Parlament plaudert über PFAS

von | 20.03.2026

Am vergangenen Mittwoch diskutierten die Luxemburger Abgeordneten über die Kontaminierung mit Ewigkeitschemikalien. Dies aufgrund einer Interpellation, die von Claire Delcourt (LSAP) ausging. Anlass war der Bericht der informellen interministeriellen Arbeitsgruppe, der zwei Jahre lang auf sich hat warten lassen. Während die meisten Oppositionsparteien grundsätzlich mit der Stoßrichtung der Regierung einverstanden sind, wünschen sie sich konkrete Maßnahmen beim Trinkwasser- und Arbeitsschutz. Vor allem LSAP, Déi Gréng und Déi Lénk bedauerten die passive Haltung der Regierung, die weiterhin auf zukünftige EU-Richtlinien setzt. Viele Abgeordnete betonten, dass sich per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in vielen Alltagsgegenständen wie Pfannen oder regenabweisender Kleidung befänden. Die Rolle der Landwirtschaft, die laut dem Bericht in Luxemburg für 30 bis 50 Prozent der Emissionen der wichtigsten PFAS, Trifluoracetat, verantwortlich ist, wurde hingegen kaum thematisiert. Umweltminister Serge Wilmes (CSV) tat dies zwar, verwies jedoch auf internationale Initiativen, an denen sich Luxemburg beteilige. In den nächsten Monaten sollen Berichte der EU-Chemikalienbehörde über die mögliche Beschränkung wichtiger PFAS erscheinen. Die gesamte Berichterstattung der woxx über Ewigkeitschemikalien, inklusive unserer exklusiven vierteiligen investigativen Recherche, finden sie unter woxx.eu/pfas.

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