2020 mit C’est Karma: Pool Partys, Schläge und starke Frauen

Die luxemburgische Musikerin Cest Karma veröffentlichte zwischen März und Oktober 2020 drei Singles. Hinter unscheinbaren Titeln verbirgt sich unter anderem eine feministische Gesellschaftskritik.

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When I started making music, I often felt alone because the entire local music scene around me was led by men“, schreibt die Musikerin C’est Karma in ihrem Blogeintrag zur Unterrepräsentation von Frauen in der Musikbranche. „I never felt like I was represented in the music industry and I lacked role models.“ Die Rolle der Frau in der Musikbranche und in der Gesellschaft ist ein Thema, das sie besonders in ihrem rezenten musikalischen Schaffen sowie in Blogeinträgen kritisch bespricht. mehr lesen / lire plus

Zum Tod von Rossana Rossanda: Die besiegte Kommunistin

Konsequent und streitbar stellte sie sich dem Scheitern der italienischen Linken: Rossana Rossanda hat zeitlebens einen verantwortlichen Umgang mit der eigenen Geschichte gelehrt.

Sie scheute sich nicht 
davor, anzuecken: 
Rossana Rossanda 
hat auch mit der 
Zeitung „il manifesto“ 
die italienische Linke 
mitgeprägt. (Foto: Internet)

Das Wiedererstarken der neofaschistischen Rechten beobachtete Rossana Rossanda in ihren letzten Lebensjahren mit Sorge: Den Aufstieg nicht aufzuhalten, sei „die Schuld der Linken, die Schuld unserer Seite“. Noch in ihren letzten Interviews verortete sie sich (selbst-)kritisch auf einer Seite, die im politischen Tagesgeschäft längst in der Bedeutungslosigkeit versunken ist. Nun ist die Intellektuelle der einst so großen italienischen Linken am 20. mehr lesen / lire plus

Luxemburger Gleichstellungspolitik: Naivität oder doch Strategie?

Während das Mega weiterhin auf Symbolpolitik und Symptombekämpfung setzt, wartet man immer noch auf Schritte, die zur Umstrukturierung der Geschlechterverhältnisse tatsächlich notwendig wären.

„Mir konnt bis elo nach kee Chef d’entreprise oder Cheffin d’entreprise e gudde Grond dofir nennen, dass méi Egalitéit net vu Virdeel wier“. Manchmal kommt man nicht umhin, die gegenwärtige Chancengleichheitsministerin, Taina Bofferding (LSAP), für ihren Idealismus zu bewundern. Hält man sich jedoch die aktuelle Situation in puncto Geschlechtergerechtigkeit vor Augen, wird schnell klar, dass es sich wohl eher um Naivität handelt. Den eben zitierten Satz äußerte Bofferding gestern anlässlich einer Pressekonferenz. Gegenstand waren die sogenannten „Actions positives“, ein Programm, mit dem das Ministerium für Gleichstellung (Mega) Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt zu fördern versucht. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlung: Mrs. America (2020)

Es fällt schwer sich dem Reiz von „Mrs. America“ zu entziehen. Dennoch wäre es wünschenswert gewesen, anti-feministischen Positionen nicht derart viel Gewicht einzuräumen.

Gloria Steinem und Betty Friedan werden von Rose Byrne und Tracey Ullman gespielt. (© FX)

Im ersten Moment wirkt es befremdlich: Da wird eine handwerklich einwandfrei produzierte, hervorragend besetzte und realitätsgetreu geschriebene Serie über die US-amerikanische Frauenbewegung der 1970er-Jahre veröffentlicht und unzählige Feminist*innen regen sich darüber auf. Grund dafür ist allerdings nicht so sehr die Darstellung der Gruppierung rund um Gloria Steinem (Rose Byrne) und Betty Friedan (Tracey Ullman): Es ist vielmehr der ausführliche Raum, der Anti-Feminist*innen in „Mrs. mehr lesen / lire plus

Ein Oscar für mehr Diversität

Der Oscar für „Bester Film“ geht ab 2024 nur noch an Produktionen, die sowohl auf der Leinwand als auch hinter den Kulissen für Inklusion und Diversität stehen.

Copyright: CC BY Jose Manuel mazintosh SA 2.0

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences kündigte gestern neue Zulassungskriterien für die Kategorie „Bester Film“ bei den Oscars an: Ab 2024 müssen die eingereichten Produktionen mindestens zwei von vier „Standards” zur Darstellung von Frauen, unterrepräsentierter Ethnien und sexueller Minderheiten erfüllen. Was erste, kritische Stimmen als Maulkorb für die Filmindustrie und Gefährdung der Filmqualität verteufeln, ist eine Chance für mehr Diversität auf der Leinwand. mehr lesen / lire plus

Auf arte.tv: Ring frei für Sambias Boxerinnen!

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In „Ring frei für Sambias Boxerinnen!“ dokumentiert die Regisseurin Carmen Butta mehr als Boxkämpfe: Sie begleitet junge Amateur-Boxerinnen aus Sambia, die im Ring und im Leben um Anerkennung und um ein besseres Leben kämpfen. Am Ende gibt es keine Verliererin. Eine sehenswerte Doku.

bis zum 14. September auf arte.tv

Bewertung der woxx: XXX mehr lesen / lire plus

Keine Sternstunden der deutschen Sprache

Die Gesellschaft für deutsche Sprache lehnt das Gendersternchen ab. Die Gründe sind diskriminierend und abgedroschen.

CC BY Beth Granter SA 2.0

„Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden hat das Gendersternchen geprüft. Es eignet sich nicht, um genderneutrale Personenbezeichnungen zu bilden“, beginnt die kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung der GfdS zu diskriminierungsfreier Sprache. Die Gesellschaft redet sich in ihrer Erklärung um Kopf und Kragen, nur um am Ende zu beweisen, dass sie den eigentlichen Sinn diskriminierungsfreier Sprache nicht verstanden hat – denn es geht um mehr als Grammatik.

Die GfdS argumentiert, dass sowohl das umstrittene Sternchen als auch das Binnenmajuskel oder der Gender-Unterstrich nicht mit den Regeln der deutschen Rechtschreibung vereinbar seien. mehr lesen / lire plus

Feministischer Sahnelikör deckt Pseudonyme auf

Der Women‘s Prize for Fiction und Baileys veröffentlichen in der Buchserie #ReclaimHerName E-Books von Frauen, die unter männlichem Pseudonym schrieben. Eine gute Sache oder Schwachsinn?

Bidlquelle: womensprize

Was hat Baileys mit Literatur zu tun? An sich nichts, doch das Getränkeunternehmen unterstützt den Women‘s Prize for Fiction. In dem Zusammenhang veröffentlichte Baileys vor kurzem die digitale Buchserie #ReclaimHerName. Die Idee: Bücher, die Frauen unter männlichem Pseudonym publiziert haben, unter ihrem Namen herauszugeben. Die E-Books stehen zum kostenlosen Download auf der Website des Unternehmens zur Verfügung.

Die Aktion weist auf ein lange Zeit weit verbreitetes Phänomen hin: Schriftstellerinnen griffen in der Vergangenheit oft auf männliche Namen zurück, um die Chancen auf die Veröffentlichung ihres Manuskripts zu erhöhen und sexistische Diskriminierung aufgrund ihrer Tätigkeit zu umgehen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #107 – MEGA enttäuschend

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

D’Tessie Jakobs an d’Isabel Spigarelli vun der woxx schwätzen des Woch iwwer den neien Aktiounsplang vum Ministère fir d’Gläichstellung vu Fra a Mann. Der Tessie Jakobs fält dozou virun allem een Adjektiv an: enttäuschend.

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CID zu Aktionsplan zur Geschlechtergleichstellung

Das Ministerium für Gleichstellung von Frauen und Männern stellte am 17. Juli den neuen Aktionsplan zur Geschlechtergleichstellung vor. Das CID Fraen an Gender bezog in einem Schreiben Stellung. Zwar freut es sich, dass die Mehrzahl seiner Vorschläge vom Ministerium übernommen wurden, doch empfindet es den Aktionsplan grundsätzlich als zu vage. Es fehle an konkreten Maßnahmen, wie im Hinblick auf die öffentliche Anwendung geschlechtsneutraler Sprache, und an einem Zeitplan. Das CID begrüßt hingegen, dass das Ministerium Gleichstellungsarbeit und die Sensibilisierung von Kindern in der formellen und nicht-formellen Bildung fördern möchte. Das Ministerium kommt den Forderungen der Voix de jeunes femmes trotzdem nicht nach, die kürzlich mehr Literatur von Frauen auf dem Lehrplan verlangten. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #103 – Homosexualitéit a Männlechkeet

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Wéi schléit sech Homosexualitéit an der Sprooch nidder a wisou musse queer Mënschen zweemol schwätze léieren? Oder esouguer méi dacks? Geet Feminismus och mat Männer, a brauch et eng eege Männerrechtsbeweegung? Isabel Spigarelli an Tessie Jakobs ginn an eisem Podcast vun dëser Woch deene Froen op d’Spuer.

Si diskutéieren iwwer dem Didier Eribon säi Buch Betrachtungen zur Schwulenfrage a kucken sech un, wisou Männer sech dacks benodeelegt fillen, wann se mat feministesche Fuerderunge konfrontéiert sinn. Och do geet et ëm d’Sprooch, well dacks geschlechtergerecht Schreifweisen ofgeleent ginn.  mehr lesen / lire plus

Benachteiligung von Männern: Das wird man(n) ja wohl noch sagen dürfen

Feministischen Bewegungen wird gerne vorgeworfen, die Redefreiheit einzuschränken und dringendere Gesellschaftsprobleme zu ignorieren. Pures Ablenkungsmanöver oder zum Teil berechtigte Bedenken?

Wer kümmert sich in unserer Gesellschaft um benachteiligte Männer? (Copyright: Inzmam Khan/pexels)

Männer schneiden schlechter in der Schule ab als Frauen, sind häufiger drogenabhängig, weisen eine höhere Kriminalitätsrate auf, begehen häufiger Suizid. Wer sich solche Statistiken vor Augen führt, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass nicht mehr das weibliche, sondern das männliche Geschlecht mittlerweile den Kürzeren zieht. Die Existenz von Frauenquoten, Frauenbeauftragten, Frauenhäusern und Frauenparkplätzen kann dieses Gefühl noch zusätzlich verstärken. Wenn etwas für ein bestimmtes Geschlecht getan wird, so scheint es, dann geht es immer nur um die Frauen. mehr lesen / lire plus

Die woxx von morgen #3: Schreibend die Welt verbessern

Linker Journalismus und kostenloser Informationszugang waren immer schon zentrale Anliegen der woxx. Entsprechende Bestrebungen können aber immer nur so umfassend sein, wie unsere begrenzten finanziellen Mittel es erlauben.

Angesichts der heutigen Medienpluralismus ist die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal einer bestimmten Zeitung, nicht immer leicht zu beantworten. Die woxx hatte damit noch nie ein Problem: Als linkes, emanzipatorisches Projekt rückt sie Themen, Argumentationen und Bevölkerungsgruppen in den Vordergrund, die gemeinhin zu kurz kommen. Wir sind der Meinung: Neutralen Journalismus gibt es nicht. Sachlich, objektiv und gut recherchiert kann er dennoch sein. Seit ihrer Entstehung berichtet die woxx kritisch über politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen, die strukturelle Unterdrückung begünstigen und demokratischen Werten entgegenstehen. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlungen: „Never Have I Ever“ und „Firefly“

Die beiden Serien, die wir diese Woche präsentieren, versuchen altbekannten Genres frischen Wind einzuhauchen.

Never Have I Ever (2020-)

Die Figuren Devi, Fabiola und Eleanor gewinnen im Laufe der Staffel an Komplexität. (Quelle: Netflix)

Devi (Maitreyi Ramakrishnan) ist alles andere als eine durchschnittliche Highschool-Schülerin: Sie ist eine indisch-amerikanische Hindu. Seit sie und ihre Eltern (Poorna Jagannathan und Sendhil Ramamurthy) im Jahr 2001 in die Vereinigten Staaten immigriert sind, ist sie nicht nur mit Rassismus konfrontiert: Auch eine Balance zwischen der amerikanischen und indischen Kultur zu finden, fällt ihr nicht leicht. Das ist aber nicht das Einzige, das Devi von ihren Altersgenoss*innen unterscheidet: Ihr Vater starb an einem Herzinfarkt. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlungen: „Hollywood“ und „In Treatment“

Wer zurzeit nach neuem Sehstoff sucht, wird in der woxx fündig. Ab sofort stellen wir jede Woche zwei Streaming-Serien vor: eine neue und ein Klassiker.

Hollywood (2020)


Mit seiner Miniserie „Hollywood” strebt Macher Ryan Murphy vieles auf einmal an: Sie ist zugleich Nostalgie-Trip in die Traumfabrik der 1940er-Jahre, kitschiges Melodrama und progressives Märchen.

Das Konzept geht nicht durchgehend auf. Vor allem die ersten Folgen kranken an faden Erzählsträngen, karikativen Figuren und einer im Schneckentempo voranschreitenden Handlung. Spätestens ab der fünften Folge ändert sich dies aber schlagartig. Nicht zufällig handelt es sich um die Folge, in welcher der progressive Aspekt zunehmend die Erzählung dominiert. mehr lesen / lire plus

AktenEinsicht: „Es nützt nichts, immer nur dazusitzen und die arme misshandelte Frau zu sein“

Die Fachanwältin Christina Clemm erzählt in ihrem Buch „AktenEinsicht“ Geschichten weiblicher Gewaltopfer. Dabei geht es nicht ausschließlich um Frauen. Ein Buch über Polizeigewalt, Rechtsextreme, Islamophobie und Opferbeschuldigung.

Die Anwältin Christina Clemm widmet ihr Buch „AktenEinsicht“ Frauen, die Hass und Gewalt nicht überlebt haben. (© Verlag Antje Kunstmann)

Christina Clemm kennt viele Schicksale. Schicksale, hinter denen Menschen stecken, die selten Gehör finden. In „AktenEinsicht“ verschafft sie weiblichen Gewaltopfern Raum. Clemm ist unter anderem seit 25 Jahren Nebenklagevertreterin von Opfern häuslicher Gewalt. Als Rechtsanwältin hat sie sich zudem auf die juristische Bearbeitung rassistischer, geschlechtsspezifischer und homophober Gewalt spezialisiert.

In ihrem Buch hinterfragt Clemm in acht Kurzgeschichten, die wahren Begebenheiten nachempfunden sind, patriarchale Gesellschaftsstrukturen und Fremdenfeindlichkeit inner- und außerhalb der Gerichtssäle. mehr lesen / lire plus

Fallliste von PEN International: Mord und Haft wegen Text

PEN International veröffentlicht die Fallliste zu Angriffen und Morden an Schriftsteller*innen, Journalist*innen und Verleger*innen im Jahr 2019. Zwei Menschen starben, hunderte wurden mit Haftstrafen und Drohungen mundtot gemacht.

Copyright: CC BY RicHard-59 SA 3.0

Über 100 Journalist*innen saßen 2019 in Haft, 67 Schreiber*innen kämpften in Gerichtsverfahren und in Untersuchungshaft um ihre Freiheit, ein Autor und eine Journalistin wurden ermordet – das ist die Bilanz, die PEN International 2019 in ihrer Fallliste zieht. Weltweit gab es insgesamt 212 Angriffe auf Journalist*innen, Schriftsteller*innen und Verleger*innen. PEN International beobachtet in Asien einen Anstieg der Gewalttaten von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Organisation führt die Steigerung auf massive Anfeindungen gegen muslimische Uiguren in China und auf die erhöhte Belästigung von regierungskritischen Schriftsteller*innen und Poet*innen in Indien zurück. mehr lesen / lire plus

Konferenzergebnisse zur Feier des Lesbian Visibility Day

Der 26. April steht im Zeichen der Sichtbarkeit von Lesben weltweit. Während einer Konferenz der Eurocentralasian Lesbian* Community und des LGBTI Intergroup des EU-Parlaments wurden europäische Lösungen zur Bekämpfung der Diskriminierung von Lesben diskutiert.

Copyright: CC BY Matt Buck SA 2.0

Das Netzwerk Eurocentralasian Lesbian* Community (EL*C) sprach vor wenigen Tagen in einer Online-Konferenz mit EU-Abgeordneten über die Sichtbarkeit und Lebensrealität von Lesben in Europa. Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit mit dem LGBTI Intergroup des EU-Parlaments organisiert. Rund 210 Teilnehmer*innen – nach Angaben der EL*C ausschließlich Frauen – konzentrierten sich vorwiegend auf die Diskriminierung von Lesben aufgrund ihrer Geschlechtsidentität und ihrer sexuellen Orientierung. mehr lesen / lire plus

Leserinnenbrief: Ohne Frauen geht gar nichts!

Wo bleibt die Meinung der Expertinnen zu den Folgen der Corona-Krise? Therese Gorza verweist in einem offenen Brief auf die Ungleichheit der Geschlechter während der Krise und erinnert an die Forderungen des Frauenstreiks vor wenigen Wochen.

© JIF

Die gegenwärtige Krise deckt klar auf, wie tief die strukturelle Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ist und das nicht nur in Luxemburg. Sie ist noch immer stark in den Gepflogenheiten und dem gesellschaftlichen Bewusstsein verwurzelt. Es liegt auf der Hand, dass ohne die Frauen, die in den „Care-Berufen“, der Reinigung und dem Handel tätig sind, kein Management und kein Ausstieg aus der Krise möglich ist. mehr lesen / lire plus

Auf YouTube: Me También

Je nach Hautfarbe und sozioökonomischem Hintergrund unterscheiden sich Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt stark voneinander. Das zeigt Valeria Vallejos eindringlich anhand ihres Kurzfilms „Me También“.

Trotz einstweiliger Schließung von Kinos und Cinémathèque können Filmbegeisterte auch in den kommenden Wochen voll auf ihre Kosten kommen. Einen Beitrag dazu leistet „Me También“ der lateinamerikanischen Szenaristin, Autorin und Schauspielerin Valeria Vallejos. Indem sie ihren Kurzfilm im Netz gratis zur Verfügung stellt, will die Künstlerin dem Thema der sexualisierten Gewalt mehr Sichtbarkeit verleihen.

Sie tut dies anhand von zwei in Los Angeles lebenden Figuren: Monica (Katheryn Romine), eine weiße US-Amerikanerin, ist dabei, in einer Werbefirma die Karriereleiter hochzusteigen. mehr lesen / lire plus