einem Rollstuhl zugänglich sind. Immerhin stellt die Stadt Luxemburg einen Wahlbus bereit, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die Partizipation zu erleichtern. Die DP hat als einzige Partei zu ihren Europa-Wahlveranstaltungen eine Gebärdensprachübersetzung bereitgestellt. Sie ist auch die einzige Partei, die mit Claudia Monti, der Präsidentin des Integrationsdienstes, zumindest eine Kandidatin mit Behinderung auf ihrer Wahlliste hat. So mahnt die „Agency for Fundamental Rights“ (FRA) in einem Kommuniqué dass administrative und räumliche Barrieren rund 80 Millionen EU-BürgerInnen von den Wahlen ausschließen werden. Damit sie politisch teilhaben können, bedarf es des Abbaus von Barrieren – auf allen Ebenen.
WHO erinnert an Notlage im Sudan
In einem Statement vom vergangenen Samstag erinnert der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, an die aktuelle Notlage im Sudan. „Der Sudan steht vor einer der schwersten humanitären und gesundheitlichen Notlagen der Welt. Mehr als 33,7 Millionen Menschen – über die Hälfte der Bevölkerung des Landes...

