Diese Parole, die das Anliegen der zweiten Frauenbewegung in den 1960er-Jahren zum Ausdruck bringt, ist Erkenntnis und Forderung zugleich. Es ging damals darum, Aspekte wie Geschlechterrollen, Familienmodelle und Lebensformen zu politisieren und sie somit als Ausdruck zu hinterfragender Machtstrukturen anzuerkennen. Mutterschutz, Eherecht, Kindererziehung, Schwangerschaftsabbruch, Verhütung und Sexualität waren nur einige der Themen, die in dieser Zeit breit diskutiert wurden. Dass es sich hierzulande damit nicht anders verhielt, können die Pionierinnen der Luxemburger Frauenbewegung aus erster Hand beschreiben. Allen voran die Mitglieder des MLF (Mouvement de libération des femmes) prangerten gesellschaftliche Verhältnisse aus einer feministischen Perspektive an. Wie war es in dieser Zeit, als politisch aktive Frau zu agieren? Was wurde erreicht? Welche Schlussfolgerungen lassen sich heute ziehen? In einer Diskussionsrunde mit Berthe Lutgen und Flo Weimerskirch, die am kommenden Sonntag um 9 Uhr von 100komma7 ausgestrahlt wird, geht es um genau diese Fragen. Es handelt sich dabei um die letzte von drei Sendungen zum Thema Mai 1968, die die woxx in Zusammenarbeit mit dem Radiosender organisiert hat. Die Diskussion wird auszugsweise in der nächsten woxx-Ausgabe abgedruckt.
Menschenrechte: Verhärtete Fronten im Parlament
Am vergangenen Mittwoch lieferten sich die Justiz-, Innen- und Familienkommissionen eine hitzige Debatte über zwei umstrittene Gesetzesprojekte: einerseits den Entwurf für die Kriminalisierung einer „aggressiven Bettelei“, andererseits jenen für einen verschärften Platzverweis. Die LSAP hatte ihre Anfrage bereits vor über vier Monaten...

