Expotipp: Berthe Lutgen – L’emprise du réel

von | 03.08.2022

Die Pandemie als Stillleben, der Arbeitsalltag von Frauen als Holzschnitt: Die luxemburgische Künstlerin Berthe Lutgen greift in der Abtei Neumünster in ihrer Einzelausstellung „L’emprise du réel“ auf altbewährtes Kunsthandwerk zurück, um aktuelle Krisen aufzuarbeiten und ein feministisches Zeichen zu setzen. Kunst, die sich kritisch mit der Gegenwart auseinandersetzt, ist für Berthe Lutgen nicht neu: Die Künstlerin gründete 1971 den „Mouvement de la libération des femmes“ und ist seit jeher als engagierte Kunstschaffende bekannt. In ihrer Schau in der Abtei Neumünster will sie unter anderem die Arbeit von Frauen würdigen.

Neimënster, hall Michel Delvaux (28, rue Munster, L-2160 Luxembourg), lu. – di. 10h – 18h. Jusqu’au 28 août.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPPLITERATUR

Buchtipp: Orca

Cora besuchte ein Elitegymnasium und träumte von einem Studium in Oxford. Jetzt arbeitet sie an der Fleischtheke in einem Supermarkt. Wie es dazu gekommen ist, erfahren die Leser*innen von Franziska Gänslers drittem Roman „Orca“ erst allmählich.

KULTURTIPPLITERATUR

Roman : Léa ou la théorie des systèmes complexes

La forme du texte – des colonnes de phrases courtes, mais denses en informations – peut d’abord dérouter. C’est pourtant à ce rythme saccadé que Ian De Toffoli nous entraîne dans deux histoires qui s’entrecroisent : celle de Léa, jeune femme née à Luxembourg qui, prenant soudainement conscience de l’urgence écologique, en vient à se radicaliser contre Koch Industries, et celle de l’entreprise, dont la naissance et l’expansion nous sont contées en parallèle.

KULTURTIPP

Buchtipp: Die zweitgrößte Liebe

Henry und Michelle lernen sich kennen, verbringen unbeschwerte Tage und Nächte in Michelles Einzimmerwohnung, schwimmen im See und verlieben sich. In „Die zweitgrößte Liebe“ stellt Ruth-Maria Thomas die Frage, ob Liebe jedoch ausreicht, damit zwei Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten sich gleichberechtigt begegnen und ein...

KULTURTIPP

Willis Tipps: Oktober 2026

Glanz iranischer Frauenstimmen Quasi im Alleingang haben die beiden Schwestern Mahsa und Marjan Vahdat seit mehr als 20 Jahren den Gesang iranischer Frauen auf dem Globus bekannt gemacht. Wegen der repressiven und besonders frauenverachtenden Politik des Mullah-Regimes, das in Iran sogar Sologesang von Frauen verbietet, mussten beide ins...