SOZIALWAHLEN: Uni hinkt hinterher

Die Uni Luxemburg hat bisher keine Personalvertretung. Das soll sich nun ändern. Zur rechten Zeit: Einem Teil der ForscherInnen droht unter Umständen eine Gehaltskürzung.

Die Uni Luxemburg: kein Vorzeigemodell in Sachen Sozialdialog. Eine Personalvertretung gibt es bisher nicht.

„Für mich ist das alles neu.“ Martin Uhrmacher ist Delegierter des „personnel scientifique et académique“ an der Universität Luxemburg und einer der Uni-Angestellten, die sich derzeit Gedanken über die bevorstehenden Sozialwahlen machen. Wie viele an der Luxemburger Hochschule ist er als Ausländer nicht mit den hiesigen Arbeitsgesetzen vertraut. „Es gibt hier kaum Angestellte, die sich in Sachen Personalvertretung auskennen.“ Ein zweistündiges Gespräch mit einem Vertreter der „Inspection du travail et des mines“ (ITM) schaffte Abhilfe und informierte zumindest über die Grundlagen. mehr lesen / lire plus

MILCHSTREIK: Kurzsichtige Milchbauernrechnung

Ein Teil von Luxemburgs Milchbauern zeigte sich solidarisch mit den Kollegen in Deutschland und streikte für einen fairen Milchpreis. Ob es einen solchen jedoch auf dem hiesigen Milch-Markt geben kann, ist fraglich.

Streikt der Bauer, hat die Kuh noch lang nicht frei.

„No milk today, my love has gone away …“. Als die adretten Milchbubies der Band „Herman’s Hermit“ 1966 mit ihrem Song auf Platz zwei der deutschen Charts landeten und sich zwölf Wochen lang in den Top Ten hielten, ahnten sie wohl kaum, dass dieser Hit einmal kämpferisch auf Demos aus Lautsprecherboxen ertönen würde.

Der Ohrwurm ist dieser Tage in Deutschland und Luxemburg auf Kundgebungen von protestierenden Milchbauern zu hören. mehr lesen / lire plus

EU & GENTECHNIK: Versteckspiel der Kommission

Die EU-Kommission hat die Entscheidung über die Zulassung von drei neuen Genpflanzen vertagt. Ein historischer Kurswechsel, findet Greenpeace-Luxemburg. Andere sind weniger euphorisch.

Für ein „Luxembourg sans maïs Monsanto“ demonstrierten am Montag vor einer Woche Greenpeace-AktivistInnen in der Stadt. (Fotos: Greenpeace)

Ein paar Säcke voller Mais, in eine überdimensionale Schablone in Schuhform vor den Roude Pëtz mitten in die Großgasse hin gekippt: fertig ist die Luxemburger Mais-Landkarte. Die Körner sind bislang clean, damit das so bleibt, verteidigen kleine Luxemburger Bauern, Konsumenten und Gemeindevertreter ihr Land gegen den riesigen Stelzenmann mit Zylinder. Ihn hat die Firma Monsanto losgeschickt, um im Großherzogtum neue Absatzmärkte für Genmais zu erobern. mehr lesen / lire plus

PESTIZIDE IM WEIN: Gefährlich oder unbedenklich?

Die Pestizidfunde in europäischen Weinen können dem Menschen nicht schaden, sagt die Weinlobby. Die kritischen NGOs halten die Ende März veröffentlichte Studie dennoch für aussagekräftig.

„Es handelt sich um eine Hetzkampagne gegen europäischen Wein“, lautet der Vorwurf, den die EU-Abgeordnete Astrid Lulling in ihrer unnachahmlich empörten Manier auf ihrer Internetseite zum Ausdruck bringt. Diese Woche hat sie sich für ihre ansonsten als One-Woman-Show ausgestrahlte Dok-TV-Sendung die deutsche CDU-Politikerin Christa Klass an ihre Seite geholt. Klass ist ebenfalls Europa-Abgeordnete, Berichterstatterin im Europaparlament für die EU-Pestizid-Rahmenrichtlinie und zudem Winzerin an der Mosel. Mehr noch: Sie ist in diesem Fall eine direkt Betroffene. Denn unter den 40 Weinen, welche im März unter der Regie des „Pestizid Action Network“ (PAN) auf Pestizid-Rückstände getestet wurden, ist ein Riesling aus ihrer Kellerei dabei. mehr lesen / lire plus

20 JAHRE BIOLANDBAU: Erwachsen, aber nicht ausgewachsen

Luxemburgs Biolandwirtschaft wird dieses Jahr 20. Anlass zu feiern gibt vor allem die stetig steigende Nachfrage. Trotzdem blieb der Bioboom bei den hiesigen Bauern bislang aus.

Nicht immer der kürzeste, ökologisch korrekte Weg bis zum Marktstand: Auch von der guten Bio-Gromper wird nach Luxemburg mehr importiert als hierzulande auf dem Feld angebaut.

Mit zwölf Betrieben fing es 1988 an, heute wirtschaften in Luxemburg 72 Bauernhöfe nach den Regeln des ökologischen Landbaus. Knapp drei Prozent der gesamten Äcker, Wiesen und Weiden im Großherzogtum wurden in den vergangenen 20 Jahren auf „bio“ umgestellt. Damit liegt Luxemburg unter dem europäischen Durchschnitt: 3,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in der EU werden derzeit biologisch bewirtschaftet. mehr lesen / lire plus

EXIT GHOST: Fortsetzung des Massakers

Unverblümt, verzweifelt, aufbrausend und resigniert: Philip Roths neuer Roman liefert noch einmal einen unbedingt lesenswerten Einblick in die Leiden des Alters.

„Das Alter ist keine Schlacht; das Alter ist ein Massaker“, schrieb Philip Roth in seinem vorletzten Roman „Jedermann“. Eine Erkenntnis, die der 75-jährige amerikanische Autor in „Exit Ghost“ gnadenlos weiter entwickelt. Dazu gehört, dass man auch in diesem Buch über altersrelevante Themen wie Impotenz und Inkontinenz vielleicht ein wenig mehr erfährt, als man wissen möchte. Doch in der unverblümten Darstellung der schmerzhaften Realität offenbart Roth einmal mehr sein großes erzählerisches Können.

„Die bittere Hilflosigkeit eines alten Mannes, der nichts so sehr ersehnte, als wieder vollständig zu sein.“ mehr lesen / lire plus

UNI LETZEBUERG: „Mehr Qualität statt Quantität“

Zur Person:
Der 59-jährige Rolf Tarrach übernahm am 1. Januar 2005 die Nachfolge des verstorbenen François Tavenas. Der deutsch-
stämmige Spanier war vorher Professor für Physik und Vize-Rektor an der Universität Barcelona.
(Foto: Christian Mosar)

woxx: 4.059 Studenten haben sich zum Wintersemester an der Uni Luxemburg eingeschrieben. Das sind 708 mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs von 21,5 Prozent ist viel höher als erwartet. Die Uni hat Platzprobleme. Wie viel mehr Studenten kann sie noch verkraften?

Rolf Tarrach: Wir haben jetzt schon hier und da Container aufgestellt. Im Vierjahresplan hatten wir bis Ende 2009 etwa 4.500 Studenten vorgesehen. Dem jetzigen Trend nach werden wir bis dahin 5.000 Studierende an der Uni haben. mehr lesen / lire plus

SPIELSUCHT: Rien ne va plus

Auf über 4.000 wird hierzulande die Zahl der Menschen geschätzt, die spielsüchtig sind. Das Problem wird dennoch kaum wahrgenommen, Spiel-Junkies haben nur wenig Anlaufstellen. Ein Gespräch mit Betroffenen.

„Faites vos jeux“: Wenn die Kugel in die Rille fällt, geht nichts mehr. Spieler, die in die Suchtspirale geraten, spielen so lange, bis sie verlieren. (Fotos: stoneflower/jasonwell)

„Am Höhepunkt meiner Sucht war ich 300 Tage im Jahr im Casino.“ Rolf (*) blickt zurück. Noch vor anderthalb Jahren drehte sich sein Leben nur um eines: Glückspiel, genauer gesagt Roulette. Das Ambiente am Spieltisch, die Adrenalinstöße beim immer höheren Setzen und die Glücksgefühle beim Gewinnen – all das hatte es ihm angetan. mehr lesen / lire plus

GENTECHNIK: To ban or not to ban

Bis kommenden Mittwoch haben die EU-Staaten Zeit, internationale Handelsbarrieren aufzuheben. Die WTO droht mit Strafen in Milliardenhöhe. Betroffen sind unter anderem Gentech-Produkte. Doch in diesem Punkt sind sich die 27 EU-Staaten gar nicht einig.

Man sieht ihm nix an: Genmais sieht aus wie herkömmlicher Mais. In der EU wurden in diesem Jahr über 100.000 Hektar Land mit solchem Bt-Mais bestellt. (Foto: transgen)

Das gibt es selten: Umweltschutzgruppen rufen dazu auf, einen EU-Kommissar zu unterstützen. „Aidez-nous à sauvegarder l`Europe des OGM!“, steht etwa auf der Homepage von Greenpeace-Luxemburg. Zum „wir“ gehört in diesem Fall neben der Anti-Gentechnik-Lobby auch Umweltkommissar Stavros Dimas. Ihm soll nun durch möglichst viel Post an den Rest der Kommission der Rücken gestärkt werden. mehr lesen / lire plus

EU-LOBBYING: Gute Lobby, schlechte Lobby

In Brüssel lungern sie zu Tausenden in den Gängen: die Lobbyisten, die sich mal für die Umwelt, mal für die Industrie engagieren. Seit Jahren wird versucht, mehr Transparenz in den Lobby-Dschungel zu bringen.

Vier NGO wollen ihn finden, den schlimmsten EU-Lobbyisten des Jahres 2007.
Wer sich mit dem Titel schmücken darf, bestimmt eine internationale Wählerschaft im Internet.

Wer wird diesmal Sieger werden? Das deutsche Automobil-Trio aus BMW, Daimler und Porsche, das erbittert um jedes Gramm Kohlendioxid kämpft, das seine Autos noch ausstoßen dürfen? Oder aber die Agentur Cabinet Stewart, der getarnte Think Tank, in dem sich engagierte Gegner des Kyoto-Protokolls zusammengefunden haben? mehr lesen / lire plus

PESTIZIDE: Schattenkämpfe im Parlament

Spannung in Straßburg: Wird der Entwurf für eine striktere Pestizid-Regelung im Plenum Bestand haben? Dafür setzte sich im Umweltausschuss die Abgeordnete Erna Hennicot ein – und bekam kräftig Gegenwind aus den eigenen Reihen.

Welche Strategie die Europäische Union anwenden wird, damit weniger Gift auf Äckern
und Wiesen landet, ist
noch ungewiss.
(Foto: johnnyalive/flickr)

Eine Erdbeere, die es in sich hat: Rückstände aus 14 verschiedenen Pestiziden fanden Umweltschützer in der kleinen Frucht aus Belgien, die sie im Sommer in einem GB-Supermarkt gekauft hatten. Dieser Laden befand sich nicht irgendwo, sondern mitten im Brüsseler Parlamentsgebäude in der rue Wiertz. Im Früchtekorb, der ins Labor wanderte, lagen auch Orangen, Trauben, Äpfel, Aprikosen und Birnen. mehr lesen / lire plus

IMMIGRATION: Buhlen um die beste Arbeitskraft

Die EU-Kommission will mit einer „Blue Card“ die Einwanderung von Fachkräften erleichtern. In Luxemburg platzt der Vorschlag mitten in die Diskussion um das neue Immigrationsgesetz.

Der für Immigrationsfragen zuständige delegierte Außenminister Nicolas Schmit sieht keinen Widerspruch zwischen einer Blue Card und dem geplanten Luxemburger Gesetz. (Foto: SIP)

„Wir werden sie die blaue europäische Arbeitskarte nennen, die die betreffende Person dann mit einer Reihe von Rechten ausstattet.“ EU-Innen- und Justizkommissar Franco Frattini kündigte am vergangenen Freitag in Lissabon das europäische Pendant zur US-amerikanischen Greencard an. Mit der Blue Card sollen Fachkräfte aus Drittstaaten in einem Schnellverfahren Zugang zu den Arbeitsmärkten in der EU erhalten. mehr lesen / lire plus

UNI LETZEBUERG: Klassische Studienwahl

Die Zahlen zur Rentrée académique zeigen: LuxemburgerInnen wählen ihr Studium nach altbewährtem Muster aus. Frau Ingenieur ist nach wie vor ebenso eine Seltenheit wie der Herr Französischlehrer.

262 junge Männer machten sich im Studienjahr 2006/2007 auf, ein Ingenieursstudium zu absolvieren, darunter mischten sich gerade einmal 30 weibliche Kommilitoninnen. Auch in der Informatik bleibt die männliche Bastion uneinnehmbar: Unter den 301 Studierenden tummelten sich lediglich 36 Frauen. Ähnlich, nur umgedreht ist das Verhältnis beim Pädagogik-Studium: Mit 670 zu 192 führten die Frauen hier das Feld an. Im Bereich der Sprachen und der Literatur kommen auf 415 Frauen nur 142 männliche Studenten. Unter Luxemburgs Studierenden ist die Welt der Geschlechterverhältnisse noch in Ordnung. mehr lesen / lire plus

EINWANDERUNG: Immigrant auf Zeit

Die EU-Migrationspolitik bestand jahrelang vornehmlich im Kampf gegen illegale Immigration. Nun soll über legale Einwanderung diskutiert werden. Auch in Luxemburg.

Der delegierte Außenminister Nicolas Schmit besuchte in Montenegro ein Projekt zur Förderung der ländlichen Entwicklung im Norden des Landes.
(Foto: Danièle Weber)

„Zu einer besseren Kontrolle der illegalen Immigration gehört die Organisation der legalen Einwanderung“, stellte der delegierte Außenminister Nicolas Schmit anlässlich seiner Reise nach Montenegro in der vergangenen Woche fest. Das bedeute, „dass man den Leuten sagen muss, dass es auch die Möglichkeit gibt, nach Luxemburg zu immigrieren“.

Würden diesen Worten Taten folgen, wäre dies eine fast schon fundamentale Richtungsänderung in der Luxemburger Immigrationspolitik. mehr lesen / lire plus

UNIVERSITÄT: Personalpraxis ungeklärt

Es tut sich was an der Uni Luxemburg: Das Personal will sich organisieren. Als erstes wird das heiße Eisen der befristeten Verträge angepackt.

Der moderne Uni-Alltag erfordert zunehmend flexiblere Forscher. (Foto: CNRS)

Unter anderem ein Urteil des Verwaltungsgerichts vom 6. Februar hatte die Diskussion wieder ins Rollen gebracht: Dem Verdikt nach müssen Chargés de Cours nach 24 Monaten festangestellt werden. Betroffen ist allerdings längst nicht nur das Lehrpersonal der staatlichen oder kommunalen Schulen, auch an der Uni Luxemburg sind „Contrats à durée déterminée“ (CDD) an der Tagesordnung. Wie mit diesen Verträgen umgegangen werden soll, ist jedoch sowohl der Verwaltung wie auch den Angestellten oftmals unklar. mehr lesen / lire plus

KLIMASCHUTZ: Kampf gegen Windmühlen

Waldsterben ist „out“, Klimaschutz dafür so „in“ wie noch nie. Doch Luxemburg versucht weiter bloß, sich aus der Affäre zu ziehen.

Das Klima ist vielleicht doch noch zu retten. Laut „Luxemburger Wort“ stehen wir allerdings „erst am Anfang“. Denn in den siebziger und achtziger Jahren wurden „die Umweltbewegungen von der offiziellen Politik als unreifes Protestiervölkchen nicht weiter ernst genommen“, analysierte Léon Zeches vergangenen Samstag im Leitartikel die Lage, ohne dabei die Meinung seiner Zeitung in dieser Epoche zu reflektieren. „Es hätte nie so weit kommen dürfen“, so die heutige Erkenntnis des Wort-Direktors, es sei jetzt notwendig, „die Verdienste als treibende Kraft der damals jungen ökologischen Bewegung zu unterstreichen. mehr lesen / lire plus

KLIMA-WANDEL: Konkurs angemeldet

Trotz Pleitebekenntnis des Premiers, wird sich möglicherweise auch in den nächsten 20 Jahren in der Luxemburger Klimaschutzpolitik nicht viel ändern.

War es der warme Winter, der die Welle der Einsicht in die EU-Politik fließen ließ? Plötzlich scheinen selbst die hartnäckigsten Leugner einer sich anbahnenden Klimakatastrophe das zu glauben, was sie noch vor wenigen Monaten als Hirngespinst und Panikmache abtun wollten. Wird sich das Klima in der europäischen Energiepolitik nun ändern? Bleibt dem Planeten der emissionsbedingte Klimawandel etwa doch erspart?

Für die Beantwortung der ersten Frage bedarf es weit weniger hellseherischer Fähigkeiten als für die der zweiten. Denn trotz aller Einsicht und großer Betroffenheit bei den zuständigen PolitikerInnen: Die Gefahr, dass auf europäischer Ebene ein plötzlicher Aktivismus ausbricht, ist auch Fünf vor Zwölf noch gering. mehr lesen / lire plus

ASYL UND HAFT: Skandale in Schrassig

Ein Knastausbruch sorgt zwar für mehr Wirbel als ein in den Flammen umgekommener Flüchtling. Dennoch sitzt Frieden fest im Sattel. Einziger Hoffnungsschimmer für inhaftierte Asylbewerber: ein historisches Urteil des Verwaltungsgerichtes.

Abgelehnte Asylbewerber gehören nicht ins Gefängnis. Das widerspricht dem Luxemburger Rechtssystem. Diese nicht sehr überraschende Feststellung machte das Verwaltungsgericht am 15. Februar und befand, dass der gegen die Haft seine Haftbedinggungen im Rahmen einer Abschiebung klagende Tunesier sofort freigelassen werden muss. Ein Urteil, das hierzulande angesichts der seit Jahren herrschenden Zustände leider als „historisch“ bezeichnet werden kann.

Ein Urteil auch, das (hoffentlich) nicht ohne Folgen bleiben wird. Denn die Begründung des Gerichts, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit verstoße gegen die Menschenrechte, trifft nicht nur auf den Kläger zu. mehr lesen / lire plus

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG: Unbequeme Provo-Runde

Nicht akademisch, sondern praktisch soll sie sein, die Arbeit des nun präsentierten Hohen Rates für nachhaltige Entwicklung. Die personelle Zusammensetzung ist zumindest originell, die Zielsetzung vielseitig.

„Diesmal haben wir nicht die gute alte ‚méthode luxo-luxembourgeoise‘ angewandt“, betonte Umweltminister Lucien Lux, als er der Öffentlichkeit am Montag Luxemburgs neuesten Expertenrat präsentierte. In den „Conseil supérieur pour le développement durable“ wurde nicht die klassische Besetzung aus Patronat und Gewerkschaft berufen, sondern Persönlichkeiten „choisies en raison de leur compétence et expérience en matière de développement durable“ – so wie es auch das entsprechende Règlement Grand Ducal vom 14. Juli 2005 vorsieht.

Dabei stellte der Regierungsrat einen ungewöhnlich bunten Mix an Personen zusammen. mehr lesen / lire plus

PESTIZIDE: Kontrolle: Mangelhaft

In der EU werden Jahr für Jahr mehr Pestizid- Rückstände in Lebensmitteln gemessen.
Luxemburg bekam von der Kommission schlechte Noten für die Qualität der Labor- Analysen. Darüber diskutierte nun die Chamberkommission.

Bis vor kurzem wurde der Einsatz von Pestiziden in Luxemburg von Zollinspektoren kontrolliert, die laut EU-Kommission „für diese Aufgabe nicht ausreichend geschult worden sind“. (Foto: Hilde Leubner)

Wer suchet, der findet: Ob heutzutage unser Obst und Gemüse mehr Spuren von Spritzmitteln enthalten, oder ob lediglich gründlicher danach gesucht wird, ist schwer zu sagen. Zweifellos ist die Zahl der analysierten Stoffe in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Die Labors verfügen in der Regel über eine verbesserte Analytik, das heißt sie können wesentlich mehr Stoffe nachweisen. mehr lesen / lire plus