Neuseeland: Massenmord und große Pläne

Der Mord an 50 Moscheebesuchern durch einen Rechtsextremen im neuseeländischen Christchurch sorgt unter Rechten und Verschwörungs
theoretikern weltweit für Resonanz.

Ein Arbeiter trauert vor der Al-Nur-Moschee, einer der beiden Moscheen, in denen ein Rechtsextremer im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen getötet hat. (Foto: EPA-EFE/Mick Tsikas)

Eine der erfolgreichsten Verschwörungstheorien ist die vom Bevölkerungsaustausch, der von den Mächtigen dieser Welt initiiert worden sei, um Europa und die USA zu islamisieren beziehungsweise zu multikulturalisieren. Nun lieferte diese Theorie erstmals das Motiv für einen Terroranschlag: Der Titel des kurz vor der Tat online veröffentlichten sogenannten Manifests des mutmaßlichen Massenmörders, der am Freitag voriger Woche 50 Muslime in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch erschoss, lautet „Der große Austausch“, darunter prangt das aus drei Hakenkreuzen übereinander bestehende Nazisymbol der schwarzen Sonne. mehr lesen / lire plus

Racisme : L’impossibilité d’une île

Alors que le nation branding veut faire miroiter l’image d’un pays ouvert et tolérant, une étude récente apporte des chiffres désastreux sur le racisme au Luxembourg – qui ne se donne pas les moyens de lutter contre ce phénomène.

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En novembre dernier, l’Agence des droits fondamentaux de l’Union européenne sur le racisme a publié le rapport « Being Black in the EU », pour lequel 6.000 personnes noires dans 12 États européens ont été sondées. Le résultat est pour le moins alarmant pour le grand-duché. Ainsi, 11 pour cent ont déclaré avoir été victimes de violences racistes dans les cinq ans précédant l’étude, ce qui place le Luxembourg en quatrième position derrière la Finlande, l’Irlande et l’Autriche. mehr lesen / lire plus

Im Kino: „If Beale Street Could Talk“

„If Beale Street Could Talk“ soll sowohl ein Film über Rassismus als auch ein überlebensgroßes Liebesdrama sein. Trotz hervorragender Schauspieler*innen und wunderschöner Bildsprache geht die Rechnung aber nur bedingt auf.

Tish und Fonny stehen symbolisch für die von Rassismus bedrohte Unschuld und Gutmütigkeit. (© 2018 Annapurna Pictures)

Ein junger Mann namens Daniel (Brian Tyree Henry) sitzt im Wohnzimmer seines besten Freundes. Vor kurzem wurde er nach zweijähriger Haft entlassen, eine Erfahrung, die ihn nachhaltig traumatisiert hat. “The white man has got to be the devil. He sure ain’t a man”. Als Daniel mit diesem Satz seinen Eindruck auf den Punkt bringt, ist das kein Ausdruck von Abscheu oder Hass, sondern von Fassungslosigkeit: Daniel versteht einfach nicht, wie Menschen zu dem fähig sein können, was sie ihm im Gefängnis angetan haben. mehr lesen / lire plus

Integrationspolitik: Unverfängliches Regierungsprogramm

Die neue Regierung muss beide Wangen hinhalten. Von links und rechts gibt es Ohrfeigen – auch für die wenig konkreten Vorhaben in puncto Integrationspolitik.

Wäre die Asti eine Katze, sie würde zu Beginn ihrer Stellungnahme zum Regierungsprogramm schnurren – und schon zwei Abschnitte weiter das Fell aufstellen, einen Buckel machen und die Krallen ausfahren. Für die Organisation mangelt es dem Regierungsprogramm an konkreten Maßnahmen zur Förderung der Integration. Ein Themenfeld, das im Regierungsprogramm auf nur eine Seite heruntergebrochen wird. In den anderen Unterkapiteln taucht es nur fragmentarisch auf. So als wären die in Luxemburg ansässigen 288.963 Ausländer*innen nur ein Randphänomen. Dabei machen sie 48 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (Stand: Januar 2018). mehr lesen / lire plus

Spike Lee
: „All power to all the people“

Mit „BlacKkKlansman“ warnt Spike Lee davor, die Gefährlichkeit von Rechtsextremist*innen zu unterschätzen. Dafür blendet er zahlreiche andere Formen von Rassismus aus.

Gemeinsam gelingt es Flip und Ron, den Ku Klux Klan zu infiltrieren. (Foto: outnow.ch)

Das Gedankengut, das in den 1970er-Jahren vom Ku-Klux-Klan vertreten wurde, ist auch 2018 nicht weniger präsent oder gefährlich – kein Grund also sich zurückzulehnen. Die Botschaft von Regisseur und Drehbuchautor Spike Lees „BlacKkKlansman“ ist so banal, dass sie fast schon abgedroschen wirkt. Dank zahlreicher Referenzen auf Blaxploitation und Schauspieler*innen in Höchstform ist der Film dennoch alles andere als langweilig.

Im Zentrum des Films, der sich an einer wahren Begebenheit inspiriert, steht Ron Stallworth (John David Washington), der einzige schwarze Polizist in Colorado Springs. mehr lesen / lire plus

Abschied vom Antifaschismus?

Anfang März wird in Italien gewählt. Das gesellschaftliche Klima ist derweil von einer rassistischen Grundstimmung geprägt.

Auf dem Durchmarsch? Die extreme Rechte in Italien. (Foto: Wikimedia)

Keine guten Nachrichten bringt unsere Korrespondentin Catrin Dingler aus Italien. Welche politische Konstellation aus den Parlamentswahlen am 4. März auch hervorgehen mag: es wird eine ziemlich unappetitliche sein. Angesichts von Gewalttaten und Demonstrationen Rechtsradikaler fällt auch dem regierenden linksliberalen Partito Democratico (PD) um seinen Vorsitzenden Matteo Renzi nichts Besseres ein, als diese zu verharmlosen.

Wie Dingler in der Printausgabe der woxx von kommendem Freitag schreibt, tritt wenige Wochen vor den Wahlen die rassistische Grundstimmung der italienischen Gesellschaft offen zutage. mehr lesen / lire plus

Sachsens rechte Hegemonie

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält an der Politik der Integration des rassistischen Milieus fest. Dabei wird immer deutlicher, dass sich seine Partei mit diesem Kurs selbst abschafft.

Behauptet zu wissen, wie „sächsisch geht“: CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer auf stramm rechtem Kurs. (Bildquelle: Wikimedia)

„Ich sehe die Ostdeutschen als Seismographen. Hier formt sich eine öffentliche Meinung, die sich später oft bundesweit durchsetzt“, hatte der seit Dezember amtierende sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor drei Jahren erklärt. „Was gestern als Unverschämtheit galt, ist heute Gesetz“, schob Kretschmer damals stolz hinterher, mit Blick auf Forderungen der sächsischen CDU nach weiteren Verschärfungen des Asylrechts, die sich später in den verschiedenen „Asylpaketen“ der Bundesregierung wiederfanden. mehr lesen / lire plus

Argumente gegen Rechts

Der Politologe Klaus-Peter Hufer zeigt heute Abend in einem interaktiven Vortrag in Walferdingen, wie man am besten auf nationalistische, rassistische, sexistische und antidemokratische Sprüche reagiert.

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Wie kann man gegen rechte Parolen andiskutieren? Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Politologe, Erwachsenenbildner und Autor Klaus-Peter Hufer nun schon mit dieser Frage. In seinen Büchern „Argumente am Stammtisch“ und „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ liefert er Analysen und Ratschläge in Bezug auf diese Problematik. Der Politologe widmet sich aber nicht nur rechtsextremem Gedankengut, sondern auch verbreiteten Haltungen der Art „Ich bin ja kein Rassist, aber …“. Diskriminierenden Parolen könne man, Hufer zufolge, überall begegnen: im Bus, am Arbeitsplatz, in der Schule. mehr lesen / lire plus

Nation: Was ist das Problem?

Seit jeher wird das Konzept der „Nation“ kontrovers diskutiert. Eine hierzulande in den sozialen Netzwerken kürzlich entstandene Polemik zeigt, dass es zwar viele Meinungen gibt, aber vor allem unbeantwortete Fragen.

Das „Antinationale Fest“ in der „Gantenbeensmillen“ der Jonk Lénk war als Safe Space und Gegenverantstaltung zum traditionellen Nationalfeiertag angelegt. (Foto: Jonk Lénk)

Manchmal kommt das Festhalten an bestimmten Werten und Traditionen erst dann besonders zum Vorschein, wenn diese als bedroht wahrgenommen werden. Beim Luxemburger Nationalstolz wird dies immer wieder sichtbar, wenn es darum geht, ein wenig von „luxemburgischen Traditionen“ abzurücken: beim Referendum zum EinwohnerInnenwahlrecht, bei Diskussionen rund um den jeweiligen Stellenwert der offiziellen Landessprachen, oder auch, wie zuletzt, als die Jonk Lénk die Daseinsberechtigung des Nationalfeiertags öffentlich in Frage stellten. mehr lesen / lire plus