Jazz: Musikalisches Tête-à-Tête

Die Jazz-Veranstaltung „Reset“ der Abtei Neimënster geht in die nächste Runde. Acht Künstler*innen aus aller Welt musizieren gemeinsam. Die Ergebnisse gibt es für ein kleines Publikum vor Ort und online.

In der Abtei Neimënster finden sich im dritten Jahr in Folge internationale und nationale Jazzmusiker*innen bei der Veranstaltung Reset zusammen. (Bild: Eric Engel)

2018 fanden zum ersten Mal internationale und nationale Jazzkünstler*innen im Rahmen der Residenz und des Jazz-Festivals Reset in der Abtei Neimënster zusammen. Auch dieses Jahr luden die Direktorin Ainoa Achutegui und der künstlerische Leiter und Musiker Pascal Schuhmacher Talente nach Luxemburg ein.

Wegen der Covid-19-Krise fällt das Festival kleiner aus als in den Vorjahren. Der Veranstaltungstitel wurde um „méi intim“ ergänzt. An der Vielseitigkeit der Künstler*innen ändert das nichts: Die Musiker*innen blicken ausnahmslos auf eine ereignisreiche Karriere zurück. Sie kommen aus Australien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Ungarn, Portugal – und Luxemburg.

Die gebürtige Luxemburgerin Florence Kraus ist Saxophonistin, Szenografin und Bildhauerin. Die Künstlerin kombiniert ihre Interessenfelder in Soundinstallationen, Filmkonzerten oder beim Bau von Instrumenten aus wiederverwertbaren und zweckentfremdeten Materialien. Musikalisch ist sie unter anderem Mitglied der Musikgruppen und Kollektive Shantel & Bucovina Club Orkestar (Balkan-Rock), Grizz-Li (Brass-Band, Pop-Rock), Cumbia Ya (World Music) und NEW – la comédie musicale improvisée. Neben Kraus nehmen auch der australische Trompeter Ken Allars und die deutsche Bassistin Franziska Aller an Reset teil.

Ken Allars wurde 2011 mit dem „Generations in Jazz Scholarship“ ausgezeichnet. Er war Mitglied der Band Caravana Sun, spielte für das Sydney Symphony Orchestra sowie für andere Jazz-Ensembles. Darüber hinaus tourte er mit Madness, UB40 und Tim Minchin. Allars arbeitete außerdem als Musiker für die Fernsehformate „Dancing with the Stars“ und „The Voice Australia“.

Die Bassistin und Komponistin Franziska Aller ist in mehreren Jazzformationen aktiv. Sie ist Teil des Kollektivs blue lion, des Piano-Trios Minority und eines Projekts mit dem Rapper Negroman. Auf ihrer Website wird ihre musikalische Offenheit gepriesen, was ein interessantes Zusammenspiel mit den anderen Musiker*innen verspricht.

Dem Publikum bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten, diesen und den fünf weiteren Künstler*innen (Kristin Berardi, Sophie Bernado, Tuur Florizoone, Balint Gyémánt, João Lobo) zu begegnen. Am Freitag, dem 15. Januar, geben die Musiker*innen im Duo oder Trio ab 20 Uhr erste Einblicke in ihre Arbeit während ihrer Residenz in der Abtei Neimënster. Die Auftritte können besucht werden [letzte Minute: Die Veranstaltung ist leider ausverkauft]. Vor Ort herrscht Maskenpflicht. Die Sitzplatzreservierung via Mail (billetterie@neimenster.lu) oder Telefon (+352 26 20 52-444) ist notwendig und die Plätze sind begrenzt. Wer spontan und ohne Maske dabei sein will, kann die Veranstaltung auf der Facebook-Seite und dem YouTube-Kanal der Kulturinstitution sowie auf KUK – de Kulturkanal verfolgen.

Am Samstag, dem 16. Januar präsentieren die Reset-Teilnehmer*innen das Endergebnis ihrer temporären Zusammenarbeit um 18 Uhr und 20 Uhr. Für diese zwei Konzerte gelten dieselben Modalitäten wie für den ersten Auftritt: Eine begrenzte Anzahl an Zuschauer*innen kann mit Maske und nach Sitzplatzreservierung vor Ort applaudieren. Allen anderen bleiben die Online-Übertragungen.

Reset … méi intim. Abtei Neimënster, Facebook, YouTube und KUK – de Kulturkanal. Am 15. und 16. Januar, um 20 beziehungsweise um 18 Uhr.

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