Doch kein Examensboykott?

von | 28.11.2014

(da) – „Die Attacken der Regierung auf eine bestimmte Berufsgruppe sind an Niederträchtigkeit kaum zu überbieten.“ Klare Worte von Apess-Präsident Daniel Reding gab es am Dienstag. Ohne jegliche Rücksprache mit den Gewerkschaften und ohne Vorwarnung habe die Regierung angekündigt, im Sekundarschulbereich nur noch die tatsächlich geleisteten Stunden bezahlen zu wollen (woxx 1294). Dadurch würden die Lehrer abgestraft werden, die sich durch ihr Engagement auszeichnen würden – die Lehrer von Abschlussklassen, so Reding. „Man glaubt es kaum – diese Regierung ist noch schlimmer als die der CSV“ polterte er. Als Reaktion auf die angekündigte Maßnahme hatten mehrere Lehrerkomitees entschieden, zu einem Boykott der Abschlussexamen 2015 aufzurufen. Der Premierminister hatte ihnen daraufhin vorgeworfen, die Schüler in „Geiselhaft“ nehmen zu wollen. „Wer ist hier eigentlich der Geiselnehmer?“ fragte Daniel Reding und unterstrich, dass die Regierung durch solch „perfide“ Aussagen versuche, die gewerkschaftlichen Freiheiten zu untergraben. „Wir werden diese Attacke auf die Abschlussexamen nicht hinnehmen!“ rief er aus – mit Erfolg. Nach einem Treffen mit Claude Meisch am Tag darauf hieß es, die Idee eines Examensboykotts sei bis auf Weiteres vom Tisch. Gänzlich zufrieden sei man aber nicht mit den Kompromissvorschlägen des Ministers.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSSOZIALES

CSL et Méco : Plaidoyer pour une transition juste

À l’occasion d’une conférence de presse commune, la Chambre des salariés (CSL) et le Mouvement écologique (Méco) ont présenté leurs positions sur deux projets majeurs pour la mobilité : le leasing social pour véhicules électriques et la réforme de la fiscalité des voitures de société.

NEWS

EU-Kommission: Kohle für den Warlord

Die Europäische Union wird von nun an nicht nur die international anerkannte libysche Übergangsregierung in Tripolis, sondern auch den Warlord Khalifa Haftar unterstützen, dessen Parallelregierung in Bengasi sitzt. Das geht aus einem Brief hervor, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Vorabend des EU-Gipfels in Brüssel an die...

NEWS

Der Computer kennt nichtbinäre Geschlechteridentität

Das Luxemburger Personenstandsregister hat neben „männlich“ und „weiblich“ eine dritte Möglichkeit für einen Geschlechtseintrag. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage von Claire Delcourt (LSAP) hervor. Darin erklärt Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin (DP), dass das nationale Register der natürlichen Personen (RNPP)...

NEWS

Droit de vote à 16 ans : Déi Gréng relancent le débat

Les jeunes de 16 et 17 ans pourront-iels voter aux élections communales de 2029 ? C’est ce que défendent Déi Gréng dans une proposition de loi déposée le 13 octobre par Sam Tanson et Djuna Bernard. L’inscription automatique resterait néanmoins fixée à 18 ans, et l’âge minimal pour se porter candidat·e ne changerait pas. Mieux vaut y aller...