Gläsernes Luxemburg

von | 13.06.2014

(dw) – Luxemburg hat’s besonders schwer erwischt. In drei Fällen hat die Europäische Kommission ein förmliches Prüfverfahren eingeleitet. Es geht um steuerliche Vereinbarungen mit Unternehmen, die als staatliche Beihilfen gewertet werden könnten. Am Pranger stehen neben Luxemburg mit der Firma Fiat Finance and Trade, Irland (Apple) und die Niederlande (Starbucks). Allein gegen Luxemburg wurde jedoch zusätzlich ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Der zuständige Kommissar Joaquín Almunia fahndet seit Monaten nach selektiven Steuervergünstigungen, mit denen verschiedene Mitgliedstaaten multinationale Konzerne auf ihr nationales Territorium locken. In diesen konkreten Fällen bestehe der Verdacht, dass die Unternehmen deutlich weniger Steuern zahlen als andere, sagte der Kommissar am Mittwoch in Brüssel. Während die Niederlande und Irland die Fragen der Kommission umfassend beantworteten, sei die Kooperation mit Luxemburg weitaus weniger gut gewesen, so Almunia. Das Großherzogtum habe seiner Behörde nur einen sehr kleinen Teil der nötigen Informationen zur Verfügung gestellt und die Qualität sei nicht die beste gewesen. Er habe den Luxemburger Finanzminister direkt darüber informiert, betonte der Spanier. Als dies jedoch auch folgenlos blieb, habe er gegen Luxemburg ein Verfahren wegen Vertragsverletzung eingeleitet. Das Prüfverfahren habe nichts mit der Klage Luxemburgs vor dem Europäischen Gerichtshof zu tun und werde unabhängig davon laufen, erläuterte Almunias Sprecher nach der Pressekonferenz gegenüber der woxx. Mit dem Argument, Steuerfragen seien eine nationale Angelegenheit hatte Finanzminister Pierre Gramegna Ende April angekündigt, vor Gericht prüfen zu lassen, ob die Kommission das Recht hat, solche Informationen anzufordern.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

EU-Return-hubs: Erste Ausfahrt Ruanda

Nun also doch Ruanda: Mehrere EU-Mitgliedstaaten verhandeln mit der dortigen Regierung, um in dem Land ein erstes „Rückkehrzentrum“ für abgewiesene Asylsuchende (return hub) einzurichten. Bereits Mitte November könnte ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet werden.

NEWS

Santé ! Mais à quel prix ?

Près de 190 millions d’euros de déficit attendus en 2027. Pour redresser les comptes de l’assurance maladie-maternité, le gouvernement mise sur une hausse des cotisations et un objectif de 95 millions d’euros d’économies structurelles.

NEWS

Warnung vor Laufzeitverlängerung von Cattenom

Die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ warnt erneut vor einer Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Cattenom nahe der luxemburgisch-französischen Grenze. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass es quasi unmöglich ist, den Reaktor auf den geforderten Sicherheitsstandard zu bringen.

NEWSSOZIALES

CSL et Méco : Plaidoyer pour une transition juste

À l’occasion d’une conférence de presse commune, la Chambre des salariés (CSL) et le Mouvement écologique (Méco) ont présenté leurs positions sur deux projets majeurs pour la mobilité : le leasing social pour véhicules électriques et la réforme de la fiscalité des voitures de société.