Ein Radio-Marathon, der bleibt: Das Projekt „Radio Art Zone“ ist seit Ende 2022 als Online-Dauerausstellung erfahrbar. Auf der Website radioart.zone können Neugierige unter dem Reiter „artists“ experimentelle Radiobeiträge teilnehmender Künstler*innen in voller Länge (wieder-)entdecken, weiterführende Infos zu den kreativen Köpfen gibt es obendrauf. Wer die Site durchstöbern will, sollte jedoch Zeit mitbringen oder sich auf einen Besuch in Etappen einstellen: Die Produktionen dauern 22 Stunden, denn diese Sendezeit war die Prämisse zur Teilnahme an „Radio Art Zone“, das von Juni bis September täglich im Süden Luxemburgs auf UKW 87,8 Mhz im Rahmen des Kulturjahres Esch2022 übertragen wurde. Die Idee geht auf Sarah Washington und Knut Aufermann zurück. Radio Ara sowie internationale Radiosender unterstützten das ausgefallene Projekt, an dem sich auch luxemburgische Künstler*innen wie Claire Thill, Catherine Kontz oder die Kollektive D’Kréiennascht und Richtung22 beteiligten. Mehr zum Projekt gab es in der woxx 1689.
Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran
„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.

