Schon gestreamt? Killing Eve

Phoebe Waller-Bridges Serie „Killing Eve“ hätte ein durchschnittlicher Spionage-Thriller werden können, wären da nicht die hervorragend gespielte Villanelle und ihr erotisch aufgeladenes Katz-und-Maus-Spiel mit der Agentin Eve Polastri.

© BBC America / Lunion.fr

„I came to Killing Eve for Sandra Oh – I wasn’t prepared for Jodie Comer“, dieser Tweet bringt auf den Punkt, was wohl viele andere Zuschauer*innen hinsichtlich der BBC-America-Serie „Killing Eve“ denken. Dem könnte man hinzufügen, dass vermutlich einige die Serie wegen ihrer homoerotischen Untertöne aufsuchten. Womit aber wohl die wenigsten gerechnet haben: Die sexuelle Anziehung zwischen den beiden Figuren nicht nur angedeutet, sondern sehr explizit ist.

Doch erst mal zurück zu Jodie Comer. mehr lesen / lire plus

Fernsehserie: Böse sind immer die anderen

Mit ihrem Fokus auf toxische Männlichkeit und moderne Technologien greift die Fernsehserie „You“ sehr aktuelle Debatten auf. Statt ein klares Urteil zu sprechen, lässt sie jedoch zu viel Interpretationsspielraum.

„You“ regt uns dazu 
an, uns ein Happy End 
für Joe und Beck zu wünschen. (© melty)

Ein sensibler Buchladen-Besitzer namens Joe Goldberg (Penn Badgley) lernt eine angehende Schriftstellerin namens Guinevere Beck (Elizabeth Lail) kennen und fühlt sich umgehend zu ihr hingezogen. In der Absicht, sie besser kennenzulernen, beginnt er sie und ihr Umfeld zu stalken, sowohl off- als auch online. Die Prämisse der Serie „You“, die seit Dezember auf Netflix geschaut werden kann, ist eher ungewöhnlich. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Sharp Objects

Qualitativ hochwertige Serien liefen einst nur in den Monaten zwischen September und Mai an. Dank dem verstärkten Aufkommen von Streaming-Plattformen gibt es mittlerweile aber auch in den Sommermonaten einige Perlen zu entdecken. Eine davon ist die achtteilige HBO-Serie „Sharp Objects“.

© whats-on-netflix.com

Wie so viele Filme und Serien, beginnt „Sharp Objects“ mit der Ermordung eines Teenagers. Schauplatz ist die Kleinstadt Wind Gap, Missouri. Ein weiteres Mädchen wird vermisst. Ob wohl ein Zusammenhang besteht? Das soll Reporterin Camille Preaker (Amy Adams) herausfinden. Jahre zuvor hatte sie ihren Heimatort verlassen – nun kehrt sie aus professionellen Gründen zurück und zieht vorübergehend wieder bei ihrer Familie ein, die aus ihrer Mutter Adora (Patrica Clarkson), ihrem Stiefvater Alan (Henry Czerny) und ihrer Halbschwester Amma (Eliza Scanlen) besteht. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Handmaid’s Tale

Kontrollierte Sexualität, repressive staatliche Mittel, höchst ungleiche Machtverhältnisse – alles Problematiken unserer Gesellschaft. In der Fernsehserie „The Handmaid’s Tale“ werden sie konsequent zu Ende gedacht. Das Resultat ist grausig.

© pipocamoderna.com.br

Auf dem gleichnamigen Roman von Margret Atwood basierend entwirft die erste Staffel von „The Handmaid’s Tale“ ein dystopisches Gesellschaftsbild: Nach einem Staatsstreich haben fundamentalistische Christen in den USA die totalitäre, patriarchale Republik Gilead gegründet. Aufgrund von Umweltverschmutzung und atomaren Katastrophen sind die Geburtenraten dramatisch zurückgegangen. Als göttliche Strafe für lasterhafte Sexualität gedeutet, wird daraufhin ein reaktionäres Familienmodell eingeführt. Die wenigen noch fruchtbaren Frauen, sogenannte Handmaids, werden gezwungen für systemtreue Paare Kinder zu gebären. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Deadwood

Gewaltvoll und ungeschönt, aber dennoch wunderbar poetisch und human: „Deadwood“ ist eine Western-Serie für Menschen, die ansonsten lieber einen großen Bogen um Western machen.

© nytimes

Obwohl „Deadwood“ in zahlreichen Top-10-Serien-aller-Zeiten-Listen auftaucht, ist sie nur wenigen bekannt. Dabei umfasst sie nur drei Staffeln von je zwölf Folgen. Sich sie anzuziehen erfordert also keine derartige Hingabe wie etwa „Lost“ oder „Buffy the Vampire Slayer“. Ebenjene Tatsache – die Absetzung nach nur drei Staffeln im Jahr 2006 – mag manche jedoch auch davon abhalten, die Serie in der gleichen Liga als „Breaking Bad“ oder „The Sopranos“ zu sehen. Die Geschichte von „Deadwood“ war zu diesem Moment nämlich weit davon entfernt, zu Ende erzählt zu sein. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? The Leftovers

Sich „The Leftovers“ anzuschauen ist ein emotional aufwühlendes Abenteuer, auf das man sich vollkommen einlassen muss, um es richtig schätzen zu können.

© independent.co.uk

An einem 14. Oktober verschwinden mitten am Tag von einer Sekunde zur nächsten 140 Millionen Menschen. Frauen, Männer, Menschen aller möglichen Nationalitäten, Religionen und Hautfarben, Menschen mit und ohne Behinderung, Straffällige und Unschuldige, ältere Menschen, ja sogar Säuglinge – ein Muster ist nicht erkennbar. Diese Leute sind nicht gar durchgebrannt oder wurden entführt. Sie haben sich einfach in Luft aufgelöst.

Das ist die Ausgangssituation der Serie „The Leftovers“, die 2014 auf HBO startete. Das Verschwinden all dieser Menschen, in der Serie als „sudden departure“ bezeichnet, wird gleich in der ersten Sequenz der ersten Folge gezeigt. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Better Things

„Better Things“ ist eine sowohl lustige als auch bewegende Dramedy-Serie über eine alleinerziehende Schauspielerin, die größtenteils ohne gängige Klischees auskommt.

(© nerdist.com)

In den letzten Jahren haben zahlreiche von Frauen kreeierte Dramedy-Serien, mit weiblichen Protagonistinnen das Tageslicht gesehen. So zum Beispiel „Girls” (2012-2017), „Broad City” (2014- ), „One Mississippi” (2015- ), „Lady Dynamite” (2016- ) und „Fleabag” (2016- ). Gemeinsam ist diesen Serien zudem, dass die Hauptrollen jeweils von den Schöpferinnen gespielt wird. Bei  „Better Things” heißt diese Frau Pamela Adlon. Vielen wohl aus „Californication“ (2007-2014) und einigen aus „Lucky Louie“ (2006-2007) oder „Louie“ (2010- ) bekannt, zeigt sich Adlon in dieser FX-Serie als vielseitiges Talent. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Rectify

„Rectify“ gibt uns einen Einblick in die Psyche eines Mannes, der zwei Jahrzehnte lang im Todestrakt saß. Das ist teils aufreibend, teils wunderschön poetisch.

Seit 19 Jahren sitzt Daniel Holden (Aden Young) in Einzelhaft. Er wurde wegen Vergewaltigung und Ermordung von Hanna Dean zur Todesstrafe verurteilt. Eines Tages aber wird er aufgrund der Resultate neuer DNA-Teste freigesprochen. Das ist die Ausgangssituation der Serie „Rectify”, die im April 2013 auf dem US-amerikanischen Sender SundanceTV angelaufen ist. Diesen Monat ist es genau ein Jahr her, dass die Serie nach vier Staffeln zu ihrem Ende kam.

In der ersten Folge wird Daniel von seiner Familie, das heißt seiner Mutter, seiner Schwester (J. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? Better Call Saul

„Breaking Bad“ gilt als eine der besten Fernsehserien aller Zeiten. Ein Spin-off davon konnte nur ein Flop werden? „Better Call Saul“ zeigt, dass es auch anders geht.

(© thenerdrecites.com)

Fast neun Jahre ist es mittlerweile her, dass die erste Staffel von „Breaking Bad” die ZuschauerInnen in Begeisterung versetzte. Im Zentrum dieser AMC-Serie steht der 50-jährige Chemielehrer Walter White (Brian Cranston), bei dem eines Tages Lungenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert wird. Seine größte Sorge in dem Moment: Seine Familie – Frau (Anna Gunn), Sohn (RJ Mitte), neugeborene Tochter – für den Fall seines Todes finanziell abzusichern. In seiner Verzweifelung entscheidet er sich ins Crystal-Meth-Geschäft einzusteigen. mehr lesen / lire plus

Schon Gestreamt? The Deuce

(© IGN.com)

Eine feministische Serie über die Anfänge der Pornoindustrie im New York der 1970er-Jahre – die Idee klingt an und für sich schon recht vielversprechend. Hinzu kommt noch ein beeindruckender Cast, mit, unter andere, Maggie Gyllenhaal und James Franco, beide auch ProduzentInnen der Serie. Wer noch einen weiteren Grund braucht, um sich „The Deuce” anzusehen, dem seien noch zwei weitere Namen genannt: David Simon, Macher von „The Wire” und „Treme”, steckt zusammen mit Schriftsteller und Drehbuchautor George Pelecanos dahinter.

Natürlich hätte dennoch einiges schieflaufen können. Auch die HBO-Serie „Vinyl” hatte ein ähnlich vielversprechendes Konzept, floppte trotzdem bei den ZuschauerInnen und wurde nach nur einer Staffel abgesetzt. mehr lesen / lire plus

Schon gestreamt? One Mississippi

Eine queere, tragikomische Serie, mit liebenswerten Figuren über ernste Lebensthemen? Das alles hat „One Mississippi“ zu bieten.

Eine lebensbedrohliche Infektion, eine Krebsdiagnose, eine gescheiterte Beziehung, der Tod ihrer Mutter – das Jahr 2012 hielt viele böse Überraschungen für Tig Notaro bereit. Doch die US-amerikanische Komikerin und Schauspielerin wusste sich diese zunutze zu machen: Der Stand-up-Auftritt, in dem sie ihre Erfahrungen erstmals zur Sprache brachte, verhalf ihr schlagartig zu internationaler Bekanntheit. Mit dem für sie typischen staubtrockenen Humor kann Notaro scheinbar jedem noch so harten Schicksalsschlag etwas Witziges abgewinnen.

Die Komikerin hatte ihre Geschichte aber längst nicht auserzählt: Nachdem im April 2015 die Netflix-Doku „Tig“ erschienen war, lief im Herbst desselben Jahres die von Notaro kokreierte Fernsehserie „One Mississippi“ auf der Streaming-Plattform des Versandhändlers Amazon an. mehr lesen / lire plus