Verkleidet gegen das Artensterben

Am Mittwochmittag mobilisierte move, die Jugendsektion des Mouvement écologique, am Campus Geesseknäppchen mit einer Aktion für die Artenvielfalt.

Vor dem „Forum Geesseknäppchen“ stehen verkleidete Menschen: eine Blume, ein Vogel, ein Fisch, eine Qualle und eine Schildkröte. Sie sind mit grünen Seilen miteinander verbunden. Es sind Aktivist*innen des move, der Jugendgruppe im Méco. Neben den Verkleideten verteilen andere Jugendliche Flyer an die Passant*innen – es sind in der Hauptsache Schüler*innen, die zum Mittagsessen wollen. Dann verspritzen die Aktivist*innen „Gift“ aus einer Sprühflasche auf die Pflanze, die sogleich zu Boden fällt. Wenig später sterben auch die Biene, der Vogel und dann die anderen Tiere. mehr lesen / lire plus

Landwirtschaft: Was sind die Alternativen zu Glyphosat?

Im Februar hatte der französische Präsident Macron angegeben, es sei unmöglich, innerhalb von drei Jahren komplett auf das umstrittene Herbizid zu verzichten. Die luxemburgische Regierung sieht das etwas anders.

Die CSV-Fraktionsführerin Martine Hansen hatte im Februar im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage an Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) und Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) wissen wollen, welche Alternativen es zu Glyphosat gibt. Grund dafür war eine Aussage des französischen Präsidenten, der während einer Debatte mit Bürger*innen sagte, es sei unmöglich, die Landwirtschaft innerhalb von drei Jahren von Glyphosat zu befreien.

Luxemburg hat sich zum Ziel gesetzt, das Herbizid bis zum 31. Dezember 2020 zu verbieten. mehr lesen / lire plus

Mit Bananen für Menschenrechte und gegen Pestizide

Eine Initiative von „Fairtrade Lëtzebuerg“ versucht Unternehmen dazu zu bewegen, nur noch Fairtrade-Bananen anzubieten.

Foto: Fabrizio Frigeni/unsplash

Bananen sind ein äußerst beliebtes Obst. 2016 wurden weltweit über 113 Millionen Tonnen produziert, damit sind Bananen knapp hinter den Wassermelonen (117 Millionen Tonnen) auf Platz Zwei. Während in Indien die meisten Bananen angebaut werden, kommt die Exportware in der Regel aus Mittel- und Südamerika nach Europa. Wegen ihres hohen Gehalts an Kalium, Calcium, Magnesium und Vitamin C gelten die Früchte, die botanisch gesehen zu den Beeren zählen, als sehr gesund und sind bei Sportler*innen sehr beliebt.

Allerdings haben sehr viele Bananen einen bitteren Beigeschmack: Die Produktionsbedingungen sind mit vielen Menschenrechtsverletzungen verbunden und die Früchte sind oft mit Pestiziden belastet. mehr lesen / lire plus

Klimaschutz: Kritik an Luxemburgs Klimapolitik

Erneuerbare Energien, Biolandbau, kein Ausnutzen von Schlupflöchern – das NGO-Bündnis Votum Klima präsentiert den politischen Parteien 15 Forderungen.

Mitglieder von Votum Klima präsentieren die 15 Forderungen für ein zukunftsfähiges Luxemburg. (Foto: Votum Klima)

Seit 2009 fordert Votum Klima, ein Zusammenschluss von 23 NGOs aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungshilfe und Sozialhilfe, entschlossenere Maßnahmen in der luxemburgischen Klimapolitik. Am Mittwoch, dem 23. Mai, stellte das Bündnis die aktualisierte Auflage seiner Wahlforderungen vor. Die waren zugleich eine ausführliche Kritik an der blau-rot-grünen Regierung.

Martina Holbach von Greenpeace Luxemburg bemängelte zum Beispiel die mangelnde Kohärenz in der luxemburgischen Klimapolitik: „Klimaschutz darf nicht nur Aufgabe eines einzigen Ministeriums sein.“ Oft werde überhaupt nicht bedacht, dass politische Maßnahmen auch Auswirkungen auf klimapolitische Zusammenhänge haben. mehr lesen / lire plus

Solawi: Ein Gemüsekorb und mehr

Die neu vorgestellte Plattform Solidarische Landwirtschaft soll für die Vorteile dieser Betriebsform werben.

www.solawi.lu

Biolandbau ist nicht das einzige Mittel gegen die Industrialisierung der Agrarwirtschaft. Daran erinnert die heute vorgestellte Plattform Solidarische Landwirtschaft (Solawi), mit der eine in Luxemburg noch recht neue Betriebsform gefördert werden soll. An der Pressekonferenz im Fromburger Hof in Osweiler beteiligten sich neben Solawi-Akteuren gleich drei Ministerien; anwesend waren der Landwirtschaftsminister Fernand Etgen, der Minister für Sozial- und Solidarwirtschaft Nicolas Schmit und die Umweltministerin Carole Dieschbourg.

Die Grundlage der Solawi ist die Partnerschaft zwischen Produzent und Konsument. Auf Französisch heißt die Betriebsform „Association pour le maintien d’une agriculture paysanne (Amap)“, auf Englisch nennt man sie „Community-supported agriculture“ (CSA). mehr lesen / lire plus

Kantinen-Petition in der Chamber: Esst luxemburgisch!

Wie man in den Kantinen mehr luxemburgische Produkte verarbeiten könnte, darüber wurde in der Chamber debattiert. Sinn und Unsinn einer solchen Initiative wurden allerdings kaum erwogen.

100 Prozent Luxemburg? Das Gras ist national, doch woher kommt das Kraftfutter für diese Rinder? (Wikimedia / PlayMistyForMe / CC BY-SA 1.0)

Luxemburger Produkte für Luxemburger Kantinen – wer könnte dagegen sein? 8.000 Unterschriften kamen für eine Petition zusammen, die ihre vermehrte Verwendung in öffentlichen Kantinen fordert. Und beim Chamber-Hearing gab es am vergangenen Freitag auch fast nur Zustimmung für sie.

Nicht einmal Déi Lénk, oft die einzige Partei, die im Parlament fortschrittlich-kritische Positionen vertritt, hatte etwas zu bemängeln. mehr lesen / lire plus

Aktionsplan Pestizide: Eng Datz!

Scharfe Kritik am Entwurf für einen nationalen Aktionsplan zur Reduktion von Pestiziden übt der Mouvement écologique in seiner Stellungnahme vom vergangenen Dienstag. Die NGO plädiert für eine Halbierung des Pestizideinsatzes innerhalb von zehn Jahren, wohingegen der Plan des Landwirtschaftsministeriums nur eine Abnahme um 30 Prozent vorsieht. Dabei bemängelt der Mouvement auch, dass der Entwurf „von Absichtserklärungen strotze“ und „kaum verbindliche Ziele, keine klaren Zeitangaben … und noch weniger klare Zuständigkeiten“ enthalte. Grundsätzlich fordert die NGO statt „punktueller technischer Lösungen“ einen „regelrechten Systemwechsel“ – durch einen integrierten Pflanzenschutz und andere sanfte Maßnahmen ließe sich eine deutliche Verringerung des Einsatzes chemischer Mittel erreichen. mehr lesen / lire plus

Serie: Anders wirtschaften 4/4: Experiment Gemeinwohlökonomie


Wirtschaften Unternehmen stets eigennützig? Nicht unbedingt, auch sie können im Dienste des Gemeinwohls stehen. Was Christian Felber theorisiert hat, versucht unter anderem Oikopolis in die Praxis umzusetzen.

Sich als Teil eines größeren Ganzen fühlen – Naturata-Mitarbeiter des Meyers-Haff-Hofladens in Windhof. (Fotos: Oikopolis)

„Oikopolis hat sich stets für die biologische Landwirtschaft eingesetzt. Aber Ende der Nuller Jahre haben wir bemerkt, dass wir unser Wirtschaften gezielter nach Kriterien des ökologischen Fußabdrucks ausrichten könnten. Im Rahmen dieser Überlegungen stießen wir auf das Konzept der Gemeinwohlökonomie, die ein ökologisch und sozial vertretbareres Wirtschaftsmodell anbietet und wie die Anthroposophie einen ganzheitlichen Ansatz vertritt“, erklärt Änder 
Schanck, Leiter von Oikopolis. mehr lesen / lire plus

GEMEINWOHL-BILANZ BEI OIKOPOLIS: Mehr als nur Bio

Klingt gut, diese Gemeinwohl-Theorie, aber ist sie mehr als nur ein Wunschtraum? Um das herauszufinden, lassen sich Unternehmen wie Oikopolis an den Maßstäben des Modells messen.

Kurswechsel, aber wie?
Im Mai dieses Jahres diskutierte Christian Felber diese Frage mit interessiertem Publikum im Rahmen der Vortrags- und Seminarreihe „OIKOPOLIS am Dialog“. (Foto: OIKOPOLIS)

Bio ist gut, oder? Gemeint ist nicht, dass Bio besser – oder einfach nur anders – schmeckt. Bioprodukte tun der Umwelt und den Menschen auf vielerlei Weise gut. Reicht das, um die Welt zu verändern? Im Angesicht der Systemkrise, von der die Finanzkrise nur ein Teil ist, machen viele politische Denker umfassendere Vorschläge. mehr lesen / lire plus