Debatte: EU-Freihandel versus Nachhaltigkeit

von | 11.01.2019

Fairtrade Lëtzebuerg und das Büro des Europäischen Parlaments in Luxemburg laden am 21. Januar zu einer Podiumsdiskussion über den Zusammenhang zwischen Freihandelsabkommen der EU und dem Streben nach ökologischer Nachhaltigkeit.

Die Europäische Union verhandelt derzeit mehr als ein Dutzend Freihandelsabkommen. Unter anderem Japan, verschiedene Ländern des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN), sowie Mexiko und die Mercosur-Länder stehen auf der Liste. In der Debatte über mehr oder weniger Freihandel oder Protektionismus nimmt auch die Frage über eine nachhaltige Entwicklung immer mehr Raum ein. Es geht dabei nicht nur um rein ökologische Fragestellungen, auch Menschen- und Arbeitnehmerrechte sind in den Focus geraten.

Die federführenden Regierungen sagen sich entschlossen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die vielzitierten Sustainable Development Goals (SDG), erreichen zu wollen. Die international operierenden Unternehmen sehen sich auch zunehmend in der Pflicht, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Die Organisator*innen der Podiumsdiskussion stellen deshalb die Forderung nach einer entsprechenden Handelspolitik, die eine Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit fördert, auf.

In den Freihandelsabkommen finden sich zwar auch Kapitel über nachhaltige Entwicklung, doch es stellt sich die Frage ob diese lediglich eine Art Zubehör zur Gewinnmaximierung oder gar reine Ausschmückung sind. Oder können sie doch so ausgeführt werden, dass die Abkommen einen tatsächlichen Beitrag zum Erreichen der SDG leisten können?

Die Podiumsdebatte, die am Donnertag, dem 21. Januar  ab 18h30 im Auditorium des Cercle-Cité in Luxemburg-Stadt stattfindet, wird von Christian Felber eingeleitet. Es ist nicht der erste Auftritt des Buchautors, Hochschullehrers und Initiators der „Gemeinwohl-Ökonomie” in Luxemburg. Woxx-Leser*innen dürfte er durch seine Publikationen inzwischen bekannt sein (woxx.lu/tag/christian-felber/)

Die anschließende Debatte wird von der woxx-Kollegin Danièle Weber moderiert. An ihr nehmen, neben Christian Felber, die Europaabgeordneten Charles Goerens (DP) und Christophe Hansen (CSV) sowie die Ökonomin Sarah Mellouet (Fondation Idea asbl) teil. Ein Abschlussstatement liefert Jean-Louis Zeien, Präsident von Fairtrade Luxemburg.

Die Konferenz sowie die anschließende Debatte sind auf zwei Stunden angesetzt und werden in deutscher Sprache abgehalten. Dabei ist eine französische Simultanübersetzung vorgesehen.

Obligatorische Anmeldung per E-Mail an epluxembourg@ep.europa.eu oder per Telefon (+352 43 00-2 25 97) vor dem 15. Januar. Der Eingang zum Cercle-Cité befindet sich auf Nummer 3, rue Génistre, einen Steinwurf vom „Weltbuttek“ entfernt.

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