Muss eine Plakatkampagne selbsterklärend sein oder irritieren, um damit Neugier zu wecken? SOS Faim vertraute zuletzt auf die zweite Strategie. Auf ihren Plakaten, die vor allem schwarze Frauen mit Kindern abbilden, prangt der Satz: „Qu’ils se débrouillent.“ Dazu das Logo der NGO, Details? Keins von beidem. Die letzten Tage meldeten viele Menschen der Polizei die Plakate als rassistisch und xenophob oder erfragten Informationen, verrät die NGO in einem Erklärungsschreiben. Sie dankt ihnen dafür: Es zeige, dass in Luxemburg ein Bewusstsein für rassistische und xenophobe Mitteilungen bestehe – und die Menschen sie nicht stillschweigend akzeptieren würden. Die NGO will mit der Kampagne das Narrativ von „Afrika braucht Europa“ kippen und signalisieren, dass den afrikanischen Ländern deren Rechte und Autonomie zurückgegeben werden muss. Die gezeigten Personen sind Kund*innen des beninischen Geld- und Kreditinstituts RENACA und wurden vor Ort in ihrer Landessprache über den Inhalt der Kampagne aufgeklärt. Die Fotos stammen von einem lokalen Fotografen, der interessierte Kund*innen in ihrem Zuhause fotografierte. In einer zweiten Phase will SOS Faim weitere Details zur Kampagne liefern.
EU-Kommission: Kohle für den Warlord
Die Europäische Union wird von nun an nicht nur die international anerkannte libysche Übergangsregierung in Tripolis, sondern auch den Warlord Khalifa Haftar unterstützen, dessen Parallelregierung in Bengasi sitzt. Das geht aus einem Brief hervor, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Vorabend des EU-Gipfels in Brüssel an die...

