Sprachen: Kommunikation statt Ausgrenzung

von | 09.02.2017

Die Sprachensituation in Luxemburg, das war das Thema eines Rundtischgesprächs, zu dem déi Lénk am vergangenen Mittwoch eingeladen hatten. Neben Sprache als Machtinstrument, wurde vor allem über Anforderungen an die Schule diskutiert. Die Pädagogin Melanie Noesen betonte, dass zurzeit eine zu große Lücke zwischen der Schul- und Alltagssprache herrsche. Eine stärkere Identifikation mit dem Lerninhalt könne nur dann gewährleistet werden, wenn Sprache als Kommunikations- und Teilhabemittel in den Vordergrund gestellt würde. Dem Anliegen des Sprachwissenschaftlers Fernand Fehlen, Luxemburgisch als Alphabetisierungssprache einzuführen, da es sich um eine alle SchülerInnen verbindende Sprache handele, pflichteten zwar alle Teilnehmenden bei, uneins war man sich jedoch über die Rolle des Deutschen. Statt unterschiedliche Schulkonzepte nach spezifischen Bedürfnissen anzubieten, müsse das Ideal doch vielmehr eine Schule für alle sein, so Noesen. In jedem Fall dürfe Sprache nicht als Ausgrenzungsmittel instrumentalisiert werden. Auch die Historikerin Sonia Kmec warnte davor, Möglichkeiten zur politischen Teilhabe von Kenntnissen einer bestimmten Sprache abhängig zu machen. Auch wenn wieder einmal deutlich wurde, dass es keine einfachen Lösungen für komplexe Fragen gibt, so vermittelte eine solch praxisorientierte, transdisziplinäre Betrachtungsweise dennoch ein anregendes Bild der aktuellen Lage der Sprachendebatte.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWS

L’alphabétisation en français devient possible

La loi « Alpha », adoptée ce mercredi 3 décembre, permettra désormais aux parents de choisir la langue dans laquelle leurs enfants seront alphabétisé·es dés le fondamental : français ou allemand. Qualifiée de « jalon majeur dans l’histoire de l’école luxembourgeoise » par le ministre de l’éducation, Claude Meisch, cette réforme vise à rendre...

NEWS

TFA überall: Im Wasser, Wein – und auch im Getreide

In 16 europäischen Ländern ist die Ewigkeitschemikalie Trifluoressigsäure (TFA) in Getreideprodukten nachgewiesen worden, so auch in Luxemburg. Die NGO Pesticide Action Network (Pan Europe) hat zusammen mit lokalen Umweltschutzorganisationen, darunter der Méco, insgesamt 66 Nahrungsmittel wie Mehl, Frühstücksflocken, Nudeln und Kekse...

KULTURNEWSPOLITIK

FrEsch-Verwaltungsrat entpolitisiert

Mit der Wahl der neuen Mitglieder des Verwaltungsrats des Escher Kulturverwaltungsvereins „FrEsch“ am 1. Dezember wurde das Leitungsgremium nicht nur erneuert, sondern auch entpolitisiert. Gemäß den im Sommer abgeänderten Statuten sitzen nun keine Parteimitglieder aus dem Escher Gemeinderat mehr darin, sondern ausschließlich Vertreter*innen...