Steht mein Nachbarhaus leer?

von | 08.02.2016

Die von déi Lénk gestartete Kampagne zum Wohnungsnotstand nimmt so langsam Konturen an: Der angekündigte Leerstandsmelder ist nun auf der eigens für die Kampagne eingerichteten Homepage einsehbar. Er soll helfen, leerstehende Wohnungen in Luxemburg zu registrieren und die Öffentlichkeit auf sie aufmerksam zu machen. Da es sich bei der Dokumentierung von Leerständen um ein umfangreiches und kompliziertes Unterfangen handelt, ist déi Lénk auf die Mithilfe von Ortsansässigen angewiesen. Zu diesem Zweck stellt die Partei auf ihrer Homepage einen Merkmalskatalog zur Verfügung, der es ermöglichen soll, einen etwaigen Leerstand mit großer Wahrscheinlichkeit zu erkennen. Dass die Bezifferung somit nur auf Schätzungen beruht, lässt sich nicht vermeiden. Die Idee, einen Leerstandsmelder einzusetzen, ist übrigens nicht neu, gab es einen solchen doch bereits im Jahr 2014. Aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen – das Wohnungsbauministerium hatte entsprechenden Druck ausgeübt – wurde die Homepage jedoch nach kurzer Zeit wieder entfernt. Jetzt also hat déi Lénk den Melder erneut in Funktion gesetzt und hofft, mit dieser Maßnahme die betroffenen Gemeinden zum Handeln zu bewegen. Wie lange der Leerstandsmelder dieses Mal überlebt, bleibt abzuwarten. Und ob sich mit ihm Druck auf die lokalen Autoritäten ausüben lässt, ist auch von der Beteiligung der Bevölkerung abhängig. Mehr dazu: wunnen.dei-lenk.lu

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