Honduras
: Chronik eines angekündigten Mordes

In Honduras wurden im März bereits zwei Mitglieder der Menschenrechtsorganisation COPINH getötet. Diese wehrt sich unter anderem gegen ein internationales Staudammprojekt. Der honduranische Staat versucht, die Vereinigung zu kriminalisieren.

Wegen ihres Engagements gegen 
ein Staudammprojekt in Honduras ermordet: Berta Cáceres, Umwelt-
aktivistin und Gründerin der Menschenrechtsorganisation COPINH. (Foto: Felipe Canova, CC BY-NC 2.0)

Wegen ihres Engagements gegen 
ein Staudammprojekt in Honduras ermordet: Berta Cáceres, Umwelt-
aktivistin und Gründerin der Menschenrechtsorganisation COPINH. (Foto: Felipe Canova, CC BY-NC 2.0)

Die letzten Wochen von Berta Cáceres erinnern an einen düsteren Umweltthriller, soweit man den Schilderungen der US-amerikanischen Antimilitarisierungsorganisation „SOA-
Watch“ folgt. Morddrohungen seitens Angestellter der Staudammgesellschaft DESA und angeheuerter Paramilitärs, Verfolgungsjagden über Serpentinen durch ausgedehnte Pinienwälder im Bundesstaat Intibucá, Cyberangriffe und internationale Verleumdungen durch die vermeintliche Umwelt-NGO „Forest Monkey Consulting“, die lokalen indigenen Widerstand für große Unternehmen aushebelt. mehr lesen / lire plus

MITTELAMERIKA / USA: Hinter den Vorhängen

Immer mehr Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika fliehen vor Gewalt und Armut in Richtung USA. Oft landen sie auf sich allein gestellt in Abschiebegefängnissen. Doch die Abschottung der Aufnahmeländer kann die Ursachen für die Migration nicht beseitigen und die Flucht bleibt lebensgefährlich.

Ritt auf der „Bestie“: Auf dem Dach von Güterzügen treten verzweifelte Mittelamerikaner die Flucht in die USA an – auch Kinder sind während des lebensgefährlichen Trips häufig ganz auf sich allein gestellt.
(Foto: Internet)

„Die Kinder haben ein Recht auf Asyl“, konstatiert Pater Richard Estrada. Diese Tage ist er in Mexiko unterwegs, um Verbündete für ein internationales Netzwerk zum Schutz der Kinder aus Mittelamerika zu suchen. mehr lesen / lire plus

GUATEMALA: Weltmarkt und Landraub

An diesem Sonntag entscheidet eine Stichwahl über den nächsten Präsidenten von Guatemala. Zu einem Boykott der Wahlen hat allein „Hijos“ (Kinder) aufgerufen. Die woxx sprach mit Roberto Mendez, der aus Angst vor Repression den Namen seines ermordeten Onkels benutzt.

Demonstration im Jahre 2007 in Guatemala-Stadt. Der 36 Jahre währende Bürgerkrieg forderte zwischen 150.000 und 250.000 Tote und unzählige „Verschwundene“.

woxx: Warum hat Hijos zu einem Boykott der diesjährigen Präsidentschaftswahlen aufgerufen?

Roberto Mendez: Es gibt keine Partei, die ein Programm vorgestellt hat, das die ökonomische und politische Unabhängigkeit Guatemalas anstrebt. Alle Parteien unterstützen die Einbindung Guatemalas in den Weltmarkt und wollen die gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklung des Landes weiter vorantreiben, die die Mehrheit der Gesellschaft in extremer Armut belässt. mehr lesen / lire plus