Schon gestreamt? Better Things

von | 17.12.2017

„Better Things“ ist eine sowohl lustige als auch bewegende Dramedy-Serie über eine alleinerziehende Schauspielerin.

(© nerdist.com)

In den letzten Jahren haben zahlreiche von Frauen geschaffene Dramedy-Serien, mit weiblichen Protagonistinnen das Tageslicht gesehen. So zum Beispiel „Girls” (2012-2017), „Broad City” (2014- ), „One Mississippi” (2015- ), „Lady Dynamite” (2016- ) und „Fleabag” (2016- ). Gemeinsam ist diesen Serien zudem, dass die Hauptrollen jeweils von den Schöpferinnen gespielt wird. Bei „Better Things” heißt diese Frau Pamela Adlon. Vielen wohl aus „Californication“ (2007-2014) und einigen aus „Lucky Louie“ (2006-2007) oder „Louie“ (2010- ) bekannt, zeigt sich Adlon in dieser FX-Serie als vielseitiges Talent.

Sie spielt Sam Fox, Schauspielerin und alleinerziehende Mutter dreier Mädchen: Max (Mikey Madison), Frankie (Hannah Alligood) und Duke (Olivia Edward). „Better Things“ wirft zwar einen erbarmungslosen Blick auf die Anstregungen von Elternschaft – eingeschränkte Privatsphäre und Freizeit, ständige Konflikte – doch auch die Momente inniger Zuneigung und Unterstützung werden nicht ausgelassen.

In Serien werden Mütter häufig auf diesen Teil ihres Lebens reduziert. Nicht so aber in „Better Things“. Immer wieder wird Sam bei der Arbeit gezeigt: als Sprecherin von Zeichentrickserien und Filmschauspielerin. Auch die Frustrationen, die sie bei Vorsprechen erlebt, werden auf humorvolle Weise aufgegriffen. Sie sind nur eins von vielen Beispielen dafür, wie in „Better Things“ mit wenigen Worten und Gesten, die Essenz von Situationen auf den Punkt gebracht wird. Als arbeitende Mutter wird Sam jedoch keineswegs glorifiziert. Zwar ist sie mehr oder weniger gut in allem, was sie anpackt, doch auch sie macht Fehler und hat ihre Macken. Herausgekommen ist mit „Better Things“ eine Serie mit Figuren und Handlungssträngen, wie man sie nicht oft zu sehen bekommt.

Als Zuschauer*in kommt man nicht umhin, über die Mitarbeit von Komiker Louis C.K. nachzudenken. Immerhin hat dieser das Drehbuch jeder einzelnen Folge entweder geschrieben oder mitgeschrieben. Bereits seit Jahren waren dessen sexuelle Belästigungen ein offenes Geheimnis in der amerikanischen Comedyszene. Vor wenigen Wochen bekannte er sich endlich zu seinen Taten, woraufhin Adlon die gemeinsame Zusammenarbeit beendete. Bei zukünftigen Staffeln ist das Publikum somit nicht mehr mit der Entscheidung konfrontiert, sich eine von einem Sexualverbrecher mitproduzierte Serie ansehen zu müssen.

Dat kéint Iech och interesséieren

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #375 – Wéi hëtze mir an der Zukunft?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Gas a Masutt ginn de Moment erëm méi deier, well Krich am noen Osten ass. Dat wier nieft dem Klimaschutz e weidere Grond, fir esou séier wéi méiglech op aner Methode fir ze Hëtzen ëmzeklammen. Bis 2050 wëll Lëtzebuerg...

PODCAST

Am Bistro mat der woxx #373 – Geschlechtersensibel behandelen

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel. Laang Zäit gouf de männleche Kierper als medezinesche Standart ugesinn – an dat mat konkrete Konsequenzen: Frae ginn heefeg méi spéit diagnostizéiert, leiden dacks ënner méi staarken Niewewierkunge vu Medikamenter a...

USA

Die Opfer der Epstein-Machenschaften: Kämpferin sein müssen

Die Medien sind geradezu fasziniert von den Enthüllungen über Jeffrey Epsteins schwerreiches und prominentes Netzwerk. Doch um dessen Verbrechen zu verstehen, und mehr noch: um Ähnliches in Zukunft zu verhindern, ist es wichtiger, sich mit den Geschichten der Opfer und den Verhältnissen, in denen sie lebten, zu beschäftigen.