Kinder: Mitbestimmung steigert Wohlbefinden

von | 24.03.2022

Das Wohlbefinden der in Luxemburg lebenden Acht- bis Zwölfjährigen ist seit 2019 stabil geblieben. Das ist das Ergebnis des ersten nationalen Kinderberichts, welcher seit Dienstag vorliegt und in Zusammenarbeit von Universität Luxemburg, Liser und der Eberhard Karls Universität Tübingen entstanden ist. Der Bericht besteht aus zwei komplementären Studien: einer Felduntersuchung im Bereich der non-formalen Bildung einerseits, und einer Befragung von Acht-, Zehn- und Zwölfjährigen andererseits. Letztere Studie erfolgte in zwei Etappen: Die erste Befragung wurde vor, die zweite während der Pandemie durchgeführt. Das Vorurteil, dass in Kindertagesstätten das Wohlbefinden von Kindern grundsätzlich beeinträchtigt sei, ließ sich in den Beobachtungssequenzen nicht bestätigen. Die Strukturen, so schreiben die Forscher*innen, gäben Kindern die Möglichkeit „Selbstwirksamkeitserfahrungen“ zu machen und ein „Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten“ zu entwickeln. Kinder seien dabei keine passiven Rezipient*innen pädagogischer Aktivitäten, sondern würden diese – zum Beispiel durch kreative Neuinterpretationen oder „Sabotage“ – vielmehr aktiv mitgestalten. Diese „Akteurschaft“ trägt den Autor*innen zufolge wesentlich zum Wohlbefinden bei. Luft nach oben besteht dennoch: Sowohl in der non-formalen Bildung als auch in der familiären Sphäre wünschen sich Kinder laut Bericht ein verstärktes Mitbestimmungsrecht.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

Weibliche Genitalverstümmelung in Luxemburg

Im Nachgang einer UNICEF-Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Luxemburg, die im April 2026 veröffentlicht wurde, hatten die LSAP-Abgeordneten Claire Delcourt und Mars Di Bartolomeo eine parlamentarische Anfrage zum Thema gestellt. Vergangenen Montag erfolgte die Antwort, der sich neben den drei adressierten Minister*innen der...

NEWS

Wenn „ChatGPT“ parlamentarische Fragen beantwortet

Am vergangenen Montag veröffentlichte die Chamber die Antwort des Außenministers Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Frage der beiden LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo und Yves Cruchten. Thema war der „Luxemburgplan“, den die saarländische Regierung Anfang Mai veröffentlichte. Die Antworten sind relativ nichtssagend und unkonkret –...

NEWS

Foot, fric et répression

Le coup d’envoi de la Coupe du monde de foot 2026 a été donné ce 11 juin au stade Azteca de Mexico, pour une édition « qui s’annonce la plus lucrative jamais vue », selon Amnesty International. La FIFA prévoit de réaliser 11 milliards de dollars de recettes au fil des 104 matchs qui se joueront pendant six semaines aux États-Unis, au Mexique...