Auf arte.tv: „Chinas ungeliebte Frauen“

Die Dokumentation „Chinas ungeliebte Frauen“ ist ergreifend: Sie porträtiert junge Frauen und Männer, die von der verzweifelten Suche nach Ehepartner*innen getrieben sind.

Die Doku „Chinas ungeliebte Frauen“ offenbart, welch hohen Stellenwert Heirat für manche chinesische Familien hat. Auf ledigen Frauen und Männern lastet ein hoher Druck, der einen als Zuschauer*in mitnimmt. (Fotos: Arte)

Qiu Huamei, Mitte dreißig und ledig, sitzt einer Partnervermittlerin gegenüber. Sie beschreibt selbstbewusst, was ihr in einer Beziehung wichtig ist: Der Mann soll die Frau respektieren und sich an der Hausarbeit beteiligen. Die Partnervermittlerin hakt ungeniert nach, ob Huamei ihren letzten Partner zur Hausarbeit gezwungen habe. mehr lesen / lire plus

„Pflegearbeit darf keiner Kosten-Nutzen-Rechnung unterliegen“

CID – Fraen an Gender und die Stadt Luxemburg organisieren am Mittwoch, dem 17. Juni, eine Video-Konferenz zum Thema Pflege und strukturelle Gewalt. Die Gästeliste verspricht unterschiedliche Perspektiven, die Veranstalter*innen mehr als das gemeinsame Bedauern der Umstände.

„Das soll keine One-Shot-Konferenz sein“, sagt Isabelle Schmoetten, Politikbeauftragte des CID – Fraen an Gender, im Interview mit dem Radiosender 100,7. „Die Konferenz soll Denkanstöße geben, die zur nachhaltigen Veränderung der Situation führen sollen.“ Gemeint ist die Video-Konferenz zu struktureller Gewalt in der Pflege, die am Mittwoch, dem 17. Juni um 17 Uhr via Zoom stattfindet. Drei Referent*innen sprechen mit Anne Schaaf, Moderatorin der Konferenz, über verschiedene Aspekte des Themas. mehr lesen / lire plus

Kartheiser will petzen

Die Regierung will Asylsuchenden, die sich irregulär in Luxemburg aufhalten, während der Pandemie die Angst vor medizinischen Untersuchungen aus Furcht vor administrativen Sanktionen nehmen. Fernand Kartheiser interessiert sich hingegen mehr für die Anzeigepflicht der Staatsangestellten.

Der Abgeordnete Fernand Kartheiser (ADR) tut sich scheinbar schwer damit zu akzeptieren, dass es keine Straftat ist, sich irregulär in Luxemburg aufzuhalten. Anders lässt sich nicht erklären, dass der Politiker bereits zum zweiten Mal bei der Regierung nachhakt, wie es in dem Kontext um die Anzeigepflicht der Staatsangestellten steht.

Im Zuge der sanitären Krise haben sich Außenminister Jean Asselborn und Gesundheitsministerin Paulette Lenert an den luxemburgischen Flüchtlingsrat gewandt. mehr lesen / lire plus

Back to Office: Wie sich die Arbeitswelt weiterdreht

Monate im Homeoffice, dann zurück ins Büro: Psychische und technische Probleme sowie Fragezeichen in Sachen Arbeitsrecht belasten die Betroffenen. Die Chefetagen entscheiden, das Ministerium für Soziale Sicherheit pennt.

Wer zurück ins Büro muss, entscheidet in den meisten Fällen die Chefetage. 
Eine Rücksprache mit den Angestellten gibt es oft nicht. (CC BY Quinn Dombrowski SA 2.0
)

„Ich fahre ins Büro, um acht Stunden aus dem Fenster zu starren“, sagt Margot*, „weil mein Büro für die neuen Arbeitsabläufe nicht ausgestattet ist. Der Mehrwert, dass ich vor Ort bin, liegt bei Null.“ Margot arbeitete während der Ausgangssperre ausschließlich von zuhause aus. Sie ist nicht die Einzige: Nach einer Umfrage des Statec arbeiteten zwischen Anfang April und Ende Mai dieses Jahres 48 Prozent der 2.000 Befragten komplett und 21 Prozent gelegentlich im Homeoffice. mehr lesen / lire plus

Pride ohne Equality March? Nicht in Luxemburg

Zu einer Pride Week gehört ein Equality March. Darüber sind sich die Veranstalter*innen der Luxembourg Pride einig. Doch wie soll das in Zeiten der sanitären Krise klappen? Digital.

CC BY Denise Coronel
SA 2.0

Die Veranstalter*innen der Luxembourg Pride trotzen dem Verbot von Großveranstaltungen in Zeiten der sanitären Krise: Sie rufen queere Menschen und ihre Unterstützer*innen zum digitalen Equality March auf. Wer Farbe bekennen will, kann sich mit queerfreundlichen Fahnen, Symbolen oder Botschaften ablichten – kurze Videos zwischen 10 und 15 Sekunden sind ebenfalls erwünscht – und das Ergebnis an das Team der Luxembourg Pride (info@luxembourgpride.lu) weiterleiten oder in die Cloud hochladen. mehr lesen / lire plus

Netflix-Doku Circus of Books: Unsere Eltern aus dem Schwulenpornoladen

Die Netflix-Dokumentation Circus of Books porträtiert die Familie Mason. Ihre Geschichte ist Porno, ambivalent und emotional.

Der Schwulenpornoladen Circus of Books wurde 2020 von Chi Chi LaRues aufgekauft: Neben High-End-Sextoys stellen dort nun auch queere Künstler*innen aus. (Quelle: Netflix)

„Rachel, das wird ein langweiliges Video“, sagt Karen Mason und füllt einen Krug mit Wasser. Das Bild ist verpixelt. Die Kameraführung schlecht. Hinter der Linse: Ihre Tochter Rachel, die Jahre später in der Netflix-Doku Circus of Books Regie führen wird. Mit Zirkus hat die Dokumentation wenig zu tun, dafür aber mit dem gleichnamigen Pornoladen in der Nähe von Los Angeles: Karen und Barry Mason, Rachels Eltern, verkauften von 1982 bis 2019 Hardcore-Schwulenpornos, Sextoys und queere Literatur in West Hollywood. mehr lesen / lire plus

Nach schweren Vorwürfen: Jean-Paul Grün gibt Leitung des CIPA Blannenheem ab

Jean-Paul Grün, Direktor des CIPA Blannenheem in Rollingen, wurde vergangene Woche scharf von Familienmitgliedern der Bewohner*innen kritisiert. Heute gab der Verwaltungsrat der Lëtzebuerger Blannenvereenegung Grüns Rücktritt bekannt.

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Letzte Woche erhoben Familienangehörige der Heimbewohner*innen des CIPA Blanneheem in Rollingen schwere Vorwürfe gegen die Heimleitung: Es ging unter anderem um fehlende Kommunikation, um eine Räumungsdrohung und um gestrichene Leistungen. Auch der ehemalige Direktor des Blannenheem, Roger Hoffmann, übte in den Medien Kritik an seinem Nachfolger. Nun kündigt der Verwaltungsrat der Lëtzebuerger Blannenvereenegung in einer Pressemitteilung den Rücktritt von Jean-Paul Grün an. Christian Ehrang, ehemaliger Direktor unterscheidlicher Betreuungsstrukturen für Senior*innen, übernimmt vorübegehend die laufenden Geschäfte. mehr lesen / lire plus

OGBL zeigt Wohnungsbauministerium Gelb/Rot

Der OGBL fordert in einer Stellungnahme zur Pressekonferenz des Wohnungsbauministers vergangene Woche mehr als Symptombekämpfung – nämlich eine Mietpreisbremse, eine Steuerreform und höhere, gestaffelte Beihilfen zugunsten der Klimapolitik.

 

Der OGBL übt trotz Lob auch Kritik an den Maßnahmen des Wohnungsbauministeriums, um die Wohnungskrise zu bekämpfen und Mieter*innen während der sanitären Krise zu schützen. Das Ministerium stellte seine Bemühungen vergangene Woche in einer Pressekonferenz vor. Die Gewerkschaft unterscheidet derweil zwischen temporären und nachhaltigen Lösungen.

Sie fordert die Einführung einer Mietpreisbremse, die im Einklang mit der Einkommensentwicklung der Bevölkerung steht, statt des Corona-Krise-bedingten Einfrierens der Mietpreise bis zum Jahresende. Die Bemühungen der Regierung stärker in den sozialen und öffentlichen Wohnungsbau zu investieren, begrüßt der OGBL. mehr lesen / lire plus

Unstimmigkeiten im Blannenheem: Dicke Luft in Rollingen

Schlechte Besuchskonditionen, Sparmaßnahmen, keine Kommunikation und Räumungsdrohungen: Die Patiente Vertriedung wandte sich an die Presse, um auf Missstände im Blannenheem in Rollingen aufmerksam zu machen. Der Direktor der Einrichtung, Jean-Paul Grün, weist die Vorwürfe von sich.

Was läuft im Blannenheem in Rollingen schief? Copyright: CC By hikkkups NC-SA 2.0

Die Patiente Vertriedung äußerte sich am Mittwoch in einer Pressemitteilung zu Missständen im Blannenheem in Rollingen. Dreißig Familien suchten Rat bei der Organisation. Ein Großteil schweigt in der Öffentlichkeit – aus Angst, die Situation ihrer Liebsten verschlechtere sich dadurch weiter. Es ist die Rede von mangelnder Kommunikation zwischen der Leitung und den Familien sowie von Sparmaßnahmen. mehr lesen / lire plus

Online-Ausstellung vom ZKM Karlsruhe: Ein Museum auf der Suche nach der neuen Erdpolitik

Critical Zones oder wie Mensch seine Umwelt verhunzt. Das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe zeigt eine Online-Ausstellung über Wissenschaft und Kunst zur Intensivpatientin Erde.

Die Online-Ausstellung „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ stellt die unterschiedlichsten Facetten und Reaktionen auf den Klimawandel dar. © Frédérique Aït-Touati, Alexandra Arènes, Axelle Grégoire

Udo Lindenberg mag zwar singen „Hinterm Horizont geht’s weiter“, doch ob das auch für die Umwelt gilt, ist unklar. Das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (zkm) geht mit „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ der Frage nach, wie es derzeit vor der Sichtgrenze mit Klimawandel und Umweltzerstörung ausschaut. mehr lesen / lire plus

Lockerungen in Betreuungsstrukturen: Wer sitzt am längeren Hebel?

Menschen mit Behinderung und Senior*innen in Wohneinrichtungen werden nach Aktivitäten außerhalb der Strukturen nicht mehr in Quarantäne gestellt. Oder doch? Die Antworten der Familienministerin sind verwirrend.

Foto: Inga Seliverstova/Pexels

Die CSV-Abgeordneten Françoise Hetto und Marc Spautz stellten innerhalb weniger Tage gleich zwei parlamentarische Anfragen an Familienministerin Corinne Cahen. In beiden Fällen ging es um die Lockerungen der Ausgangssperre während der Corona-Krise in Betreuungsstrukturen für Menschen mit Behinderung und Senior*innen. Die Antworten der Ministerin geben ein klares Zeichen: Der Ball liegt bei den Betreiber*innen.

So hat Cahen die Betreiber*innen von Betreuungs- und Arbeitsstrukturen für Menschen mit Behinderung dazu aufgefordert, Wiedereröffnungsstrategien auszuarbeiten, die die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Bewohner*innen und des Personals respektieren. mehr lesen / lire plus

Méco Zukunftsgespréich mit Nachhaltigkeitsforscher Kai Niebert

Der Mouvement Ecologique will mehr über den Green Deal der EU und über grüne Konjunkturprogramme wissen. Eine Online-Konferenz mit dem Nachhaltigkeitsforscher Kai Niebert soll für Aufklärung und Austausch sorgen.

Der Mouvement Ecologique lädt am Donnerstag, dem 4. Juni 2020, zur Online-Konferenz mit dem Nachhaltigkeitsforscher Kai Niebert ein. Niebert ist Dozent an der Universität Zürich, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie Mitglied der EU High Level Group on Financing Sustainability Transition. Das Hauptthema der Konferenz: der „Green Deal“ der Europäischen Union und Konjunkturprogramme.

Worüber die woxx unter anderem in einem Podcast sprach, nimmt Niebert morgen im Detail auseinander. mehr lesen / lire plus

Online-Festival: Koll ist online in Aktion

Das Kulturfestival Koll an Aktioun findet dieses Jahr digital statt – traditionsgemäß an mehr als nur einem Schauplatz, mit Musik, Kunst und Familienspaß.

„Koll an Aktioun“ ist auch digital ein Kulturfestival für die ganze Familie: Es darf gezaubert, gebastelt, getrunken und getanzt werden. (Foto: Kevin Bast)

Seit 2014 verwandelt das Kulturfestival „Koll an Aktioun“ Obermartelingen jährlich in ein kulturelles Refugium für Jung und Alt. Über 30 Freiwillige stellten in den vergangenen Jahren rund um das Musée de l’Ardoise ein facettenreiches Programm mit einer Mischung aus Musik, Gastronomie, Handwerk und Kultur auf die Beine. Das fällt dieses Jahr wegen der Pandemie flach – zumindest am gewohnten Standort. mehr lesen / lire plus

Wohnungsmarkt und Covid-19: Krisen-Matriochka

Der temporäre Mieter*innschutz der Regierung und ihre Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus, die gestern in einer Pressekonferenz vorgestellt wurden, sind nur Tropfen auf den heißen Stein.

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Der Wohnungsbauminister Henri Kox stellte gestern in einer Pressekonferenz die Bemühungen der Regierung vor, um Mieter*innen während der Corona-Krise zu schützen. „Réactif dans l’immédiat, le gouvernement a adopté plusieurs mesures afin de prévenir et de pallier l’impact de la crise sanitaire sur les locataires“ – mit diesem Satz beginnt das Pressedossier zum Thema. Das Verhalten der Regierung angesichts der Wohnungskrise, die bereits lange vor Covid-19 entfachte, ist alles andere als „réactif dans l’immédiat“. mehr lesen / lire plus

Mit einer Web-App durchs Müllerthal

Unterwegs kontaktlos an Infos zum Müllerthal kommen? Der Tourismusverband Region Mullerthal – Kleine Luxemburger Schweiz hat eine digitale Lösung parat: eine Web-App.

Wer am langen Pfingstwochenende einen Ausflug ins Müllerthal plant, darf sich auf ein neues Tool freuen: Der Tourismusverband Mullerthal – Kleine Luxemburger Schweiz stellte vor wenigen Tagen eine neue Web-App vor, die in Zusammenarbeit mit „Huber Media“ entstanden ist. Besucher*innen der Region können über app.mullerthal.lu ab sofort auf eine für Mobiltelefone optimierte Website zugreifen. Sie erhalten Informationen rund um ihre Umgebung: Wo verstecken sich die Sehenswürdigkeiten? Wie weit ist es zum nächsten Restaurant? Wohin führt der Wanderweg? Gibt es Campingplätze und Museen in der Nähe? mehr lesen / lire plus

Angriff auf die Rechte von trans und intersex Menschen in Ungarn

In Ungarn wurde gestern ein Gesetz angenommen, das eine Personenstandänderung verbietet. Die Organisation Transvanilla Transgender Association ruft zur Unterzeichnung einer Petition auf.

(Foto: CC-BY Tony Webster)

Das ungarische Parlament hat gestern, dem 19. Mai 2020, einen Gesetz verabschiedet, der Personenstandänderungen künftig untersagt. Trans und intersex Menschen können somit ihren Geschlechtseintrag nicht mehr ändern. Das Gesetz wurde vor wenigen Wochen im Zuge des Corona-Notstandpakets der Regierung vorgestellt, das die Bahn für den LGBTI-feindlichen Präsidenten Viktor Orbàn frei machte. Die woxx berichtete. Die LGBTI-Intergroup des Europarlaments wandte sich damals in einem offenen Brief an den ungarischen Ministerpräsidenten und Kanzlerminister, Gergely Gulyás, und an die Justizministerin Judit Varga: 63 Europaabgeordnete forderten sie dazu auf, gegen das Gesetz vorzugehen. mehr lesen / lire plus

Daten zu Heimarbeit vor und während der Pandemie

In Zeiten von Social Distancing gehört Heimarbeit für viele Beschäftigte zum Berufsalltag. Passend dazu veröffentlicht der Statec Daten zur Heimarbeit während der Corona-Krise und die Chambre des salariés (CSL) verweist in ihrem aktuellen Newsletter auf den entsprechenden Aspekt des Quality of Work Index 2017. Die Ergebnisse des Statec belegen, dass die Heimarbeit im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen ist. Zwischen Ende April und Anfang Mai 2020 arbeiteten 69 Prozent der Beschäftigten von zuhause aus, allen voran Arbeitnehmer*innen aus dem Bildungssektor (74 Prozent) sowie Freelancer*innen und selbstständige Unternehmer*innen (66 Prozent). Der Ausbruch der Pandemie ist für diese Umstellung, die über die Hälfte der Befragten als positiv bewertete, verantwortlich: 74 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen arbeiteten erst in Folge der Krise von zuhause aus. mehr lesen / lire plus

Lesung: Eine Zigarette zu Krieg und Zerstörungswut

In Lola Arias Eventserie „My Documents. Share your Screen“ teilen Künstler*innen ihre Recherchen und Leidenschaften mit dem Publikum. Das Projekt läuft seit Ausbruch der Corona-Krise online, in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main. Dieses Wochenende an der Reihe: Der libanesische Künstler Rabih Mroué mit der Lesung „Make Me Stop Smoking“.

Die Lesung „Make Me Stop Smoking“ von Rabih Mroué hat weniger mit Zigaretten zu tun als mit Zerstörung, Krieg und Krisen im Libanon. (Copyright: Rabih Mroué)

„In ‚Make Me Stop Smoking‘ rekons
truiert Rabih Mroué die radikal heterogene Landschaft des Libanon, zerstört von Krisen und Kriegen. Er tut dies anhand zahlloser anonymer und persönlicher Dokumente, Videos, Fotos, Zeitungsausschnitte und Augenzeugenberichte“, schreibt das Team des Mousonturm auf seiner Website. mehr lesen / lire plus

Dürfen wir unglücklich sein?

In „Glücksdiktat – und wie es unser Leben beherrscht“ greifen Eva Illouz und Edgar Cabanas Glücksforscher*innen an. Ein Essay, der mit der Vorstellung des selbstbestimmten Glücks bricht und das Recht auf Leid verteidigt.

Copyright: Suhrkamp Verlag AG

Aus der Suche nach dem Glück eine Lebensweise zu machen könnte also auch andere als die positiven Folgen haben, die sich viele davon versprechen (nicht zuletzt, weil sie ihnen versprochen werden)“, schreiben die Soziologin Eva Illouz und der Psychologe Edgar Cabanas in „Das Glücksdiktat“. Einen Satz weiter heißt es: „Dieses Streben könnte sich als eine erschöpfende, obsessive und letztlich enttäuschende Erfahrung erweisen.“ Diese Zeilen fassen den Essay der Autor*innen, der 2019 auf Deutsch im Suhrkamp Verlag publiziert wurde, grob zusammen. mehr lesen / lire plus

AktenEinsicht: „Es nützt nichts, immer nur dazusitzen und die arme misshandelte Frau zu sein“

Die Fachanwältin Christina Clemm erzählt in ihrem Buch „AktenEinsicht“ Geschichten weiblicher Gewaltopfer. Dabei geht es nicht ausschließlich um Frauen. Ein Buch über Polizeigewalt, Rechtsextreme, Islamophobie und Opferbeschuldigung.

Die Anwältin Christina Clemm widmet ihr Buch „AktenEinsicht“ Frauen, die Hass und Gewalt nicht überlebt haben. (© Verlag Antje Kunstmann)

Christina Clemm kennt viele Schicksale. Schicksale, hinter denen Menschen stecken, die selten Gehör finden. In „AktenEinsicht“ verschafft sie weiblichen Gewaltopfern Raum. Clemm ist unter anderem seit 25 Jahren Nebenklagevertreterin von Opfern häuslicher Gewalt. Als Rechtsanwältin hat sie sich zudem auf die juristische Bearbeitung rassistischer, geschlechtsspezifischer und homophober Gewalt spezialisiert.

In ihrem Buch hinterfragt Clemm in acht Kurzgeschichten, die wahren Begebenheiten nachempfunden sind, patriarchale Gesellschaftsstrukturen und Fremdenfeindlichkeit inner- und außerhalb der Gerichtssäle. mehr lesen / lire plus