Die globale Nahrungsmittelkrise hat verheerende Folgen auch für Kleinbauern und die Ernährungssouveränität der Länder des sogenannten globalen Südens. Die internationale Basiskoalition „People‘s Coalition on Food Sovereignty“ (PCFS) warnte am Mittwoch, die beispiellosen Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln um 39,7 Prozent binnen eines Jahres würden in den ärmeren Ländern massiv zum Verkauf und der Verpachtung von Ackerland (sogenannte „Landgrabbings“) führen, da sich Investor*innen dieses Sektors in sicherere Anlagen flüchten. Russlands Krieg gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die weltweite Getreideversorgung haben dabei eine bereits seit Jahren andauernde Entwicklung nur weiter verstärkt. Laut einer Pressemitteilung der PCFS ist die Zahl der grenzüberschreitenden Landgeschäfte bereits zwischen 2011 und 2020 um 122 Prozent gestiegen. Wichtige Akteure sind demnach jüngst vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate, das Königreich Saudi-Arabien und China. Sie kauften in den vergangenen Monaten Lebensmittelprodukte afrikanischer Länder, aber etwa auch in Pakistan, Kambodscha und Indien auf und unterzeichnen Verträge über die Pacht von in den ärmeren Ländern gelegenem Land.
EU-Kommission: Kohle für den Warlord
Die Europäische Union wird von nun an nicht nur die international anerkannte libysche Übergangsregierung in Tripolis, sondern auch den Warlord Khalifa Haftar unterstützen, dessen Parallelregierung in Bengasi sitzt. Das geht aus einem Brief hervor, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Vorabend des EU-Gipfels in Brüssel an die...

