Diskriminierung von Alleinerziehenden

von | 05.11.2018

45 Prozent der Einelternfamilien in Luxemburg leben unter der Armutsgrenze. Um dem entgegenzuwirken fordert das „Collectif monoparental“, Alleinerziehende der Steuerklasse 2 zuzuordnen.

© pixabay

Verheiratete Paare werden im Vergleich zu Alleinerziehenden steuerlich stark bevorzugt. In einem offenen Brief an die kommende Regierung fordert das „Collectif monoparental“, dem entgegenzuwirken. Zurzeit fallen Alleinerziehende in die Steuerklasse 1A, verheiratete oder gepacste Paare mit oder ohne Kinder dagegen in die Steuerklasse 2. Das sei darauf zurückzuführen, dass Alleinerziehende und ihre Kinder nicht als Familien anerkannt seien, heißt es im Brief. Diese immer noch vorherrschende Abgrenzung würde Einelternfamilien stark benachteiligen.

Es wird gefordert, Einelternfamilien ebenfalls der Steuerklasse 2 zuzuordnen, den „crédit d’impôt monoparental“ zu vervierfachen und den „crédit d’impôt salarial“ zu verdoppeln. Alle Bedingungen, um Steuerkredite zu erhalten, sollen zudem abgeschafft werden.

11 Prozent der Luxemburger Haushalte setzen sich aus Alleinerziehenden und ihren Kindern zusammen. Davon leben 45 Prozent unter der Armutsgrenze. Das „Collectif monoparental“ bittet die Parteien deshalb darum, sein Anliegen sowohl in den Koalitionsverhandlungen als auch im Regierungsprogramm zu berücksichtigen.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #375 – Wéi hëtze mir an der Zukunft?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Gas a Masutt ginn de Moment erëm méi deier, well Krich am noen Osten ass. Dat wier nieft dem Klimaschutz e weidere Grond, fir esou séier wéi méiglech op aner Methode fir ze Hëtzen ëmzeklammen. Bis 2050 wëll Lëtzebuerg...

POLITIK

Devoir de vigilance : Un lobbying si difficile à avouer

Le gouvernement a été ciblé par un groupe d’entreprises en majorité américaines pour tenter d’infléchir sa position européenne sur le devoir de vigilance des multinationales. Luc Frieden le reconnaît laborieusement, mais refuse de divulguer le nom des entreprises rencontrées par le gouvernement.