Poetry Slam: Niederanven ist „the place to be“

Feministische Slammer*innen und sozial engagierte Poet*innen treffen sich nächsten Freitag im Kulturhaus Niederanven – unter freiem Himmel, wenn das Wetter mitspielt.

Jessy James LaFleur moderiert den Poetry Slam im Kulturhaus Niederanven. Copyright: Paul Glaser

Bock auf Poesie unter freiem Himmel? Wer jetzt laut „Ja“ schreit, sollte am kommenden Freitag, dem 9. Juli, zum Kulturhaus Niederanven fahren. Poetry Slammer*innen aus Deutschland und Belgien – nein, aus Luxemburg sind scheinabr keine dabei – feiern dort ab 19 Uhr die Dicht- und Sprechkunst.

Unter anderem zu Gast ist die Brüsslerin Zouz. Die Slammerin bezeichnet sich auf ihrer Instagram-Seite als Feministin. In ihren Texten kritisiert sie unter anderem die Erwartung an Frauen, Kinder zu gebären, und die Idealisierung von Frauenkörpern.

Auch Inga Hilbig, die am Freitag in Niederanven ist, schreibt über verzerrte Vorstellungen von Schönheit – zumindest in einem der Ausschnitte aus ihren Auftritten, die auf YouTube abrufbar sind. In „Du bist nicht schön“ prangert sie in einer Passage Influencerinnen an, die gute Schminke zum höchsten Gebot erklären. In „Eine moderne Liebesgeschichte“ thematisiert sie hingegen den Klimawandel – und Öko-Sexualität.

Moderiert wird der Slam von Jessy James LaFleur. Die deutsch-belgische Spoken Word-Künstlerin blickt auf eine 18-jährige Karriere zurück. Jahre, in denen sie den Poetry Slam nicht nur als Kunstform, sondern auch als Baustein sozialer Projekte verstanden hat.

LaFleur ist Gründerin des Projekts „Prison Slam“, einer Workshop-Serie für männliche Gefängnisinsassen. Ihre Jugend- und Literaturinitiative „Angeprangert! Spoken Word“ ist ein Workshopkonzept für Nachwuchsslammer*innen und Autor*innen. Dabei erhalten die Teilnehmer*innen nicht nur Beratung in Sachen Lyrik und Performance – sie werden auch für Themen wie Rassismus, Queerfeindlichkeit oder Sexismus sensibilisiert. „Bei uns steht nicht das Entertainment, sondern das zivilgesellschaftliche Engagement unserer Poet*innen im Vordergrund“, steht dazu auf der Website zur Initiative.

Für Musik sorgt am Freitag die Singer-Songwriterin Chimana. Ihre Musik hat was von Lagerfeuer und Sommernächten im Freien.

Die Veranstaltung findet je nach Wetterlage entweder mit Maske und Distanzregeln im Park des Kulturhauses oder unter CovidCheck-Regime im Inneren statt. Eine Reservierung ist in jedem Fall erforderlich (Tel. 26 34 73 1 / info@khn.lu). Weitere Infos gibt es auf khn.lu.


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